Pen & Paper - Spielsysteme > World of Darkness
Eine Lanze für die WoD
Holothuroid:
--- Zitat von: bolverk am 15.11.2010 | 11:19 ---[Korinthenkacker] Nur für den Fall dass es noch niemand erwähnt hat (ich hab die anderen Kommentare hier nur überflogen), die Erfolgswahrscheinlichkeit ist 30%, nicht 33%. [/Korinthenkacker]
--- Ende Zitat ---
Stimmt. Wobei der Erwartungswert von einem Würfel in der Tat 1/3 ist. Die beiden Sachen darf man nur nicht verwechseln.
Zur Menschlichkeit:
Das Problem ist, dass der Willen des Spielers nicht mit dem Willen des Charakters identisch sein soll. Der Verlust von Menschlichkeit erscheint als Strafe und wird vom bösen Spielleiter initiiert. Dies schlägt sich nicht nur in den Regeln, sondern in der gesamten Darstellung des Komplexes im Spiel nieder.
Es wäre klar herauszustellen, dass sich zum Wohl einer besseren Geschichte der Spieler sich ggf. auf die Abwärtsspirale einlassen soll, sowohl in der Beschreibung des Spiels als auch in den Mechanismen. Wie man dies in Mechanismen umsetzen kann, habe ich hier einmal demonstriert.
Oberkampf:
--- Zitat von: Nin am 15.11.2010 | 11:46 ---Wenn ich mir die Regeldiskussion in nWoD Büchern ansehe (z.B. Mirrors, Changeling), dann verwischen sich die Grenzen (zumindest was die Verwendung von Aspekten und der Player Empowerment). Meine These: Da ist das Spielgefühl wahrscheinlich eher vom SL/ST abhängig, als vom System.
--- Ende Zitat ---
Ganz kurz hier Nachtrag:
Vor rund einem Jahr hat mich "die" WoD mal wieder neugierig gemacht und ich habe mir V:tR, C:tL und W:tF angesehen, konnte bei meinem Spielerumfeld aber kein Interesse für nWoD wecken (im Gegensatz zur oWoD, die fast jedes Jahr wieder gewünscht wird). Allerdings habe ich beim Lesen von V:tR und C:tL Hinweise darauf vermisst, wie man die Charaktere der Gruppe so gestaltet, dass auch sehr divergente Charaktere sinnvoll zusammenarbeiten bzw. zusammenhalten, ohne dass man als SL durch äußeren Druck Einheit erzwingen muss (was ich immer blöd finde). (W:tF leistet das über den Rudelaufbau.) Schließlich ist das ein Gesellschaftsspiel, das mehrere Personen zusammen spielen, darum finde ich es hilfreich, wenn von den Grundregeln her ein Anreiz zum gemeinsamen Spiel besteht (was nicht heißen muss, dass die Gruppe ein Vampir-SEK spielt, auch spielbare Spannungen sind teilweise hilfreich.)
In dieser Beziehung fand/finde ich die FATE-Regeln mit dem gemeinsamen, vernetzten Charakter- und ggf. Settingbau (Dresden Files) z.B. besser. (Allerdings kenne ich nur GRWs und zwei, drei Erweiterungsbände der nWoD.)
--- Zitat von: Nin am 15.11.2010 | 12:18 ---Wenn du in/nach HH bist/kommst, 'bin ich dabei.
--- Ende Zitat ---
Leider nein, was schade ist.
Wären mehrere Stunden Fahrzeit (ich wohne im schönen Ludwigshafen am Rhein).
Haukrinn:
Da ist DFRPG aber auch die rühmliche Ausnahme. nWoD macht das im Übrigen auch, spart sich das aber leider für spätere Bücher (Zum Beispiel Coteries und Damnation City für V:tR) auf.
Boba Fett:
Ein paar Cents in den Raum geworfen:
- Es ist eigentlich erstaunlich, wie sehr die Kluft zwischen den V:dM Vampire-Anhängern und denen der V:R nWoD klafft. Betrachtet man die (natürlich geringer vertretenen) Mage oder Werewolf Spieler erkennt man, dass es da überhaupt keine Grabenkriege gibt. Gleiches gilt für die Feen oder die Hunter.
Allgemein herrscht Konsens, dass mechanisch die nWoD Regeln besser sind.
- Meine These: Regeltechnisch ist die nWoD besser. Allerdings ist die oWoD so geschrieben, dass es sich leichter für sie begeistern läßt.
Vampire oWoD wird wegen des Settings gespielt, Vampire nWoD wegen der Regelmechanik.
Vergleiche sind sind daher Vergleiche von Äpfel mit Birnen!
- Metaplot hat nichts mit Regelwerkqualität zu tun. Metaplot heisst Kundenbindung. QED
Ich schreibe das aus einem sehr neutralen Blickpunkt, weil mich beide (!!!) Vampire Versionen nicht gewinnen können. Ich kann mit Vampire als Spiel nichts anfangen. Ich habe aber beide Systeme intensiv studiert, weil mich das "wie" interessiert hat und ich viel aus den Quellen für anderes Spiel nehmen konnten.
Meine Meinung ist, dass man Vampire entweder nur als "Superheroes with fangs" oder als "Pen&Paper Sadomasostudio" (und Kombi aus beidem) spielen kann. Da mir beides nicht liegt, kann ich mit Vampire-Charakteren nichts anfangen. Ich vermute, ich war auch 1990 schlicht "zu alt" für diese Sache, für die man sich wohl eher mit 18 oder so begeistern kann. Ich feierte meine persönlichen Dramen früher und anders.
Was nicht heissen soll, dass ich das doof finde! Ich kann verstehen, dass sich Leute dafür begeistern. Nur mache ich es halt nicht. Das erlaubt mir aber einen distanzierten Blick aufs Ganze.
Ich persönlich bevorzuge ganz eindeutig die nWoD, was das Regelwerk angeht.
Ich kann aber verstehen, dass viele die oWoD vorziehen, was das Setting angeht.
Hier läuft es genau wie die endlose Debatte mit den DSAlern.
Die einen möchten das Regelwerk verbrennen, die anderen spielen es wegen dem Setting und denen ist das RW egal - man redet also aneinander vorbei.
Interessant wäre es gewesen, wenn man ein Vampire Regelwerk herausgebracht hätte, das das oWoD-Vampire-Setting (samt Clans, Camarilla&Sabbat & Metaplot) auf die nWoD Regelmechanik kombiniert hätte. Denn erst dann kann man miteinander reden. Im Moment reden alle seit Jahren aneinander vorbei.
Ninkasi:
--- Zitat von: Boba Fett am 15.11.2010 | 12:28 ---Interessant wäre es gewesen, wenn man ein Vampire Regelwerk herausgebracht hätte, das das oWoD-Vampire-Setting (samt Clans, Camarilla&Sabbat & Metaplot) auf die nWoD Regelmechanik kombiniert hätte. Denn erst dann kann man miteinander reden. Im Moment reden alle seit Jahren aneinander vorbei.
--- Ende Zitat ---
Das wundert mich schon seit Anfang an, daran ist das Interesse doch bestimmt ziemlich groß.
Nebenbei vermute ich, dass viele Leute einfach Regelwerk und Setting nicht von einander gelöst sehen können.
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