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[Film]John Carter of Mars

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Yerho:
Der neue Trailer hat bei mir die hoffnungsvollen Erwartungen, die der erste Teaser hinterlassen hat, irgendwie komplett zerstört.

Nach neuer Beurteilung kann's bestenfalls noch ein 08/15-No-Brainer aus dem Hause Disney werden, der mit etwas Glück und ein paar Promille intus wenigstens für 'nen DVD-Abend taugt ...

Whisper666:
Wieso, ist doch reines Marketing.


--- Zitat ---Generell ist «John Carter» ein toller Stoff für genaue Untersuchungen des Marketingprozess in Hollywood: Um das jüngere, männliche Publikum nicht zu verschrecken, wurde der Titel «A Princess of Mars» in «John Carter of Mars» geändert. Dieser missfiel aber der weiblichen Zielgruppe, so dass man ihn auf «John Carter» kürzte. Der erste Trailer wies zudem stark auf die emotionalen Untertöne der Geschichte hin, während der zweite Trailer mit seinem wuchtigen Cover des Rockklassikers „Kashmir“ und seiner effektlastigeren Action wieder stärker auf die männlichen Jugendlichen abzielt.
--- Ende Zitat ---

Quelle: quotenmeter.de

Uebelator:
So, gestern war ich drin....

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Es war einmal eine Prinzessin, deren Vater über ein fernes Land namens Mars herrschte, wo es offenbar immer so heiss war, dass selbst die Palastwachen bauchfreie Rüstungen tragen mussten. Die Prinzessin hatte den ganzen Tag nicht wirklich viel zu tun und so beschloss sie eines Tages, eine Lampe zu bauen, die blau leuchtet. Sie selber nannte das Forschung, aber der König konnte mit einer blauen Lampe so gar nichts anfangen. Und so musste er betrübt feststellen, dass seine Tochter so talent- und profillos war, dass man sich selbst nach zwei Stunden Film ihren Namen nicht merken konnte. Daher beschloss der König, die Prinzessin mit einem Krieger zu verheiraten, der eh gerade in der Gegend war und damit drohte, das Königreich anzugreifen. Doch der Krieger war böse und gemein und sah obendrein relativ bescheuert aus und deswegen ergriff die Prinzessin noch am selben Tag die Flucht aus dem Palast.
Mit ihrem fliegenden Luftschiff düste sie über Berge und Täler direkt zu den sieben Bergen, mit den sieben Zwergen und stürzte prompt ab.
Doch ein tapferer Soldat aus dem fernen Land Erde, der sich in der Zwischenzeit mit einem Stamm vierarmiger, grüner Riesen angefreundet hatte, kam ihr zu Hilfe und rettete sie.
Und so zogen sie fortan zusammen durchs Land um... Ja.. Um was denn eigentlich zu tun? Das Land vom Bösen zu befreien... Oder so.
John Carter ist der neueste Streich aus dem Hause Disney, die uns schon so großartige Hits brachten wie “Flubber” oder “Zotti das Urviech”. Wie man schon im Trailer sehen konnte, gibt’s jede Menge Spezial-Effekte und computeranimierten Blödsinn zu sehen. Und das ganze in 3D!!! Wie es aber leider bei vielen Filmen in 3D der Fall ist, ist auch John Carter insgesamt ziemlich platt. Erzählt wird eine Geschichte, die man im Grunde genauso schon 1.000 mal auf der Leinwand gesehen hat. Ob nun in 10.000 BC, Avatar, Winnetou oder Der mit dem Wolf tanzt... Der Fremde Krieger trifft einen Stamm Wilder und rettet mit ihnen zusammen die Welt vor dem drohenden Bösen... Nur dass die Indianer hier eben 4 Arme haben und aus Eiern schlüpfen.

Insgesamt wars nett gemacht, aber die Disney´sche Extraportion Pathos hat gewaltig genervt. Weniger wäre mehr gewesen. Aber zu Glück haben sie nicht gesungen. Die Effekte waren ganz schick, die Kostüme albern, die Darsteller okay, aber die Charaktere waren einem trotzdem irgendwie egal. Ich wurde insgesamt ganz gut unterhalten und hab schon weitaus schlimmere Filme gesehen (Underworld:Awakening?). Der Superkracher ist John Carter aber nun wirklich ganz und gar nicht.

gunware:
Inwieweit hält es sich an der Buchvorlage?

Waldviech:
Ich sage mal: es hält sich recht mäßig an die Buchvorlage. War aber auch zu erwarten. Das wohl wichtigste:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Die Therns kommen im Film beispielsweise deutlich anders rüber als im Buch. Sie scheinen nicht von Barsoom zu kommen und sind so eine Art intriganter, unsterblicher "Formwandler", die irgendwie davon profitieren das Welten, die sie in ihren Klauen haben, untergehen. Auf der Erde sind sie anscheinend auch aktiv .Fand ich persönlich aber garnicht so schlimm. Ich habe mich sgar bei der Übverlegung erwischt, ob die oben verspoilerte Änderung nicht sogar etwas cooler ist als das Original, da sie in der Filmversion irgendwie die fieseren Arschlöcher darstellen - und das, wo die Therns im Original schon ekelig waren  ;D.Insgesamt fand ich den Film ziemlich angenehm. Popcornkino zur reinen Unterhaltung halt.

--- Zitat ---Erzählt wird eine Geschichte, die man im Grunde genauso schon 1.000 mal auf der Leinwand gesehen hat. Ob nun in 10.000 BC, Avatar, Winnetou oder Der mit dem Wolf tanzt... Der Fremde Krieger trifft einen Stamm Wilder und rettet mit ihnen zusammen die Welt vor dem drohenden Bösen... Nur dass die Indianer hier eben 4 Arme haben und aus Eiern schlüpfen.
--- Ende Zitat ---
OK, an dem Punkt habe ich mich nicht so sehr gestört, da ich die Buchvorlage kenne und schon länger wusste, dass John Carter nur darauf hinauslaufen kann - ansonsten wäre es kein John Carter.  ;)

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