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Massenkampfregeln

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Eulenspiegel:

--- Zitat von: Nin am  5.02.2010 | 11:48 ---Wenn es nach nWoD Regeln geht, warum dann ein Soak Wurf und nicht eine Reduzierung des Angriffwurfs?
--- Ende Zitat ---
Ja, da habe ich mich vertan. Eigentlich eine Reduzierung des Angriffswurfes.


--- Zitat ---Warum die Einführung von SM? Um sich die Rechnerei Kontrahenten*Schaden zu sparen?
--- Ende Zitat ---
SM ist ja gleich "Anzahl der Kontrahenten, gerundet".

Ob du nun sagst: SM * Schaden
oder ob du sagst "Anzahl der Kontrahenten, gerundet" * Schaden
ist egal. Das ist beides das gleiche.


--- Zitat ---Der Unterschied zwischen 17 überlebenden Cops, die ihren Schaden machen (Schußwaffen: 17*(2+2)=64, Prügeln: 17*(1-3)=Glückswurf) und einem auf 20 aufgerundetem SM (Schusswaffen: 20*(2+2)=80, Prügeln: 20*(1-3)=Glückswurf) finde ich im Falle einer Schießerei erheblich, bei einer handgreiflichen Auseinandersetzung dagegen unbedeutend. Oder habe ich das falsch verstanden?
--- Ende Zitat ---
Der Schaden wird nur von einem einzelnen Cop ausgewürfelt.
Also 4 Würfel.

Die Nettoerfolge, also der eigentliche Schaden, wird mit der Anzahl der Cops (gerundet) multipliziert.
Das heißt, du würfelst erst 4 Würfel. Sagen wir, du erhältst einen Netto-Erfolg. Dann wird dieser Netto-Erfolg mit 20 multipliziert und du machst 20 Schaden. (OK, bei einem Erfolg könnte man auch ohne Probleme mit 17 multiplizieren. - Aber gerade bei 5+ Erfolgen wird das multiplizieren ohne Taschenrechner hässlich.)

Xemides:
Hallo,,

Jörg Dünne hat ja einen eigenen Bereich zu den ORE Regeln im Indy-Bereich, da gibt es auch eine Erklärung der Companies

http://tanelorn.net/index.php/topic,46709.0.htmls:

Ich habe mit ihm als SL eine Adaption der Regeln für ASOIAF RPF gespielt.

Was mit gefällt:

- Abstrakte Behandlung der Companies, durch ihre Qualitäten
- Vielseitige Verwendungsmöglichkeit (Kampf, Intrigen, Spionage, etc.)
- Schnelle und trotzdem spannende Abhandlung der Konflikte
- Kein Tabletop mit dutzenden Minies auf ner riesigen Battlemap

Das wärs im Wesentlichen.

XOR:
Imho sollte gerade die Moral heftig betont werden.
Während der typische Held ein kampfgewohnter Abenteurer ist, der sich mit Freuden gegen Orkhorden wirft, ist der typische Soldat ein relativ normaler Bürger, der vielleicht zum ersten Mal in eine lebensbedrohliche Lage kommt und auch als Veteran nicht die Zuversicht eines Heldens hat, zu überleben.
Beim Kampf im RL ist ein ungemein wichtiger Faktor nun die Zuversicht - wer die Nerven verliert, verliert damit den Kampf

Aber das wohl wichtigste an der Moral ist: Die Helden kommen ins Spiel und werden zu mehr als starken aber einzelnen Einheiten. Denn wenn ein bekannter Held mit herrschaftlicher Ausstrahlung vor dem Heer reitet, inspiriert das die Truppen.
Regeltechnisch würde ich hier in 4 Rollen unterscheiden:
Vorreiter - der charismatische Bonus. Gibt den Truppen im Vorraus einen Bonus (Kriegslied, Ansprache, herrschaftliches Reiten, sogar Iaido) und leitet die Feintaktik, ein etwas weitreichenderer Einfluss
Schnetzer - der wutschnaubende Zwerg, der 12 Orks alleine schnetzt und damit die ängstlichen Menschlinge dazu anregt, ihn nachzuahmen, ein eher lokaler Einfluss, dafür stark
Bote/Kommandeur - sorgt dafür, dass der Nachschub stimmt, dass die richtigen Truppen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sind. regeltechnisch verschiebt er Einheiten auf dem Schlachtfeld und minimiert Verluste - Verletzte zurückschicken/decken sorgt z.B. dafür, dass obwohl ein einzelner Bursche nur 30 HP hat, der Verlust an Truppen mit 40 HP berechnet wird
Bombardeur - ballert mit Feuerbällen und anderen Massenzaubern die dann endlich mal ihre volle Wirkung entfalten


Ansonsten, vielleicht isses auch ganz witzig, den Spielern die Taktik in die Hände zu geben, denn in echten Schlachten ist die ebenfalls sehr wichtig - richtige Einheiten mit richtiger Taktik können bedeutsamer sein als Truppengrößen. Einer überraschten Armee seitlich mit schweren Reitern in die Flanke zu fallen kann deren Tod bedeuten, auch wenn es 300 Mann zu Fuß in der Armee sind und nur 80 angreifende Reiter (ist natürlich stark Stilfrage - ein typischer Warhammer-Spieler wird das anders sehen als ein Reenacter mit historisch korrekten Einheiten)

YY:

--- Zitat von: XOR am 26.05.2010 | 20:27 ---Ansonsten, vielleicht isses auch ganz witzig, den Spielern die Taktik in die Hände zu geben, denn in echten Schlachten ist die ebenfalls sehr wichtig - richtige Einheiten mit richtiger Taktik können bedeutsamer sein als Truppengrößen.

--- Ende Zitat ---

Je nachdem, von welcher Armee und welcher Zeit bzw. welchen technischen und taktischen Umständen man spricht, ist mit Taktik aber auch nicht so viel...

Insbesondere in der Antike und im Mittelalter waren die Einflußmöglichkeiten sehr begrenzt, wenn erst einmal der Nahkampf begonnen hatte.

Da kann man noch so Sachen machen wie zurückgehaltene Reserven günstig einsetzen usw., aber direkten Einfluss auf im Gefecht stehende Einheiten hat man dann nur noch sehr begrenzt.


Mir gefällt es ja gerade bei großen Gefechten, den Spielern ein Stück weit das Gefühl zu vermitteln, dass sie trotz "Heldenbonus" usw. den Ereignissen zum Teil hilflos ausgesetzt sind und die SCs gar nicht so richtig durchblicken, was grad abgeht.

Da sind mir zu detaillierte taktische Einflussmöglichkeiten (die dann auch lang und breit OOC durchgekaut werden) in vielen Settings und Situationen eher Hindernis als Hilfe.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: XOR am 26.05.2010 | 20:27 ---Imho sollte gerade die Moral heftig betont werden.
--- Ende Zitat ---
Ich finde Moral im Allgemeinen auch recht wichtig.

ABER:
stark betonte Moral wäre schon ein eigenes Regelsystem und kein einfacher Regelaufsatz mehr.

Wenn man auf starke Moral wert legt, kann man ja ein Regelsystem verwenden, das bereits Moralregeln verwendet. (Mein Regelsystem ist eher darauf angelegt, bestehende Moralregeln zu nehmen und diese dann auf Truppen zu übertragen. Nicht darauf, neue zu entwickeln.)

Aber wir können in einem neuen Thread gerne Moralregeln entwerfen. (Ich würde dann von hier aus darauf verlinken.)


--- Zitat von: YY am 26.05.2010 | 20:49 ---Insbesondere in der Antike und im Mittelalter waren die Einflußmöglichkeiten sehr begrenzt, wenn erst einmal der Nahkampf begonnen hatte.
--- Ende Zitat ---
Die Frage ist halt, wie immersiv-realistisch man es spielen möchte.

Da gibt es im Prinzip mehrere Möglichkeiten:
1) Ich spiele nur den Feldherren und diesen realistisch.
2) Ich spiele nur den Feldherren, aber eher cineastisch bzw. so, wie man es aus Computerspielen kennt.
3) Ich spiele sehr viele Chars, wobei jeder Char für sich wiederum realistisch handelt. (Hier hat der Spieler einen großen Einfluss auf die Truppen, während der Haupt-SC kaum Einfluss besitzt.)

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