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Das Letzte Einhorn - Düster?

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Teylen:
Also bei Watership Down erinnere ich mich da eigentlich nur an die Szene mit dem Kaninchen Bau die mir als Kind zu brutal vorkam.

Bei dem Letzten Einhorn waren es mehrere Sachen, wie der Angriff des Baums auf Schmendrik, der riesige rote Stier und der eher verstoerende Haggard. Wo ich meine das mir, beim ersten sehen, auch ein gutes Stueck des Plots entging.

Niniane:
"Düster" würde ich jetzt nicht sagen.. nur sehr sehr traurig.
Ich bekomm ja jetzt immer noch, wenn ich ihn sehe, Tränen in die Augen bei der Stelle mit Molly Grue..

Aber ich hab den auch als Kind schon gesehen, nur als ich älter wurde, hab ich dann auch besser verstanden, warum das Einhorn sich so vehement wehrt gegen den Zauber.

Falcon:
Düster würde ich nicht sagen. Ich fand ihn faszinierend. Und ich war früher sehr sensibel, konnte mir mit ~8 den 1976er King Kong nicht angucken und habe sogar vom Schwarzen Loch Alpträume bekommen. Das Finale von Indiana Jones war mir auch zu viel.

Nicht so beim Letzten Einhorn. Da konnte ich bei der Harpye schon nicht weggucken. Der war einfach Popkulturmythos. In den 80igern war jede Fantasy irgendwie düster oder grau, selbst die etwas lustigeren Filme (wie Willow oder Herr der Ringe z.b.). Das macht für mich auch heute noch den Reiz aus und schlägt sich bis zu den Vorzügen beim RPG Artwork nieder. Und das letzte Einhorn war sicher mit ein Initialzünder für mein Fantasyinteresse.

Ab 6 ist völlig i.Ordnung. Da sind solche Filme auch noch ein bisschen Abenteuer. Ausserdem fand ich die Sprache im Film früher irgendwie atmospährisch und "bedeutungsvoll" ;)
"dafür sind Helden da".
"Magie, tu' was du willst".
Das war großartig.

Wenn der Wind weht habe ich als ernsthaften Film damals nicht begriffen, infolgedessen fand ich ihn auch nicht düster.

Und hey, wer mit ~8 Jahren Return to Oz oder Krull überstanden hat, den Schrecken solche KINDERfilme nicht mehr ;)
Da wurde einem irgendwie mehr zugemutet aber geschadet hat es trotzdem nicht.

alexandro:
Das Einzige was mich ein wenig gegruselt hat als Kind war seltsamerweise das betrunkene Skelett.

Nicht die Harpiye, nicht der Rote Stier, sondern eine Szene die im Nachinein eher amüsant-slapstickhaft wirkt.

Imion:
Kann mich noch erinnern, dass ich damals Haggard (Mr. Lee, yay :d) und die Harpyie als recht gruselig empfunden habe. Ansonsten eine willkommene Abwechslung von der sonst so dominierenden klaren Gut/Böse Abgrenzung. Dieser, zugegeben etwas auf kindgerecht gemachte 'Shades of Grey' Ansatz in den Characterisierungen macht(e) für mich einen grossen Teil der Anziehungskraft des Films aus. Düster? Bis zu einem gewissen Grad ja aber wie schon gesagt wurde gibt es da auch noch andere, die das mehr ausschlachten (Watership Down, Animal Farm).

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