Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Konsequentes ("logisches") Setting für D&D (3.X)
slasar:
--- Zitat ---Soviel für den Anfang. Was meint ihr dazu, und was fällt euch noch dazu ein?
--- Ende Zitat ---
Das Setting von Eberron.
Tudor the Traveller:
Warum sollte ein Magier Interesse an Herrschaft haben? NUr weil er die Macht hätte, das durchzusetzen?
Imo sind Magier primär Forschertypen. Der Abenteurertyp oder Militärtyp sind eher die Ausnahme, denn die meisten Magier werden zu Beginn keine Lust haben, ihr Leben zu riskieren und sich entsprechend von der kämpfenden Abteilung fern halten. Und wenn ich ohnehin schon bei den Typen, die sicher im Turm sitzen, angekommen bin, warum sollte ich dann Zeit verschwenden, um einen langweiligen Feuerball zu lernen, wenn es auch spannendere oder nützlichere Zauber zu lernen gibt?
Magier wollen in erster Linie eines: Geld für ihre Forschung und ihre Zauber. Wenn sie sich zu sehr Politik und Herrschaft widmen mpssen, können sie vielleicht Geld bekommen, haben aber keine Zeit mehr, regelmäßig in ihre Bücher zu schauen.
Insofern halte ich ein "Graue-Eminenz" Szenario oder ein "Hofmagier" Szenario für wahrscheinlich.
Ein weiteres Szenario gäbees eventuell auch noch; ich nenn es mal das "Harry Potter" Szenario: Magier leben relativ abgeschieden oder unbeachtet vom Rest. Und da für jeden bösen herrschsüchtigen Magier auch ein guter gerechter Magier existiert, herrscht ein permanenter Kampf der guten gegen die bösen Magier. Da bleibt dann keine Zeit für Politik.
kalgani:
--- Zitat von: slasar am 10.09.2010 | 04:18 ---Das Setting von Eberron.
--- Ende Zitat ---
sehe ich genauso.
Hier wurde eine D&D Welt erschaffen wo von Anfang an bedacht wurde
das in dieser Welt Magie möglich ist und mit den "Articifier" direkt der
magische Handwerker als Klasse dazugestellt.
Was gegen die Magierherrschaft spricht ist auch, das diese nur wenig
zauber pro tag zur verfügung haben. Was passiert wenn dort 10K Personen
stehen und deinen Turm einreißen wollen??? Da sieht man auch als noch so
hochstufiger magier dumm aus!
Feuersänger:
Also, ich will mich jetzt mitnichten auf ein "Bartimäus"-Setting einschießen und behaupten, dass das das einzig logische wäre. Aber schon ein bißchen den Advocatus Diaboli spielen ;D
Ist aber vielleicht sowieso für D&D etwas unpassend, da Magier in B. ausschließlich eines können: Dämonen beschwören, die dann alles weitere erledigen. Die Macht eines Magiers bemißt sich also an der Fähigkeit, einen möglichst mächtigen Dämon unter Kontrolle halten zu können.
Entsprechend haben die Magier dort auch über Jahrhunderte kein Problem, die Bevölkerung gefügig zu halten: es gibt eine "Night Police" aus Werwölfen, außerdem patrouillieren ständig kleinere Dämonen, um jede Zusammenrottung im Keim zu ersticken.
Aber okay, wie gesagt, ist nicht zwingend. ABER das Bartimäus-Setting erscheint mir dennoch um Längen logischer und plausibler als das Harry-Potter-Setting. Da scheint die gute Frau ja des Öfteren zu vergessen, dass es überhaupt eine "Muggle"-Welt gibt.
Nunja, weiter im Text: wie man Zauberer wird. Ich hätte da schon gerne den Hintergrund im Einklang mit der Mechanik, und es gibt nunmal keine Regel, die es dem Fighter(3) verbietet, beim nächsten Levelup eine Stufe Wizard zu nehmen, _ohne_ die Kampagne für vier Jahre Studium unterbrechen zu müssen.
- Wizards: nur Intelligenz und Studium benötigt. Klar, das Studium kann Geld kosten, aber auch niedrigen Leveln ist es noch bezahlbar, und auf höheren Leveln, behaupte ich, finanziert es sich selbst.
- Clerics: nur Weisheit und Devotion benötigt; je nach Setup ist nichtmal unbedingt Glaube an eine bestimmte Gottheit erforderlich (das sind die, die ihre Domains frei aussuchen dürfen). Die Götter scheinen irgendwie jedem ihre Macht zu verleihen, der danach fragt.
- Sorcerer: hier könnte in der Tat ein angeborenes Talent erforderlich sein -- welches aber auch lange latent bleiben und erst irgendwann im Lauf der Karriere zu Tage treten kann.
Und so weiter.
Achja, Eberron muss ich mir wohl doch nochmal anschauen. Irgendwas daran hat mir nicht gepasst, aber ich weiß schon gar nicht mehr, was. Ist aber schon ca. 4 Jahre her.
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: Feuersänger am 10.09.2010 | 10:28 ---Aber okay, wie gesagt, ist nicht zwingend. ABER das Bartimäus-Setting erscheint mir dennoch um Längen logischer und plausibler als das Harry-Potter-Setting. Da scheint die gute Frau ja des Öfteren zu vergessen, dass es überhaupt eine "Muggle"-Welt gibt.
--- Ende Zitat ---
Ich meinte auch nicht, dass es genauso ist. Ich meinte den Aspekt, dass die Magier quasi eine Parallel-Gesellschaft haben und die Bevölkerung nur peripher involviert ist.
--- Zitat von: Feuersänger am 10.09.2010 | 10:28 ---Nunja, weiter im Text: wie man Zauberer wird. Ich hätte da schon gerne den Hintergrund im Einklang mit der Mechanik, und es gibt nunmal keine Regel, die es dem Fighter(3) verbietet, beim nächsten Levelup eine Stufe Wizard zu nehmen, _ohne_ die Kampagne für vier Jahre Studium unterbrechen zu müssen.
--- Ende Zitat ---
Tjaaa, da hängt es sehr davon ab, ob jeder Fluff in den Regeln niedergeschlagen sein soll. "Es gibt keine Regel, die es verbietet", heißt ja nicht automatisch, dass es auch geht. "So wenig Regeln wie möglich und so viele wie nötig" wäre so ein Ansatz, wo "harte Regeln" durch weiche "Fluff-Regeln" ergänzt werden.
Es verbietet ja z.B. auch keine Regel, beim Level-Up alle Skillpunkte in eine Fertigkeit zu stecken, in der man zuvor keinen einzigen Punkt hatte. Wenn dies dann auch noch ein trained only Skill ist, hast du da mitunter instantan einen Meister seines Faches stehen wo vorher ein völlig Ahnungsloser war. Da sollte man schon mit GMV herangehen.
Die Regeln zum Startalter differenzieren ja z.B. nach Klasse. Implizit bedeutet das doch, dass die Klassen unterschiedlich lange Ausbildungszeiträume benötigen.
Zudem steht ja auch in den "Regeln" respektive im DMG, wieviele Magier in einer Stadt welcher Größe existieren. Ebenfalls steht darin, dass Magier selten sind. Und dass die Meisten Soldaten Krieger der 1. Stufe sind. Bedeutet dies in Analogie dann nicht auch, dass die allermeisten NSC-Caster Adepten sind? Und dass sie die 1. Stufe haben?
Außerdem: Wie reizvoll muss es für einen jungen potentiellen Magierkandidaten sein, eine solche Ausbildung zu beginnen? "Die ersten Jahre kannst du quasi nix und bist ein ziemlicher Waschlappen, aber DANN, wenn du intelligent genug bist und genug Erfahrung hast und irgendwie an genug Geld gekommen bist, um deine Studien voranzutreiben, und wenn nichts Schlimmes dabei passiert ist, DANN gehts irgendwann mal richtig ab".
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln