Pen & Paper - Spielsysteme > Savage Worlds Conversions
Das wilde Aventurien
Tsu:
Hm... Warum eigentlich aus dem Kampf fernhalten? So rein vom Style her, würde ich es nett finden, wenn eine Hexe grade so auf der Flucht nach verlorenem Kampf und vertrieben von den Schützlingen des Oberbösewichts, ihm noch einen Fluch an den Kopf knallt... aber ich bin auch kein eingefleischter DSA´ler, kenne mich nicht so aus... auf meinen Boxen steht noch Schmidt Spiele *g*
Was den Missbrauch angeht: Es muss ein Benni ausgegeben werden, für etwas was nicht einmal zu 100% gelingt (siehe Eigenschaft senken, vergleichende Probe). Das ist schon ein stolzer Preis, und grade in Kämpfen wo es drauf ankommt... sind Bennies lebensrettende Ressourcen. Machtpunkte steigen vom Pool her mit der Entwicklung eine Charakters, Bennieanzahlen nur sehr selten. Das ist abzuwägen und wahrscheinlich Geschmackssache. Trotzdem guter Einwand...
mfg
Tsu
Harlan:
--- Zitat von: Tsu am 19.10.2010 | 13:13 ---Es muss ein Benni ausgegeben werden, für etwas was nicht einmal zu 100% gelingt (siehe Eigenschaft senken, vergleichende Probe).
--- Ende Zitat ---
Ah, der Bennie soll ausgegeben werden, BEVOR die Macht gewirkt wird. Das mindert ja dann auch gleich die Chance, den Fluch mit weiteren Bennies druchzusetzen.
Was noch nicht angesprochen wurde: das Aufrechterhalten von Eigenschaft senken führt nach der der dritten Runde eigentlich zu einem Abzug auf die arkane Fertigkeit von -1. Ich nehme an, dass mit dem Ausgeben des Bennies auch dieser Effekt entfallen soll.
Ich bin übrigens - Bennie hin oder her - dafür, dass die Wirkungsdauer spätestens beim nächsten Neumond endet, wenn nicht vorher eine von der Hexe gewählte Bedingung eintritt. Eine unbegrenzte, bzw. nur vom Willen der Hexe abhängige Dauer kommt mir problematisch vor.
Man bedenke, dass auch Spielercharaktere in dieser Weise verflucht werden könnten (nur mit den Wildcard Bennies der jeweiligen Hexe ?) - und dass es ziemlich frustrierend sein kann, lange intime mit solchen debuffs rumzulaufen.
Yehodan ben Dracon:
--- Zitat von: Harlan am 19.10.2010 | 13:40 ---Man bedenke, dass auch Spielercharaktere in dieser Weise verflucht werden könnten (nur mit den Wildcard Bennies der jeweiligen Hexe ?) - und dass es ziemlich frustrierend sein kann, lange intime mit solchen debuffs rumzulaufen.
--- Ende Zitat ---
Sehr wichtiges Argument.
Das Problem mit den Bedingungen ist von uns ja bislang als Einschränkung der Ausprägung behandelt worden.
Eigentlich ist die Bedingung inGame aber das Ziel: Man verflucht jemanden, um etwas bestimmtes zu erreichen.
Genügt es für Flüche dann nicht, eine Ausprägung für Eigenschaft stärken: Einschüchtern oder Marionette zu behandeln?
Bsp.
Marionette (Ausprägung: Fluch)
Das Opfer wird zu einem bestimmten Handeln gedrängt, bleibt aber selbstbestimmt. Für jeden Tag, dem er sich der Macht widersetzt erleidet er XY (noch festzulegende Folge). Die Macht dauert dafür, statt in Runden, in Tagen.
Harlan:
--- Zitat von: Yehodan ben Dracon am 19.10.2010 | 13:45 ---Genügt es für Flüche dann nicht, eine Ausprägung für Eigenschaft stärken: Einschüchtern oder Marionette zu behandeln?
--- Ende Zitat ---
Eigenschaft stärken: Einschüchtern - ja sicher!
Marionette: eher nicht, oder nicht ganz so, wie Du vorschlägst. Denn Puppet kommt ja eigentlich so herrlich simpel daher: arkane Fertigkeit gegen die Willenskraft - FFF. Das ist echter Zwang, das Opfer kann nicht anders, oder glaubt dies zumindest - und handelt entsprechend. Diese Vorstellung kann man natürlich auch durch ein Fluch-Trapping erzeugen ("... oder Du wirst ein Frosch!"), aber für mein Verständnis von Puppet ist es wichtig, dass das Opfer effektiv nicht mehr die Wahl hat, irgendwelche Konsequenzen in Kauf zu nehmen.
Yehodan ben Dracon:
Aber nur durch die (Trappinggemäße) Einschränkung der Wirkung kann man doch andere Komponenten (hier: Wirkungsdauer) verbessern.
Vergleichbares Beispiel:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Ein Spieler möchte eine Macht haben, mit der er Gegenstände zerstören kann, aber keine Lebewesen. Als Basis dient Geschoss. Dafür, dass er den Zielkreis freiwillig so stark einschränkt, einigen sich Spieler und eSeL darauf, dass der Schaden auf 2W8 steigt (+W8 bei Steigerung oder erhöhten Machtpunkten).
Hier stellt sich m.E. eine Weiche: Entweder man möchte einen Fluch als Racheakt sehen, ohne die Möglichkeit, eine Bedingung daran zu knüpfen, oder es ist eine "Erpressungsmethode". Im letzteren Fall würde ich zu Marionette tendieren, weil es im Kern genau das zum Ziel hat: Jemanden zu einer Handlung bringen.
Eine bloße Racheaktion würde ich mit einem Ritualtalent wie oben dargestellt abbilden, in dem nicht durch Mächte abbildbare langfristigere Schäden (von mir aus bis zur Sonnenwende oder so) angerichtet werden.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln