Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

Konsequentes ("logisches") Setting für D&D (3.X)

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Feuersänger:

--- Zitat ---Es verbietet ja z.B. auch keine Regel, beim Level-Up alle Skillpunkte in eine Fertigkeit zu stecken, in der man zuvor keinen einzigen Punkt hatte.
--- Ende Zitat ---

Stimmt, und das ist auch gut so. Wenn ich D&D spiele, will ich keine pseudorealistische Lebenssimulation, die im Endeffekt nur dazu taugt, die Spieler zu ficken. Darum darf jeder Spieler seine Skillpunkte gemäß den Regeln reinsenken wo immer er will, wann immer er will. Und gleiches gilt für die Klassenwahl.


--- Zitat ---Ebenfalls steht darin, dass Magier selten sind. Und dass die Meisten Soldaten Krieger der 1. Stufe sind. Bedeutet dies in Analogie dann nicht auch, dass die allermeisten NSC-Caster Adepten sind? Und dass sie die 1. Stufe haben?
--- Ende Zitat ---

Ernsthaft, das ist einer der dicksten Brocken Blödsinn, die im ganzen D&D-Regelwerk stehen, und es ist echt ein Jammer, dass sich das seit ich weiß nicht wieviel Jahrzehnten festgesetzt hat. Dieser Müll gehört ein für alle Mal ausgemistet. Erststufige irgendwasse sind auf Dauer einfach nicht lebensfähig.

Ich habe mir da schon vor längerer Zeit drüber Gedanken gemacht, und bin zu folgender Einteilung gekommen, die ich seither in meinen D20-Runden verwende:
- Stufe 1 sind vielleicht 15jährige Halbstarke, die gerade ihre Lehre angefangen haben.
- Stufe 3 sind junge Professionelle auf Gesellenniveau, ungefähr 18 Jahre alt.
- ab Stufe 6 gehen die wirklich qualifizierten Ränge los, Meister, Veteranen und so weiter.
Der Großteil der Bevölkerung befindet sich zwischen Stufe 3 und 6, aber auch bis Stufe 10 gibt es noch einen signifikanten Anteil.
Erst jenseits von Stufe 10 dünnt sich die Luft merklich aus, dies sind Einzelpersonen von besonderem Ruf.

Mal zum Nachrechnen: wenn ein NSC in seinem normalen, alltäglichen Leben auch nur 3XP pro Tag bekommt, sind das schon über 1000XP pro Jahr; das heisst in einer Laufbahn von 15 bis 65 Jahren kommt er automatisch bis Level 10. Und 3XP pro Tag sind beileibe nicht zuviel.

Der Oger (Im Exil):

--- Zitat von: Feuersänger am 10.09.2010 | 11:40 ---Erststufige irgendwasse sind auf Dauer einfach nicht lebensfähig.

--- Ende Zitat ---

Das ist auch gar nicht ihr Sinn.

Der Ghoul hat es einmal ganz gut ausgedrückt:

http://ghoultunnel.wordpress.com/2010/07/06/das-geheimnis-der-nullten-stufe/

Holothuroid:
Ich würde als Magier auch nicht herrschen wollen. Viel besser komm ich weg, wenn ich ne Post oder nen Wahrsageladen aufmach. Das weckt weniger Begehrlichkeiten.

Tudor the Traveller:

--- Zitat von: Feuersänger am 10.09.2010 | 11:40 ---Mal zum Nachrechnen: wenn ein NSC in seinem normalen, alltäglichen Leben auch nur 3XP pro Tag bekommt, sind das schon über 1000XP pro Jahr; das heisst in einer Laufbahn von 15 bis 65 Jahren kommt er automatisch bis Level 10. Und 3XP pro Tag sind beileibe nicht zuviel.

--- Ende Zitat ---

Wofür soll der denn überhaupt XP bekommen? Für alltägliches Leben gibt es keine XP. Deine Staffelung finde ich daher völlig unglaubwürdig.


--- Zitat von: Der Oger am 10.09.2010 | 11:47 ---Der Ghoul hat es einmal ganz gut ausgedrückt:

--- Ende Zitat ---

Guter Artikel!

"Höhere Stufen waren im ursprünglichen Konzept also Helden im Sinne eines griechischen monsterbezwingenden Heros"

Das ist mE der richtige Ansatz.

Das Problem ist nur, dass der Heros nicht über der Gesellschaft stehen darf, was z.B. mit Stufe 0 Soldaten auf den Gutwillen des Helden hinausläuft.

Auch nicht dazu passen will das ab 3.0 eingeführte System von Prestigeklassen, die ja erst irgendwo ab Stufe 6 überhaupt zur Verfügung stehen. Wenn es kaum Stufe 6 Leute gibt, wofür braucht man dann Spezialklassen, die etwas abbilden sollen, das es so gar nicht gibt?

Insofern KANN man gar nicht auf Ebene der Regelmechanik argumentieren, sondern muss sogar imo die Mechanik dem Fluff unterordnen.

SeelenJägerTee:

--- Zitat von: 1of3 am 10.09.2010 | 12:05 ---Ich würde als Magier auch nicht herrschen wollen. Viel besser komm ich weg, wenn ich ne Post oder nen Wahrsageladen aufmach. Das weckt weniger Begehrlichkeiten.

--- Ende Zitat ---
Ich denke du vergisst dabei folgendes:

--- Zitat von: Tudor the Traveller am 10.09.2010 | 10:51 ---[...]
Außerdem: Wie reizvoll muss es für einen jungen potentiellen Magierkandidaten sein, eine solche Ausbildung zu beginnen? "Die ersten Jahre kannst du quasi nix und bist ein ziemlicher Waschlappen, aber DANN, wenn du intelligent genug bist und genug Erfahrung hast und irgendwie an genug Geld gekommen bist, um deine Studien voranzutreiben, und wenn nichts Schlimmes dabei passiert ist, DANN gehts irgendwann mal richtig ab".

--- Ende Zitat ---
Die Leute die Magier werden sind ein bestimmter Charaktertyp.
1. Personen die kurzfristig auf viel verzichten um langfristig enorme Macht zu haben.
2. Personen mit Forschergeist die einem "Wissenschaftlichen Ideal" anhängen.
Aber beide Charaktertypen eröffnen meistens keinen Spielzeugladen, Tanteemaladen. Charaktertyp 1. tut es um der Macht willen und wäre daher die graue Eminenz, die Zunge am Ohr des Königs (omnojmnjom Ohrenschmalz) und Typ 2. eher der Hofmagier, der in seinem Turm vor sich hin forscht und eben als Hofmagier arbeitet, weil der König ihm seine Studien finanziert, aber selbst eigentlich relativ unpolitisch ist.

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