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[Aus Supernatural]Synchronisierungen Pro - Kontra
korknadel:
--- Zitat von: Teylen am 18.11.2010 | 10:05 ---Nun und imho haben Filme ein durchaus sehr konkretes Zielpublikum im jeweiligen Land und mit Bezug zur jeweiligen Mutter Sprache. Das abstreiten zu wollen ist imho recht absurd.
--- Ende Zitat ---
Dann muss ich mich mal wieder in die unangenehme Lage begeben, in Deiner "humble opinion" als absurd dazustehen, denn es gibt massenhaft Filme, die kein konkretes Zielpublikum haben. Gerade im Bereich des "Autorenkinos" oder des Inidiefilms werden Filme oft in erster Linie für die einschlägigen internationalen Filmfestivals gedreht. Und -- okay, da kenne ich mich eben ein wenig besser aus, weil mich das näher interessiert -- zum Beispiel aus Israel kommen viele, viele Filme, die mehrsprachig sind, und zwar aus den von mir genannten Gründen, die teilweise in Israel gar nicht oder auch dort nur auf Festivals gezeigt werden. Die Regisseure haben von vornherein ein internationales Publikum im Visier und nicht die hebräisch sprechenden Einwohner ihres Heimatlandes. (Nebenbei werden viele israelische Filme auch auf russisch untertitelt, weil viele russische Einwanderer kaum hebräisch können und dennoch als "Zielpublikum" gedacht sind. (Aus diesem Grunde wird pbrigens auch sehr oft russisch gesprochen und für die Nicht-Russen hebräisch untertitelt) Gerade in Ländern, die große Einwanderungsbevölkerungen haben oder mehrsprachig sind, wird es schwierig, mit Zielpublikums zu operieren).
@Topic allgemein:
Auch auf die Gefahr hin, hier das Musterbeispiel des Originalsprachennazis abzugeben, aber ich verstehe in der ganzen Diskussion hier nicht das Herumreiten auf Englischkenntnissen. Die sind doch bei OmU ziemlich schnuppe. Ich jedenfalls habe auch großen Spaß an Filmen in Sprachen, die ich nicht verstehe, solange ich einen UT in einer Sprache dabei habe, die ich verstehe. Inwiefern mich das wieder arrogant oder sonstwie hypig macht, mag entscheiden, wer Spaß daran hat.
Die Vorzüge von Originalversionen gegenüber Synchronisationen könnten ja vielleicht auch gar nichts damit zu tun haben, das irgendwelche Leute sich besser vorkommen als andere, und diese wiederum sich in ihrer intelektuellen Ehre gekränkt fühlen müssen. Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass ich in einer synchronisierten Fassung einen Film sehe, der verändert wurde. Vielleicht will ich das aber nicht. Vielleicht will ich eben genau den Film sehen, den die "Macher" produziert haben. Und vielleicht will ich aus eben diesem Grund auch lieber die quäkige Originalstimme der Hauptdarstellerin hören und nicht die viel bessere, viel tollere Stimme der Synchronsprecherin. Einfach, weil mich interessiert, wie sich der Film im Original anhört, weil ich hören will, was der Regiesseur gehört hat. Sehr gern würde ich das in der Literatur auch so handhaben, aber dazu braucht es tatsächlich Sprachkenntnisse jenseits meines Horizonts. Im Film aber habe ich ja die feine Möglichkeit, mir durch UT zu behelfen.
Deshalb: Weil ich es kann (dank der UT), schaue ich Filme lieber so, wie sie gedreht und/oder veröffentlicht wurden.
Teylen:
--- Zitat von: korknadel am 29.11.2010 | 10:22 ---Dann muss ich mich mal wieder in die unangenehme Lage begeben, in Deiner "humble opinion" als absurd dazustehen, denn es gibt massenhaft Filme, die kein konkretes Zielpublikum haben.
--- Ende Zitat ---
Dir ist schon bewusst das ich das Zielpublikum rein auf die Sprache beziehe?
Nun und was das betrifft so haben m.E. die Autoren, gerade in mehrsprachigen Laendern, durchaus im Kopf fuer wenn der Film nun sprachlich verstaendlich ist und fuer wenn eben nicht. Das heisst die entscheiden sich ganz bewusst ob, in Bezug auf Belgien, die Leute in dem Film nun flaemisch sprechen, AN, franzoesisch oder vielleicht doch englisch.
Nun und auch del Toro wird keinen hundertseitigen Wuerfel geworfen haben und dann gesagt "Gut, Pan's Labyrinth auf spanisch, Hellboy auf englisch,..."
--- Zitat ---Gerade im Bereich des "Autorenkinos" oder des Inidiefilms werden Filme oft in erster Linie für die einschlägigen internationalen Filmfestivals gedreht.
--- Ende Zitat ---
Wo die meisten nunmal englisch sprechen.
--- Zitat ---Nebenbei werden viele israelische Filme auch auf russisch untertitelt, weil viele russische Einwanderer kaum hebräisch können und dennoch als "Zielpublikum" gedacht sind.
--- Ende Zitat ---
Allez, also haben sie dennoch auf einmal ein Zielpublikum :P
--- Zitat ---Auch auf die Gefahr hin, hier das Musterbeispiel des Originalsprachennazis abzugeben, aber ich verstehe in der ganzen Diskussion hier nicht das Herumreiten auf Englischkenntnissen. Die sind doch bei OmU ziemlich schnuppe.
--- Ende Zitat ---
Sind sie nicht, weil mit dem Englischen einhergeht das man die Sprache (im idealfall) spricht und mit der Kultur in England oder auch Amerika vertraut ist, das heisst auch Sprachnuancen einordnen kann.
Was bei anderen Sprachen die man kaum bis gar nicht spricht schwieriger ist bis fast unmoeglich.
Das heisst wenn da jemand schwedisch vor sich her redet kann ich keinerlei Wortspiele, Feinheiten und nur die groebsten Gefuehlsregungen raushoeren und die teilweise selbst nur geraten.
Da wird jegliche sprachliche Feinheit durch das Sprachunverstaendnis abgeschlachtet.
Der Inhalt steht zwar (hoffentlich) noch in den Untertiteln aber der Rest fehlt.
--- Zitat ---Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass ich in einer synchronisierten Fassung einen Film sehe, der verändert wurde.
--- Ende Zitat ---
Naja die Untertitel stellen durchaus auch eine optische Veraenderung da.
Vom Inhalt - der teilweise nur noch rudimentaer mit dem was gesagt wurde zu tun hat - ganz zu schweigen.
Ranor:
Die Qualität von Untertiteln schwankt auch massiv. Ich habe beim diesjährigen Dokfilm-Festival in Leipzig bspw. "Ghaza on Air" gesehen - da waren die Untertitel wirklich unterirdisch und ich habe einige Passagen des Films einfach nicht verstanden.
Auch bei Kauf-DVD´s von "normalen" Filmen kommt das immer mal wieder vor...
korknadel:
--- Zitat ---Zitat
--- Zitat ---Gerade im Bereich des "Autorenkinos" oder des Inidiefilms werden Filme oft in erster Linie für die einschlägigen internationalen Filmfestivals gedreht.
--- Ende Zitat ---
Wo die meisten nunmal englisch sprechen.
--- Ende Zitat ---
Was willst Du damit sagen? Dass dort deshalb alle Filme auf Englisch gezeigt werden? Das ist doch aber gerade nicht der Fall. Die meisten nicht aus englisch-sprachigen Ländern stammenden Filme dort werden in der oder den Originalsprachen mit englischen UT gezeigt. Und beim Filmemachen ist den Machern der Umstand, dass die Festival-Zuschauer englisch können, doch völlig egal.
--- Zitat ---Zitat
--- Zitat ---Nebenbei werden viele israelische Filme auch auf russisch untertitelt, weil viele russische Einwanderer kaum hebräisch können und dennoch als "Zielpublikum" gedacht sind.
--- Ende Zitat ---
Allez, also haben sie dennoch auf einmal ein Zielpublikum Tongue
--- Ende Zitat ---
1. habe ich das "Zielpublikum" mit Absicht in "" gesetzt, Du kannst die Zunge also ruhig stecken lassen.
2. Auch hier wieder Deine eigene Argumentation: Obwohl die Macher Russen durchaus als "Zielpublikum" anvisieren, werden die Filme deswegen ja nicht auf russisch synchronisiert oder gar gedreht. Von daher braucht es doch hinsichtlich der Sprache(n) gar keine Rolle zu spielen, für welches Publikum ein Film gedreht wird. Die Auswahl der Sprachen kann stattdessen einfach nach den Gegebenheiten der Handlung erfolgen.
Teylen:
--- Zitat von: korknadel am 29.11.2010 | 11:42 ---Was willst Du damit sagen?
--- Ende Zitat ---
Das die Filme auf englisch gedreht werden weil der uerberwiegende Grossteil des Publikums englisch spricht.
Genauso wie Filme auf spanisch gedreht werden oder aramaeisch oder Maya Dialekt weil der Autor erwartet das das englischsprachige Publikum es toll finde.
--- Zitat ---Das ist doch aber gerade nicht der Fall. Die meisten nicht aus englisch-sprachigen Ländern stammenden Filme dort werden in der oder den Originalsprachen mit englischen UT gezeigt. Und beim Filmemachen ist den Machern der Umstand, dass die Festival-Zuschauer englisch können, doch völlig egal.
--- Ende Zitat ---
Bei Film Festivals ist es imho groesstenteils eine Frage des Budget.
--- Zitat ---1. habe ich das "Zielpublikum" mit Absicht in "" gesetzt, Du kannst die Zunge also ruhig stecken lassen.
--- Ende Zitat ---
Die " retten aber nichts mehr :P
--- Zitat ---2. Auch hier wieder Deine eigene Argumentation: Obwohl die Macher Russen durchaus als "Zielpublikum" anvisieren, werden die Filme deswegen ja nicht auf russisch synchronisiert oder gar gedreht. Von daher braucht es doch hinsichtlich der Sprache(n) gar keine Rolle zu spielen, für welches Publikum ein Film gedreht wird. Die Auswahl der Sprachen kann stattdessen einfach nach den Gegebenheiten der Handlung erfolgen.
--- Ende Zitat ---
Offensichtlich gab es nicht genug Russen als das es sich finanziert haette das ganze in russisch zu drehen.
Respektive waren diese nunmal nicht das Zielpublikum.
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