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Eine Lanze für die WoD

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alexandro:
Wie Jörg im anderen Thread schon geschrieben hat: es gibt verschiedene Spielarten von Horror.

Was mit "Persönlicher Horror" gemeint ist, wird übrigens in einem Interview mit Rein-Hagen klar: damit ist die Art Horror gemeint, die
a) eine übernatürliche Bedrohung haben
und
b) den Protagonisten direkt bedrohen (statt die Menschheit global, wie in den Horrorfilmen der 50er/60er-Jahre)
also so gut wie alles.

Oberkampf:
Ok, das Interview kenne ich nicht. Ich habe "Personal Horror" immer so gelesen, dass es eben der Horror/Schrecken darüber ist, zu was für einem Monster man selbst werden muss/kann - und zwar aufgrund übermächtiger + übernatürlicher Zwänge (Raserei, Blutdurst). Eben dieses "Monsters we are, lest Monsters we become" (wenn ich mich richtig erinnere, ewig her). Die äußere Bedrohung war dabei für mich zweitrangig.

Gothic-Punk war ein hübscher Markenname, genau wie Storytelling, aber nach meinem Empfinden völlig belanglos (außer vielleicht zur Beschreibung der Stadtarchitektur). Wie gesagt, ich sehe es rückblickend mehr als Gothic-Versailles. Eine Meinung im Kommentarbereich hat meine Ansichten zum Punk im Gothic-Punk ganz gut getroffen. Klar hat WW auch mal Punkbands zitiert (ich erinnere an Big Black im ersten Nossi-Clanbuch), aber das war alles.

alexandro:
Sagen wir es mal so: in Gothic-Punk steckt ebensoviel "richtiger" Punk, wie in Cyberpunk "richtiger" Punk steckt :D

Die Realität bleibt halt immer ein paar Schritte hinter der Fiktion zurück.

alexandro:

--- Zitat von: Merlin Emrys am 23.11.2010 | 17:51 ---@ Alexandro: Vielen Dank für das Zitat und den Link!
Nur eine Frage hat er mir noch nicht beantwortet: Wer ist "you": der Spielleiter als einzelner, ein Mitspieler oder die ganze Gruppe als Gemeinschaft?
--- Ende Zitat ---
Interessante Frage: die Goldene Regel steht (zumindest bei der mir vorliegenden Maskerade-Edition) am Ende des Regel-Kapitels.

Durch das Kapitel hinweg richtet sich der Autor augenscheinlich an einen Spieler, der die Regeln lernen möchte (häufige Hinweise der Art "an diesem Punkt wird der Erzähler dir sagen, was du würfeln musst" etc.).

Also kann der Spieler durchaus die Regeln ignorieren oder verändern - solange der Erzähler nichts dagegen hat (im vorherigen Kapitel wird dieser als "letzte Regelinstanz" bezeichnet). Im Erzählerkapitel gibt es zudem einen deutlich ausführlicheren Abschnitt zum Thema "Regelbeugung durch den Erzähler" (welcher unabhängig von der GR ist und deutlich restriktiver ist, als der "Blankoscheck" der mit der Goldenen Regel ausgestellt wird).

Massive Regeländerungen gehen also* normalerweise von den Spielern aus und werden "nur" vom Erzähler abgesegnet.

*zumindest by the book, wir wissen alle, wie es oft gehandhabt wurde.

Drudenfusz:

--- Zitat von: alexandro am 23.11.2010 | 20:01 ---Interessante Frage: die Goldene Regel steht (zumindest bei der mir vorliegenden Maskerade-Edition) am Ende des Regel-Kapitels.

Durch das Kapitel hinweg richtet sich der Autor augenscheinlich an einen Spieler, der die Regeln lernen möchte (häufige Hinweise der Art "an diesem Punkt wird der Erzähler dir sagen, was du würfeln musst" etc.).

Also kann der Spieler durchaus die Regeln ignorieren oder verändern - solange der Erzähler nichts dagegen hat (im vorherigen Kapitel wird dieser als "letzte Regelinstanz" bezeichnet). Im Erzählerkapitel gibt es zudem einen deutlich ausführlicheren Abschnitt zum Thema "Regelbeugung durch den Erzähler" (welcher unabhängig von der GR ist und deutlich restriktiver ist, als der "Blankoscheck" der mit der Goldenen Regel ausgestellt wird).

Massive Regeländerungen gehen also* normalerweise von den Spielern aus und werden "nur" vom Erzähler abgesegnet.

*zumindest by the book, wir wissen alle, wie es oft gehandhabt wurde.

--- Ende Zitat ---
Glaube, das Problem war da häufig das die Spieler die Regeln gleich gar nicht gelesen haben und davon ausgeingen Regeln sind das was der Spielleiter benutzt (oder ignoriert).

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