Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Es gibt nur erfolgreiche und erfolglose Rollenspiele
Ein:
Wie gesagt Vergleiche machen nur einen Sinn, wenn man sich vorher überlegt bezüglich welcher Kriterien man Vergleiche anstellen will. Und entsprechend dieser Kriterien gibt es natürlich Produkte, die diese Kriterien besser erfüllen als andere Kriterien.
Solche Kriterien können z.B. sein:
- Detailtiefe
- Schnelligkeit
- Einfachheit
- Vielseitigkeit
- Einheitlichkeit
- Innovation
Wenn man ein Kriterienbündel zusammengestellt hat, kann man daraus eine ziemlich fundierte Aussage bezüglich der Qualität (Güte der bewerteten Eigenschaften) des Produkts erstellen.
Sicherlich kann man da noch über Gewichtungen zwischen den Kriterien diskutieren, aber ich halte es für absolut möglich eine solche Bewertung durchzuführen und im Grunde ist ja "erfolgreich/erfolslos" dasselbe nur mit anderen Kriterien.
Fredi der Elch:
It's like it's 2006 all over again... ;D Es gibt doch Themen, die kommen immer wieder. Mal zum nochmal lesen, falls jemand Lust drauf hat:
[Offen] Objektive Qualitätsmerkmale für Regelwerke
War auch nicht alles ganz doof, was damals gesagt wurde. :)
Naldantis:
--- Zitat von: Ludovico am 3.01.2011 | 17:00 ---Hallo Leute!
Ich bin in der Diskussion zu den Erzählrechten zu folgendem Schluss gekommen, der für die Systemdesigner und -theoretiker nicht gerade angenehm ist und den ich zur Diskussion stelle:
--- Ende Zitat ---
Hier stimme ich ja noch zu - für viele Spieler ist das keine 'Belohnung' und nur selten erstrebenswert, für viele Gruppen kein Gewinn, wenn viele Köche an einer Szene herumrühren.
--- Zitat ---Mein Fazit dazu ist, dass es keine guten und keine schlechten Systeme an sich gibt, sondern nur erfolgreiche (im Sinne von "werden gespielt") und erfolglose.
Das heißt, dass DSA nicht schlechter oder besser als SW ist und DnD4 nicht besser oder schlechter als die vorangegangen Versionen.
--- Ende Zitat ---
Diese Auffassung teile ich nciht, da ich 'erfolgreich' und 'gut' nicht als Synonym sehe.
Nicht nur in der Technik scheint dieses oftmals eher ein Widerspruch zu sein; man kann auch einige Erfolgskriterien ausmachen, die nun wirklich nichts mit Qualität zu tun haben, wie Marketing, Kompatibilität oder bestehende Kundenkreise.
Z.B. halte ich DSA für nachweisbar schlecht, verstehe aber seine Fangemeinde durchaus.
--- Zitat ---Der Grund für dieses Fazit ist meine Meinung, dass der Nutzen jeder einzelnen Komponente eines RPGs angefangen beim Auflösungsmechanismus, bis hin zu Sonderregeln und sogar dem Setting (in etwa der Detailreichtum) inkl. der Tipps des Autoren (wie seiner Meinung nach das Spiel gespielt werden sollte) hochgradig subjektiv sind und von Spieler zu Spieler abhängen.
--- Ende Zitat ---
Welchen use case hat die Trägheit in der Auswertung bei gleichzeitiger abstruser Wahrscheinlichkeitsverteilung?
Welchen hat eine langwierige Charaktererschaffung, wenn dabei doch nur immer ähnliche Klischees generiert werden?
etc.
Deine Aussage wäre korrekt, wenn es zwischen Kossten und Nutzen jeweils ein realer Kompromis, aber an von System zu System unterschiedlicher Stelle getroffen würde.
Aber nicht jedes System tut dies...
...und wenn aus historischen Gründen alte Schuhe behalten werdne, ohne dabei eine Kompatibilität zu retten, so ist auch dieses IMHO kein haltbares Designargument.
--- Zitat ---Daraus folgert sich für mich eine weitere These:
Ein RPG kann für eine Gruppe höchstens unpassend oder passend sein (variierend nach bevorzugten Spielstil) aber nicht gut oder schlecht.
--- Ende Zitat ---
Im Prinzip ja, aber: auch hier finden isch immer eine Menge von Systemen, die diese Ansprüch mehr oder weniger gut erfüllen, und von denen einge mehr und andere weniger geschickt konstruiert sind.
Es lohnt sich also auch hier, ein Qualitätsargument zu nutzen.
Funktionalist:
--- Zitat von: Fredi der Elch am 4.01.2011 | 12:57 ---It's like it's 2006 all over again... ;D Es gibt doch Themen, die kommen immer wieder. Mal zum nochmal lesen, falls jemand Lust drauf hat:
[Offen] Objektive Qualitätsmerkmale für Regelwerke
War auch nicht alles ganz doof, was damals gesagt wurde. :)
--- Ende Zitat ---
Ich möchte mich für die Kleinschreibung und die enorme Anzahl an Typos entschuldigen. Ich war jung und brauchte die Posts.
Terrorbeagle:
--- Zitat von: Ludovico ---Für mich sind Rollenspiele keine Kunst. Du bist da anderer Ansicht und das respektiere ich. Aber wir werden bei einer solchen Debatte darüber niemals auf einen grünen Zweig kommen.
Wenn der Wunsch besteht, diese Thematik zu diskutieren, dann gerne in einem anderen Thread.
--- Ende Zitat ---
Es ist auch mehr eine Art Gedankenspiel, als eine felsenfeste Überzeugung meinerseits. Ich finde es interessant, den ganzen Kunst- und Kulturanspruch von Rollenspielen in Betracht zu ziehen und darüber nachzudenken, was man in der Hinsicht machen könnte, oder welcher Anspruch sich daraus entwickeln läßt. Also den Inbrunst der Überzeugung oder ein spezifisches Sendungsbewußtsein habe ich in der Hinsicht nicht.
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