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Haben Halblinge eine Existenzberechtigung

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kalgani:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 14.03.2011 | 17:16 ---Dieser Halbling ist vielleicht das Killerkaninchen aus Ritter der Kokosnuss.  ~;D

--- Ende Zitat ---

mit viel blut und notwendigen abschlachtungen hat der zumindest keine probleme  >;D

zum topic:
als spione/informanten könnten die auch gut herhalten.
auch in einem HdR like setting. können da schliesslich auch
alles und jedem nen ohr abquatschen^^

Lyonesse:
Ohne mir den Thread durchgelesen zu haben, möchte ich sagen: Selbstverständlich. Letzten Endes ist das wie alles in erster Linie eine Geschmacksfrage. Wenn man Elfen, Zwerge, Hobbits und Orks reinbringt und tolkieneske High Fantasy mag, warum nicht? Die Halblinge sind ja auch gut genug ausgearbeitet, um sich genügend Inspirationen zu holen, und auch nicht nur das wandelnde Klischee zu spielen (zB. D&D Gazetteer 'The Five Shires'); was ja oftmals die Gefahr bei den ganzen Fantasyrassen ist.
Ich selber habe in letzter Zeit jedoch versucht, eher in Richtung humanoide Fantasy zu gehen, und etwas nur mit Menschen und ohne die ganzen Fantasyrassen zu machen - was ich mir früher nie hätte vorstellen können.

Lyonesse:

--- Zitat von: Opa Hoppenstedt am 14.03.2011 | 11:52 ---Hobbits haben eine Existenzberechtigung auch und gerade im Herrn der Ringe, nämlich als ein Ideal! Die Waldläufer bewachen das Auenland nicht nur aus Jux, sondern weil es sich bei ihnen um ein edles Menschengeschlecht handelt, dass dem Erben des größten Königreiches folgt. Meine Interpretation ihrer Beweggründe ist, dass nach dem Ende des Bösen den Menschen (die ja leicht zu verführen sind) die Gesellschaft der Hobbits eben auch ein Vorbild für ein funktionierendes Gemeinwohl sein kann und soll. Wenn nun aber diese Kultur vorher durch marodierende Orks oder Nazgul oder was auch immer zerstört würde, dann gäbe es doch nur wenig, wofür es sich zu kämpfen lohnte. Es ist eben das Idyll des einfachen Mannes, das dort an den Grenzen des Auenlandes verteidigt wird, nicht zuletzt auch durch Gandalfs Einfluss, der ja stets fürchtete, dass diese friedliche Kultur Schaden erleiden könnte und würde. Nicht zuletzt deshalb verlässt Frodo ja das Auenland, nicht nur um sich selbst Frieden zu geben, sondern auch dem Auenland, denn er wäre ein ewiger Dorn der Dunkelheit in dieser Gesellschaft.

--- Ende Zitat ---

Würde zwar zustimmen, daß Gandalf die Hobbits mag, aber die Waldläufer schützen das Auenland doch eher, weil es sich offenbar nicht selber schützen kann und die Hobbits nun mal zu den freien Völkern des Westens (wie das klingt!) gehören, die unterstützt werden müssen. Wenn die Waldläufer auch in Rohan so rumgeschlichen wären - was den Hobbits ja in ihrer Ignoranz auch nicht so gut gefällt -, das hätten sich die Pferdeherren mit Sicherheit verbeten; dass das Auenland als Utopia bewahrt werden soll, habe ich so allerdings nie empfunden.

Yehodan ben Dracon:

--- Zitat von: Lyonesse am 14.03.2011 | 18:45 ---dass das Auenland als Utopia bewahrt werden soll, habe ich so allerdings nie empfunden.

--- Ende Zitat ---

Ich finds ´n netten Erklärungsansatz, vor allem da die Bücher ja andeuten, dass Hobbits gar nicht wehrlos sind. Sie haben nur sehr lange nicht mehr kämpfen müssen...Soweit ich mich erinnere, wird die Lebensweise der Hobbits in den Büchern unterschwellig der der anderen Völker vorgezogen.

Tudor the Traveller:

--- Zitat von: Opa Hoppenstedt am 15.03.2011 | 07:31 ---vor allem da die Bücher ja andeuten, dass Hobbits gar nicht wehrlos sind.

--- Ende Zitat ---

Vielleicht nicht wehrlos. Dennoch denke ich, dass Hobbits gegenüber anderen Völkern körperlich klar im Nachteil sind. Wenn man den ganzen Balancing Kram und die Romantik mal weglässt, ist ein kleiner, untersetzter Körper für einen bewaffneten Nahkampf nicht gerade vorteilhaft; und in einem Fantasy-Setting wie Mittelerde lassen sich Konflikte offenbar nur schwerlich mit Fernkampf, Plänkeln oder Guerilla-Taktiken gewinnen, sonst wäre der ganze Ringkrieg ja in seiner Form unsinnig gewesen (vergleichbare Aktionen von Faramir und seinen Leuten waren ja auch mehr oder weniger für die Tonne).

Dazu kommt, dass eine Gesellschaft ohne bestehende Kriegerkultur, wie es bei den Hobbits ja anscheinend der Fall ist, selbst bei körperlicher Gleichwertigkeit zusätzlich im Nachteil ist, wenn sie sich verteidigen muss. Ich sage nicht, dass das Auenland wehrlos ist; die zu erwartende Kampfkraft im beschriebenen Ist-Zustand ist aber imo nicht ausreichend für einen echten bewaffneten Konflikt.

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