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Was hört Ihr gerade so?

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Nebelwanderer:
NieR: Automata - The Sound of the End

Chiarina:
In der nächsten Zeit stelle ich hier hin und wieder mal einen Song von Sebastian Krämer ein. Das ist in meinen Augen der avancierteste Liedermacher-Kabarettist, den Deutschland hat.

Seine Musik ist großartig, seine Texte gekonnt, manches bitterböse, manches anrührend... und manches ist leider auch übelkeiterregend dünkelhaft und selbstverliebt. Jedenfalls ein Typ, der eindeutig zu wenig Beachtung bekommt.

Ich fange gleich an mit seinem Schmähexzess auf alle Deutschlehrer der Nation. Viel Spaß!

Sebastian Krämer: Deutschlehrer

Crimson King:
Medeski, Martin and Wood spielen üblicherweise eine Jazz Fusion mit komplexen Bassläufen über triphopigen Beats, die unter ein Bett aus Hammondorgel-Harmonien geschoben werden, garniert mit Synthie-Sounds, Scratching und dem gelegentlichen Gastsolisten. Ich finde das, was die drei so anstellen, ziemlich großartig. Noch etwas besser wird es, wenn sie sich mit Jazzgitarrist John Scofield zusammentun, der mal aggressive, mal smoothe Soli über die Musik von MMW legt. A Go Go dürfte dabei mit seinem bluesigen Feeling eines der eingängigsten und gelungendsten Stücke sein. Chris Wood am Bass hält sich hier aber auch zurück.

Scofields Stil gefällt mir. Dagegen muss ich den Versuch, mir Pat Metheny schön zu hören, wohl als gescheitert ansehen.

John Scofield feat. Medeski, Martin and Wodd - A Go Go

Chiarina:
Hier ist Sebastian Krämers Lied für alle Leute, die einen Bruder haben.
Wer auf die vielen kleinen harmonischen Überraschungen achtet, bekommt auch musikalisch einen Eindruck davon, wie Hassliebe klingen kann.
Das Publikum ist leider sehr laut... aber die Studioversion gibt´s nicht im Netz.

Sebastian Krämer: Mein Bruder

Crimson King:
Nachdem ich mich durch diverse Herbie Hancock-Aufnahmen aus den 60ern und 70ern gehört habe, wende ich mich noch mal Sun Ra zu. Ich finde diesen Musiker extrem spannend. Manche Sachen haben diesen experimentellen, eklektischen Charakter, ohne dabei komplett ins Atonale zu driften, vornehmlich die Aufnahmen bis 1961. In Anschluss folgt eine sehr avantgardistische Schaffensphase mit diversen Aufnahmen, die ich nur schwer mit dem Begriff "Musik" in Einklang bringen kann, vornehmlich in den 60ern. Zwischendurch gibt es aber immer wieder mal entspanntere Aufnahmen, beispielsweise Atlantis von 1969, das zumindest zum sehr bluesigen Beginn für mich gut als Morgenmusik funktioniert. Mal abwarten, wie es zum Ende des Albums hin aussieht. Die Aufnahmequalität ist leider nicht gut.

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