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[WtA] Werwolf ohne Gaben?
Bad Horse:
Wir haben das Reinigungsritual ziemlich oft gebraucht, aber ansonsten wurden doch eher Gaben verwendet, besonders bei den reinen Werwolfrunden (gut, davon hatte ich nur eine, und die verkam recht schnell zu "schnetzelt das Wyrmdings"). Beim Crossover war es - glaube ich - tatsächlich etwas besser, kann aber auch mit der Struktur der Runde zusammenhängen.
Terrorbeagle:
Wenn man die sozialen Aspekte im Spiel stärker berücksichtigt, ist der Buße-Ritus eigentlich so esentiell, dass er Allgemeingut sein sollte - es ist immer sinnvoll, sich förmlich entschuldigen zu können. Der Talismanpflegeritus ist eigentlich genauso wichtig, zu Mindest wenn man einen Fetisch besitzt und den ganzen Fetischbereich nicht bloß als magische Waffen mit leicht anderem Fluff abtut.
Ich persönlich bin in aller Regel kein Freund von Hausregeln, die die SCs am Ende mit weniger KEWLPOWERZ dastehen lassen, weil das scheinbar relativ oft zu Verlustgefühlen führen. Da muß man dann schauen, wie man das vernünftig kompensiert, weil es halt auch relativ schnell dazu führen könnte, dass mit dem Verlust von Optionen, die in Richtung Heimlichkeit oder Sozialkompetenz gehen der direkte Weg der Gewalt attraktiver wird - und das gehört zu den Dingen, die man bei Werwolf nicht unbedingt noch zusätzlich fördern braucht (ich persönlich würde in den meisten Runden in dem Bereich auch mit weniger Gewalt, mehr gewaltfreie Lösungen sehr gut leben können).
Ließe man die Gaben weg, sollte man im Auge behalten, dass die vormalige Geistersprachen-Gabe zum Allgemeingut gehört; denn sonst wird der offenbar gewünschte Effekt, mehr mit der Geisterwelt zu interagieren, schnell hinfällig, weil die Möglichkeit, die verschiedenen Geister zu etwas bewegen zu wollen, schwieriger wird.
Zudem glaube ich, dass man damit schnell eine Art "Vancian" Magie bekommt, bei dem die verschiedenen Wolfswesen eben keine Tricks mehr haben, aber dafür mehrere gebundene Werkzeugsgeister mit sich herumschleppen, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen.
Funktionalist:
Jepp, mehr Interaktion mit Geistern, wäre ein schöner Nebeneffekt.
Die Verhandlungen kann man ja anderen Spielern aufdrücken. Oft haben die Spieler da einen Heidenspaß, sich gegenseitig zu fordern und sie belohnen sich auch viel eher gegenseitig mit Lob für gute Szenen.
Gaben wären dann Ergebnisse von Verhandlungen mit Geistern, die im gegenzug natürlich gerne Macht/Quintessenz/Gnosis oder ganz abstruse Dinge hätten. So könnte es sein, dass ein im Großstadtdschungel hilfreicher Webergeist gerne ein paar mehr Telefonanschlüsse in bestimmten Stadtgegenden hätte...
Keine Wunderproblemlöser, sondern eher Problemschieber, aber das bitte spektakulär, unheimlich und mit viel Cool powerz, gerne auch aus Spielermund.
;)
Jiba:
--- Zitat von: Lachender Mann am 20.02.2011 | 19:25 ---Ich persönlich bin in aller Regel kein Freund von Hausregeln, die die SCs am Ende mit weniger KEWLPOWERZ dastehen lassen, weil das scheinbar relativ oft zu Verlustgefühlen führen. Da muß man dann schauen, wie man das vernünftig kompensiert, weil es halt auch relativ schnell dazu führen könnte, dass mit dem Verlust von Optionen, die in Richtung Heimlichkeit oder Sozialkompetenz gehen der direkte Weg der Gewalt attraktiver wird[...]
--- Ende Zitat ---
Genau da könnte man verfügbare Gaben in entsprechende kleine Riten umbauen. Ich bin auch der letzte der die Gewaltlösung bei Werwolf bevorzugt und habe Gaben eher als die Powerz empfunden, die dem Wunsch nach schnellen, direkten Lösungen entsprechen, während Riten aufwendig sind und man auch mal um die Ecke denken muss. Es geht nicht darum, die Spieler in ihren Möglichkeiten zu beschneiden, sondern die Möglichkeiten umzulagern.
Geistersprache würde ich gar nicht mal als ein Problem sehen... möglicherweise können die Garou das auch einfach so, oder sie müssen sozusagen eine Gewöhnung an eine bestimmte Sorte von Geist entwickeln, bis sie sie verstehen können. Oder vielleicht ist es auch umgekehrt und der Geist nimmt die Garousprache an - wenn der Garou sich zuvor ordentlich mit Opfer und allem bei ihm vorstellt.
So frei wie die Sphären bei Mage muss es eben gar nicht sein. Es gibt ja schon eine ganze Menge Riten für so ziemlich jeden Zweck... und wer im Spiel spontan einen neuen braucht, könnte vorhandene abwandeln. Oder man baut Ritenstrukturen also bestimmte Templates für verschiedene Ritengruppen (Strafritus, Jahreszeitenritus, etc...) in die man einfach nur noch Variablen einsetzen muss.
Terrorbeagle:
Man könnte auch den einzelnen Vorzeichen jeweils einen besonderen Effekt zu sprechen, den dann quasi nur die Wölfe dieser Fraktion beherrschen, und dann Gnosis quasi wie Bennies oder so für "Vorzeichenspezifische" Aktionen verwenden lassen - Ragabash können die Dinger dann für Heimlichkeit und Täuschung verwenden, Theurgen für Geister- und Mysterienkrams, Philodox für Empathie und Schlichtung, Gaillard für Motivation und Überzeugung, und Ahroun für Gealt und Einschüchterung - wenn man dann noch so etwas wie einen schnelleren Refresh-Modus für die Punkte dazu nimmt, und dann kleine Rituale und Anrufungen als entsprechenden Fluff dazu nimmt, müßte man einen relativ einheitlichen und stimmungsvollen Mechanismus bei der Hand haben, ohne gleich alle 200+ Gaben in Riten umzuschreiben.
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