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Regeneration vs. Heiltränke (war: OT zu Deus Ex 3)

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Yerho:

--- Zitat von: Bluerps am  8.06.2010 | 11:47 ---Das mag ja sein, aber das macht es nicht automatisch gut. Bezogen auf HP-Regeneration ist das nämlich oft nur sinnlose Beschäftigungstherapie.
--- Ende Zitat ---

Für mich gehört dazu, das der Sammeltrieb ebenfalls befriedigt wird. Viele - VIELE! - unterschiedliche und irgendwie und irgendwo nützliche Items (vorzugsweise auch noch einwandfrei ausbalanciert) sind für mich ein Grund, mir ein CRPG genauer anzuschauen. Meines Erachtens ignorierst Du komplett, das Mikromanagement nicht unbedingt einen Zweck erfüllen muss, sondern auch reiner Selbstzweck sein kann - nämlich für alle jene, die so etwas gerne spielen.


--- Zitat ---Ein schönes Beispiel ist der beliebte Spielmechanismus des Rastens - kommt in so gut wie allen klassischen CRPGs vor, ist aber im Wesentlichen das gleiche wie AutoReg.
--- Ende Zitat ---

Eigentlich müsstest Du Dich jetzt bereits deshalb selbst kasteien, weil Dir jedes Gespür für Lagerfeuer-Romantik fehlt! >:(  ;)

Die meisten guten (!) CRPGs handhaben das Rasten zudem anders. Die dafür aufgebrachte Zeit ist relevant, weil inzwischen Ereignisse stattfinden, die man versäumt; mindestens aber muss man als "Strafe" die Repopulation der Umgebung mit Gegnern hinnehmen. Bei der Wizardry-Reihe habe ich mir beispielsweise sehr genau überlegt, wann ich wie lange raste, weil es da echt hart ist, bestimmte Areale noch einmal gegnerverseucht zu durchqueren. Häufig ist es auch so, dass man gar nicht überall und jederzeit rasten kann; mindestens muss die Umgebung befriedet sein, eventuell kann man auch nur an bestimmten sicheren Orten rasten oder benötigt dazu erst bestimmte Items/Ressourcen.

Natürlich lassen sich negative Beispiel finden. Das halte ich aber nicht für statthaft, weil sich für jeden Mechanismus in jeder Spielumgebung negative Beispiele finden lassen.


--- Zitat ---Die RPG-Elemente in Deus Ex waren demnach die Implantate und die Skills - nicht das Inventory.
--- Ende Zitat ---

Darüber können wir vermutlich ebenfalls ewig diskutieren, weil wir es einfach unterschiedlich empfinden und für unsere jeweiligen Standpunkte immer wieder triftige Argumente finden werden.

Allein die Überlegungen, ob ich bei begrenzter Inventargröße nun die GEP-Gun oder den Flammenwerfer mitnehme, oder ob ich auf eine Sorte Granaten verzichte, damit dieser sperrige, aber praktische Dragon's Tooth noch reinpasst, hat viel zum Feeling bei DX beigetragen. Ich war ein verdammter Agent, und Agenten sammeln Waffen wie Eichhörnchen Nüsse, verdammt nochmal! ;D


--- Zitat von: YY am  8.06.2010 | 16:57 ---Gerade bei Deus Ex waren HP für mich nicht so das Thema, obwohl ich da schon regelmäßig mit der groben Kelle vorgegangen bin - dank Regenerationsimplantat und angehäuften Medikits.
--- Ende Zitat ---

Dass das funktioniert hat, lag aber auch daran, das der Shooter-Anteil von DX eher rudimentär war. Wen man sich nicht gerade im Schwierigkeitsgrad "Realistic" direkt vor eine Gruppe Gegner gestellt hat, um zu versuchen, diese in Arcade-Manier auszuschalten, konnte man praktisch in Feuergefechten nicht sterben. Die Action war noch eher statisch und das Spiel hat über Dialoge auch immer versucht, den Spieler zu subtilem Vorgehen zu animieren. Teilweise gewann man den Eindruck, es sollte sich gar nicht als Shooter spielen lassen, denn anders kann ich mir nicht erklären, warum zuweilen nicht einmal ein komplettes Sturmgewehr-Magazin ausreichte, um im Haudrauf-Verfahren jemanden umzunieten. ;)


--- Zitat ---Rein gefühlsmäßig ist mir für RPGs ein "altmodisches" Medikit-Modell lieber als AutoReg, aber wirklich spielerisch relevant finde ich das nicht.
--- Ende Zitat ---

Mir geht es letztlich auch nur um das (genauer: um mein) Spielgefühl. Schließlich spiele ich nicht als Analyst, sondern möchte im Spiel das erleben, was mir gefällt. Und dann ist es gleichgültig, ob zwei Dinge unter bestimmten Umstände die gleiche Funktion erfüllen, sofern mir eines dieser Dinge mehr zusagt.

Übrigens: Die Autoregeneration über ein Implantat, das man erst einmal haben musste und dessen Anwendung Energie (-zellen) kostete, fand ich noch mit am schönsten. Ich vertrete generell die Auffassung, dass alles, was eine Spielerleichterung in einem Aspekt ist, in einem anderen Aspekt "Nachteile" oder "Kosten" verursachen sollte, die sich ebenfalls spielerisch lösen bzw. bestreiten lassen. Idealerweise natürlich so, dass selbst der zu zahlende Preis für Abwechslung und somit für weiteren Spielspaß sorgt.

YY:

--- Zitat von: Knuddeloffensive am  8.06.2010 | 18:55 ---anders kann ich mir nicht erklären, warum zuweilen nicht einmal ein komplettes Sturmgewehr-Magazin ausreichte, um im Haudrauf-Verfahren jemanden umzunieten. ;)

--- Ende Zitat ---
Das lag nur daran, dass das Sturmgewehr (bis auf die Granaten) einfach total nutzlos war. Ich glaube, die haben beim Schaden einfach nur eine 0 vergessen (20 statt 2...).

Hab das Ding auch nie benutzt - Sturmschrotflinte und SSG, und den Commandobots habe ich meist den Drachenzahn ins Hirn gehauen  8]


--- Zitat von: Knuddeloffensive am  8.06.2010 | 18:55 ---Die Autoregeneration über ein Implantat, das man erst einmal haben musste und dessen Anwendung Energie (-zellen) kostete, fand ich noch mit am schönsten. Ich vertrete generell die Auffassung, dass alles, was eine Spielerleichterung in einem Aspekt ist, in einem anderen Aspekt "Nachteile" oder "Kosten" verursachen sollte, die sich ebenfalls spielerisch lösen bzw. bestreiten lassen. Idealerweise natürlich so, dass selbst der zu zahlende Preis für Abwechslung und somit für weiteren Spielspaß sorgt.

--- Ende Zitat ---

Da kann ich jetzt einfach mal zustimmen :)

Das Schöne an den Implantaten war auch, dass einem die Wahl zwischen verschiedenen Optionen für den jeweiligen Slot teilweise verdammt schwer fiel.

Im Multiplayer war das dagegen alles umgestellt und 90% waren totale No-Brainer - laaaangweilig.

Bluerps:

--- Zitat von: Knuddeloffensive am  8.06.2010 | 18:55 ---Für mich gehört dazu, das der Sammeltrieb ebenfalls befriedigt wird. Viele - VIELE! - unterschiedliche und irgendwie und irgendwo nützliche Items (vorzugsweise auch noch einwandfrei ausbalanciert) sind für mich ein Grund, mir ein CRPG genauer anzuschauen. Meines Erachtens ignorierst Du komplett, das Mikromanagement nicht unbedingt einen Zweck erfüllen muss, sondern auch reiner Selbstzweck sein kann - nämlich für alle jene, die so etwas gerne spielen.
--- Ende Zitat ---
Kram sammeln tu ich auch gern. Ich bastel auch gerne ne Stunde an meiner Ausrüstung rum, bis ich die richtigen Mali mit den richtigen Boni ausgeglichen habe - aber ein RPG kann mir auch auf andere Arten Spaß machen. HP-Regeneration ist davon aber nochmal unabhängig, weil ich da alle klassische Mechanismen im Schnitt für suboptimale Lösungen halte.


--- Zitat ---Die meisten guten (!) CRPGs handhaben das Rasten zudem anders. Die dafür aufgebrachte Zeit ist relevant, weil inzwischen Ereignisse stattfinden, die man versäumt; mindestens aber muss man als "Strafe" die Repopulation der Umgebung mit Gegnern hinnehmen. Bei der Wizardry-Reihe habe ich mir beispielsweise sehr genau überlegt, wann ich wie lange raste, weil es da echt hart ist, bestimmte Areale noch einmal gegnerverseucht zu durchqueren.
--- Ende Zitat ---
Das macht doch aber auch wirklich nur die Wizardry Reihe, oder nicht? Might & Magic vielleicht, aber da kommen Monster, glaub ich, nur wieder wenn man eine andere Region betritt... oder sogar gar nicht? *kopfkratz* Ist eine Weile her. :P
Standard ist auf jeden Fall, das Rasten mit der Chance auf eine Zufallsbegegnung (soll heißen: Quicksave vor dem Rasten) bestraft wird, aber ansonsten keine Konsequenzen hat.

Ansonsten: Ja. Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Mich hat im Wesentlichen diese Aufteilung in "stumpfe" arcade-Action und "komplexes" taktik-RPG anhand der AutoReg gestört, weil das einfach nicht stimmt.


Bluerps

Yerho:

--- Zitat von: Bluerps am  8.06.2010 | 20:34 ---Ansonsten: Ja. Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Mich hat im Wesentlichen diese Aufteilung in "stumpfe" arcade-Action und "komplexes" taktik-RPG anhand der AutoReg gestört, weil das einfach nicht stimmt.
--- Ende Zitat ---

Öhem, das war dann wohl mein Fehler. :-[
Ich hätte vermutlich deutlicher herausstellen sollen, dass ich die Extreme herausstreichen wollte, um dann wieder zu Deus Ex und damit auf ein gutes Beispiel für Mischungen zurückzukommen.

Per se "stumpfe" Arcade-Action gibt es sowieso nicht. Wer hat nicht Stunden mit diversen Vertikal-Shootern verbracht, gegen die das an sich überschaubare Cod:MW2 als ein Musterbeispiel an Komplexität gelten darf. ;) 

Bluerps:
Och naja, eigentlich find ich das bei denen die Stumpfheit sogar der Reiz ist. Einfach nur reagieren, sonst nix. :)


Bluerps

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