Medien & Phantastik > Hören
Was hört Ihr gerade so?
Woodman:
--- Zitat von: Crimson King am 4.06.2021 | 08:11 ---Mir war bis dato nicht bekannt, dass die hier außer mir überhaupt jemand kennt, auch wenn das höchstwahrscheinlich war. Ich selbst bin vor ca. einem Dreivierteljahr auf Heilung gestoßen, als ich spezifisch nach Musik in altnordischer Tradition und Nordic Folk gesucht habe. Dass die irgendwie gehyped werden, kann ich natürlich nicht ausschließen, und das würde auch dazu führen, dass Links über Heilung bei Suchen häufiger gefunden werden. Die meisten Links, die mir angezeigt werden, sind allerdings aus 2019.
--- Ende Zitat ---
Die sind eigentlich mit ihrem Auftritt 2017 auf dem Castlefest ziemlich bekannt geworden
Den Auftritt gibts auch komplett auf deren YT Kanal
https://www.youtube.com/watch?v=h1BsKIP4uYM
JS:
--- Zitat von: schneeland am 4.06.2021 | 19:44 ---Nach Diskussion nebenan, wird es mal wieder Zeit für ... Manowar ;D
--- Ende Zitat ---
Witzig, wegen dieses Parallelthreads bin ich auch GUT unterwegs:
https://www.youtube.com/watch?v=GBpjLxstmRU
:d
Flamebeard:
Natürlich Grailknights - Pumping Iron Power: Power Metal from the 80s that never was!
Chiarina:
Ich habe Captain Beefheart noch eine Chance gegeben. Diesmal habe ich die "Trout Mask Replica" im Schrank gelassen und mal in ein anderes Album hineingehört: "Shiny Beast" (1978).
Der Text von "Bat Chain Puller" berichtet von einem Signalsteller bei der Eisenbahn... ein Job, der durch die Automatisierung des Bahnwesens schon lang überflüssig geworden ist. In verrückten Sprachchiffren beschreibt Captain Beefheart, wie es in den Anfangstagen des Zugverkehres für den Mann an den Signalen gewirkt haben muss, wenn so ein stählernes Monster mit leuchtenden Augen und Menschen im Leib durch die idyllische Landschaft und an seinen Schildern vorbeiraste. Der Text geht in meinen Augen als gelungene expressionistische Lyrik durch.
Die Musik besteht aus einer eigenwilligen Montage von Versatzstücken aus Blues und Train-Songs. Captain Beefhart bellt den Text ohne den Versuch eine Melodie zu gestalten, die Blues-Harp hupt wie eine Dampflok, knarzige Riffs wechseln sich ab und einige Zusatzstimmen überlagern den Groove oft mit schrägen, dissonanten Quietsch- und Fiepgeräuschen, manchmal auch mit seltsamen Licks, die sich anhören, als stammten sie aus einem anderen Song. Bei aller Attacke auf unsere Trommelfelle ist der Song doch etwas hörerfreundlicher als das meiste, was sich auf der "Trout Mask Replica" findet. Das liegt nicht zuletzt am simplen Backbeat, mit dem der Schlagzeuger das ganze Durcheinander unterlegt. Achtet auch mal auf die kleinen Unregelmäßigkeiten: Fehlt da nicht ein Beat im Groove? Ist da nicht ein Ton im Riff verzogen? Und irritierenderweise sind es oft zwei Instrumente gleichzeitig, die diese kleinen Varianten spielen.
Heißt das, dass das Chaos hier bewusst und sorgfältig auskomponiert erzeugt wurde? So etwas zu üben muss ennervierend sein! Vielleicht waren die Typen aber auch verdammt gut aufeinander eingespielt und konnten sich fast schlafwandlerisch in die skurrilen Macken ihrer Kollegen einklinken. Erstaunlich ist das auf alle Fälle.
Das Album ist also hörerfreundlicher als "Trout Mask Replica", dabei aber kaum weniger durchgeknallt. Mir macht´s Spaß. Vielleicht sind all diese verwirrten Menschen (wie 6 und ich), die gleich als erstes Captain Beefheart Album des Legendenstatus´ wegen die "Trout Mask Replica" gehört haben, in falscher Richtung in die Einbahnstraße eingebogen. Könnte sein...
Captain Beefheart & The Magic Band: Bat Chain Puller
Infernal Teddy:
Underworld - Two Months Off
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