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Starter-Indie
Captain:
Wushu könnte noch recht brauchbar sein. Die Open Reloaded Fassung gibts für lau und auf Deutsch. Tipps und Hinweise hier im Tanelorn. Setting kannst du frei aussuchen (Wushu bringt kein Standard-Setting mit). Das System treibt die Spieler dazu frei zu beschreiben mit vielen Details.
Im Gegenzug muß man aber irgendwie akzeptieren können, daß Spiele damit die Neigung bekommen, recht aufgedreht zu werden. Außerdem sind viele Regeln sehr frei (und damit vage) gehalten. Es ist also für den Anfang sehr ratsam bei den Grundlagenregeln zu bleiben (keine Optionalregeln) und sich an die Schnellstart-Empfehlung zu halten (auch wenn man mehr damit vorhat) bis man etwas Erfahrung mit der Abstimmung zwischen erzählerischer Wahrheit und Gnadenstoß gesammelt hat.
oxytocin:
Wie wäre es denn mit "The Pool" und der so lieb gewonnenen DSA-Welt als Setting. Einfach Regeln, kostenlos, deutsche Übersetzung vorhanden, ein Spielleiter der das ganze im Rahmen hält ist dabei aber die Spieler haben genug mit zu bestimmen...
http://www.caleidos.de/data/pool.pdf (Deutsche Übersetzung)
http://www.randomordercreations.com/rpg.htm (Offizielle Seite)
Funktionalist:
Wichtig:
(edit: viele )Indiespiele (edit: vor Allem die spielleiterlosen) sind (oh Wunder! edit: in besonderem Maße) von den Spielern abhängig und verlangen mehr Engagement als normale Rollenspiele, denn es gibt kein berieseln lassen. Jeder muss Inhalt bringen.
Beispiel:
Western City kann zünden, dann ist es saugeil. Ich hatte aber auch RUnden, an dene etwas anderes rausgekommen ist, als jeder erwartet hat und von denen ein paar Leute enttäuscht waren und einige andere begeistert.
40% (2/5) meiner Runden waren anders als ich sie erwartet habe und 60% waren der absolute Oberhammer. Vier Stunden gezockt, Story für vier normale Abende durchgezogen und ne spannende Geschichte ersponnen. Das war die zwei anderen Abende allemal wert.
(Obwohl der Vampireversuch, bei dem wir am Ende mit einem Halbkettenfahrzeug und einem Kofferraum voller Koks vor einer Nazibande auf Motorrädern in die Glaslobby des Bellagio gebrettert sind und einen Pulk Studentinnen eingepudert haben, auch gar nicht soo schlecht wahr. Ganz zu schweigen von der Szene, in der der Bösewicht und Wyatt Earp höchstperönlich mit sienem GhoulGaul im Glasaufzug fuhren und die Fahrstuhlmusik daherdudelte, bis die Verfolgung dann im 13. Stock fortgesetzt wurde... Es war etwas pulpiger, als ich gedacht habe und im Nachhinein weiß ich nicht, warum ich nicht einfach mitgemacht habe.)
Die Szenen waren einfach zu geil....
Die anderen Male gab es waschechte Italowestern mit persönlichem Rachefeldzug, sich emanzipierenden Salonmädchen, besoffenen Priestern, die eine Gerichtsverhandlung per Faust zum Abschluss bringen und einer außerrechtlichen Hinrichtung im Sonnenuntergang...
Das heißt, wenn es nicht zündet, sollte man dem Spiel nochmal eine Chance geben. Bis die Prinzipien sitzen dauert das ein wenig und man sollte sich nicht so auf ein Erlebnis im Vornehinein festnageln, da alle ein Mitspracherecht haben und so auch etwas anderes herauskommen kann.
Western City ist auf jeden Fall eine Erfahrung und lohnt sich.
Zornhau:
--- Zitat von: Bi-Ba-Besserspieler am 14.11.2010 | 13:21 ---Wichtig:
Indiespiele sind (oh Wunder!) von den Spielern abhängig und verlangen ... Engagement ..., denn es gibt kein berieseln lassen. Jeder muss Inhalt bringen.
--- Ende Zitat ---
Und das ist KEIN UNTERSCHIED zu so ziemlich JEDEM ANDEREN Rollenspiel!
Ob Indie-Spiele nun "mehr" Engagement verlangen? - Kann ich so nicht bestätigen.
Meiner Erfahrung nach funktioniert KEINE Rollenspielrunde, ohne daß JEDER Spieler sich mit Engagement ins Spiel reinhängt und "Inhalt bringt".
Ich halte die Vorstellung von "Berieselungsrunden" als einer oder gar DER Form, in welcher "Normalrollenspiel" als Abgrenzung zu "Indie-Rollenspielen" stattfände, für eine völlig IRRIGE und geradezu absichtlich geschürte FEHLAUFFASSUNG.
Hier soll - wieder einmal - von "Besserrollenspielen", den Indie-Games, gegenüber den "Schlechter-Rollenspielen", dem gesamten Rest aller Rollenspielprodukte, die nicht in Autorenhand publiziert wurden, gesprochen werden. - Wer Indie-Games spielt ist einfach der engagierte BESSERSPIELER? - NEIN!
Warum eigentlich immer diese BESSERSPIELER-Tour?
Für mich sieht das immer nach einem Elite-Denken der unangenehmen Art aus. - Haben das denn "die Indie-Spieler" nötig?
Funktionalist:
Berieselungsrunden sind mit WC einfach nicht möglich.
Ich weiß jetzt nicht, wo das Besserspielen sein soll?
Ansonsten stimme ich dir voll und ganz zu! Runden mit engagierten Spielern auch mir mehr Spaß. Aber es gibt genug Spieler, die man als SL ziehen/erstmal anspielen muss, bis sie anspringen oder die mal einen schlechten Tag haben und sich einfach nur berieseln lassen wollen.
Für letztere Situation sind spielleiterlose Spiele (oder besser Spiele mit wechselnder/ aufgeteilter Spielleitung) ungeeignet, wenn die Spieler auf einer Konsumentenhaltung beharren.
Deine Unterstellungen kannst du stecken lassen. Niemand hat hier das:
--- Zitat von: Zornhau am 14.11.2010 | 15:34 --- "Berieselungsrunden" als einer oder gar DER Form, in welcher "Normalrollenspiel" als Abgrenzung zu "Indie-Rollenspielen" stattfände,
--- Ende Zitat ---
noch den Mist hier:
--- Zitat ---Hier soll - wieder einmal - von "Besserrollenspielen", den Indie-Games, gegenüber den "Schlechter-Rollenspielen", dem gesamten Rest aller Rollenspielprodukte, die nicht in Autorenhand publiziert wurden, gesprochen werden. - Wer Indie-Games spielt ist einfach der engagierte BESSERSPIELER?
--- Ende Zitat ---
oder gar
--- Zitat ---Elite-Denken der unangenehmen Art aus.
--- Ende Zitat ---
geschrieben.
Buh,
Alex
Edit:
--- Zitat von: Zornhau am 14.11.2010 | 15:34 ---Warum eigentlich immer diese BESSERSPIELER-Tour?
--- Ende Zitat ---
Weil ich schreibe, was mir Spaß macht und auch schreibe, was mir keinen Spaß macht. Und Spiele mit mehr vom ersteren und weniger vom zweiteren sind einfach besser (für mich). Wo ist das Problem?
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