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Fantasy Filmfest 2010
Boni:
--- Zitat von: Crimson King am 29.08.2010 | 00:02 ---The Wild Hunt kann ich nur empfehlen. Kanadas Film des Jahres 2009, und das wohl nicht zu Unrecht. Startet skurril-komisch, um mit der schrittweisen Eskalation auch die Stimmung immer weiter in Richtung Ernsthaftigkeit zu verschieben, und liefert dann ein emotional extrem hartes Ende.
--- Ende Zitat ---
Das klingt gut :d
Eigentlich will ich den ja nur sehen, weil beim Trailer schon wieder das schröckliche Ende der Larpszene heraufbeschworen wurde... ::)
Crimson King:
Das ist definitiv kein Anti-LARP-Film und er ist dementsprechend mit Monsters & Mazes nicht zu vergleichen.
Boni:
Aber der Larper an sich kultiviert ja gerne, wie alternativ und abgegrenzt zur restlichen Gesellschaft sein Hobby ist. Da muss das Feindbild ab und an auch mal konstruiert werden ;)
Crimson King:
Heute waren Chatroom und Kaboom! dran.
Chatroom ist ein durchaus ordentlicher Thriller um ein paar Jugendliche, die sich in einem Internet-Chatroom treffen. Einer von ihnen fängt an, die anderen zu manipulieren. Gelungen ist die Darstellung der Chatrooms als einzelne Zimmer eines Hotels und des Internets als Hotel an sich. Die Story konnte mich hingegen nicht so richtig packen.
Kaboom! ist eine sehr abgedrehte Parodie auf College-Filme, Supernatural und Illuminati, das alles auf Speed. Völlig sinnfrei, aber sehr unterhaltsam.
Vash the stampede:
He-ya zum zweiten Teil meiner Fantasy Filmfest Besprechung!
Chatroom
Eine Gruppe von Jugendlichen trifft sich in einem Chatroom. Sie alle haben ihre Probleme und Schwächen und suchen nach Halt und Hilfe. Was keiner von ihnen zunächst ahnt ist, dass einer von ihnen mehr vor hat. Dieser ist fasziniert vom Tod und versucht im Folgenden einen aus der Gruppe in den Selbstmord zu treiben.
Die Darstellung des Internets, seinen Gepflogenheiten und auch der Sprache habe ich bisher noch in keinem Film besser gesehen als in diesem. Die Chatrooms werden als kleine Zimmer in einem schäbigen Hotel gezeigt. Das hat auch den Vorteil, das die Darsteller während des Chats schauspielern können. Gruppenzwang ist ein zentrales Thema im Film, aber auch allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen.
Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut und die visuelle Umsetzung ist, wie schon erwähnt, sehr gelungen. Dass das Ende etwas mehr zu bieten hätte, verzeihe ich dem Film. Mir ist auch die Musik sehr im Ohr geblieben, weil der Film hier eine aktuelle wie auch gute Auswahl traf.
Fazit: Sehr guter Film übers Internet, seinen Gepflogenheiten und seinen Gefahren.
(8/10)
Kaboom
Ein junger Student kommt einer Verschwörung auf die Spur und trägt im folgenden zum Ende aller Dinge bei... kann und sollte man den Film so beschreiben? Ja, denn anderes fällt mir nicht ein.
Zum Film selbst: Was passiert, wenn ein Collegefilm um gut aussehende Jungschauspieler auf drogengeschwängerte und mit bissigem Humor unterlegte Gesellschaftskritik stößt und dabei neben L.Ron Hubbard auch Robert A. Wilson Illuminatus!-Trilogie liest? Richtig, Kaboom. Ein Protagonist, der alles mit nimmt, vor allem Sex mit beiderlei Geschlecht, dabei den Verstand zu verlieren droht und endlich seine höhere Bestimmung erfährt. Die Figuren um ihn herum sind nicht so viel besser. Sie alle treiben auf der Eisscholle namens Leben und diese schmilzt zum Schluss. Alle haben ihre Mitschuld und sind dabei zugleich Opfer. Und auch wenn der eine oder andere den Film etwas schockierend finden könnte, so muss ich doch sagen, das es der Film in meinen Augen nicht ist. Er ist eher wie die abgedrehte Version einer Scrubs-Folge mit einem anderem Schwerpunkt und mehr Sex. Dabei ist er aber nie schockierend oder überraschend. Verwirrend - ja, das schon eher. Aber das scheint auch gewollt.
Fazit: Lustiger Film, der gerne mehr wäre, aber währenddessen immerhin zu Unterhalten weiß.
(7/10)
EDITH sagt:
Hier noch ein Filmtipp, der im Rahmen der Kurzfilme auf dem FFF lief und mir empfohlen wurde. Ich möchte diese Empfehlung weiter geben:
The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon by Richard Gale
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