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[Burning Empires] Werkschau
oliof:
Jau, ich hab meinen Beitrag auch Werkschau genannt und nicht Spielbericht. Meine Burning Empires Erfahrung beschränkt sich auf World Burning, Charaktererschaffung und knapp zwei Sitzungen, die aber von den Versuchen "die Tasse zu leeren" geprägt waren. Das ist aber auch knapp 4 Jahre her...
MSch:
Mal ne hetzerische Frage: ist das nicht ein epic fail auf soo vielen Ebenen, wenn ich meterweise Rollenspielbriketts in meinem Schrank habe (und das habe ich) die mir eigentlich nur getatten genau die eine Vision des Autors zu spielen und im BE-Fall sogar noch viel eingeschränkter sind?
Reichen da nicht ein/zwei Pamphlete und (im BE-Fall) ein Stapel Comics oder ein Malen-nach-Zahlen-Buch und gut?
Wozu brauche ich all die Seiten, all den Regelwust?
Ciao,
Martin
Der Wray:
Vielleicht würde das Dir ja reichen? Burning Empires ist ein sehr geschlossenes Spiel. Man hat eben feste Regeln die ein bestimmtes Spiel heraufbeschwören. Wie Monopoli. Wenn man nur das Universum bzw. Setting will, dann ist man mit den Comics und (im BE Fall) vielleicht mit dem Zusatzbuch "Blood Stained Stars" (Das nur Fluff und keinen Crunch enthält) und einem System seiner Wahl besser beraten.
Die "Vision des Autors" ist ein bestimmtes Spiel. Er hat ein Spiel designed, kein Setting. Das Spiel hat feste Regeln. Das Spiel gehört zur Gattung der Rollenspiele. Hausregeln hin oder her, aber viele Leute lassen bei D&D z.B. das Kampfsystem im RAW ablaufen: Ich gehe so und so viele Felder, ich benutze den Feat bzw. die Power, die macht so und so viel Schaden usw.
Bei BE gibt es strikten Crunch in anderen Bereichen. Das Spiel hat eine klare, feste Struktur: Es geht um die Vaylen, die einen Planeten infiltrieren wollen. Die Struktur läuft genauso ab wie es die Comics jeweils tun - andere Planeten, andere Figuren, andere Technologien, aber von Grundprinzip gleich. Das Spiel emuliert die Iron Empires Comics, es simuliert nicht ein Freies Spiel im Setting. Für mich kann so etwas koexistieren: Mal hab ich Lust, ein Spiel zu spielen (wie BE), mal hab ich vielleicht Lust, die Iron Empires zu erforschen. Im letzteren Fall würde ich vielleicht Diaspora o.Ä. zücken.
Burning Wheel sitzt mehr auf der Kante zwischen frei und strukturiert, weswegen es immer noch am meisten Probleme bei den Leuten verursacht. BE lässt sich eigentlich nicht anders Spielen, als geschrieben. BW ja, aber es hakt und wehrt sich dann gewaltig und wirkt total verschroben.
Cheers,
Wray
P.S.: Wie gesagt, meine Einschätzungen von BE beruhen nicht auf tatsächlicher Spielerfahrung. Es kann sehr gut sein, dass es mir als Spiel nicht taugt. Da ich aber wüsste, worauf ich mich einlasse, kann ich mir eine herbe Enttäuschung nicht vorstellen, es sei denn meine Mitspieler haben etwas vollkommen anderes erwartet.
YY:
--- Zitat von: MSch am 17.03.2011 | 16:27 ---ist das nicht ein epic fail auf soo vielen Ebenen, wenn ich meterweise Rollenspielbriketts in meinem Schrank habe (und das habe ich) die mir eigentlich nur getatten genau die eine Vision des Autors zu spielen und im BE-Fall sogar noch viel eingeschränkter sind?
Reichen da nicht ein/zwei Pamphlete und (im BE-Fall) ein Stapel Comics oder ein Malen-nach-Zahlen-Buch und gut?
Wozu brauche ich all die Seiten, all den Regelwust?
--- Ende Zitat ---
Das war auch mein Eindruck.
BE ist sehr speziell/extrem fokussiert.
Tomas Wanderer:
Oliof, Du schreibst richtig, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Rollenspiel auf der Mikro- und den Mechanismen auf der Makroebene gibt, unterschlägst aber die indirekten Einflussmöglichkeiten: Welcher Spieler den Wurf macht, wird mittels der konkreten Ausgestaltung der Szenen bestimmt; ebenso wer helfen kann; Artha; auf der Mikroebene verbessern die Charaktere ihre Skills. Genügt dies Deiner Meinung nach nicht aus?
Und könntest Du mir bitte die Seite nennen, auf der Crane den Zusammenhang zwischen Mikro- und Makroebene im Regeltext behandelt? Ich möchte dies nochmal nachlesen.
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