Pen & Paper - Spielsysteme > World of Darkness

Nachfolger der nWoD

<< < (19/19)

Sphärenwanderer:

--- Zitat ---Ist schon etwas komisch, dass Gewalt (solange man den Gegner damit nicht tötet) weniger problematisch ist, als Diebstahl.
--- Ende Zitat ---
Ja nun, es ist halt ein US-amerikanisches Spiel.  ;)

Teylen:

--- Zitat von: Sphärenwanderer am 13.04.2011 | 17:06 ---Ja nun, es ist halt ein US-amerikanisches Spiel.  ;)

--- Ende Zitat ---
[abartige] Folter ist in der oWoD eine groessere Suende als Diebstahl [oder Mord] ^^

Sphärenwanderer:

--- Zitat ---[abartige] Folter ist in der oWoD eine groessere Suende als Diebstahl [oder Mord] ^^
--- Ende Zitat ---
:o Klarer Fall für die Errata.

Magnus Eriksson:
Ich fände eine Tabelle mit einer prozentualen Verteilung von Menschlichkeitswerten innerhalb der Menschheit interessant. Es gab mal was vergleichbares für Willenskraft.
Dazu dann noch ein paar Beispiele welche Art von dauerhaften Lebensstil mit was für einen Menschlichkeitswert einhergeht.

Was ich schon sehr hart an dem System finde, ist, das ein einmaliger Übertritt gleich zum permanenten Verlust von Menschlichkeit führt.
Noch härter finde ich dann, dass auch Aktionen, die unbeabsichtigt (also nicht vom Spieler gewollt) dazu zählen können, insbesodere in Zuständen der Raserei oder in anderen Zuständen geistiger Abwesenheit, z.B. unter dem Einfluss von Präsenz oder Beherrschung.

Mit etwas Pech kann da schon ein Charakter in einer Nacht von Menschlichkeit 7 auf 4 fallen (eine Schlägerei, ein Mord in Raserei und dann noch ein Patzer beim Jagen wegen Blutmangel).

Da finde ich das System von Wraith oder Orpheus viel besser, wo es einen kontinuierlichen Anstieg der dunklen Seite gibt mit einer Unterscheidung in temporären und permanenten Punkten für Angst/Bosheit. Nur wer wiederholt gewisse Regeln verletzt, stärkt seine dunkle Seite. Außerdem sind auch anhaltendene kleinere Übertretungen auch bei fortgeschrittener Abartigkeit immer noch von Bedeutung.

Herr der Nacht:

--- Zitat von: Magnus Eriksson am 19.06.2011 | 12:01 ---Was ich schon sehr hart an dem System finde, ist, das ein einmaliger Übertritt gleich zum permanenten Verlust von Menschlichkeit führt.
Noch härter finde ich dann, dass auch Aktionen, die unbeabsichtigt (also nicht vom Spieler gewollt) dazu zählen können, insbesodere in Zuständen der Raserei oder in anderen Zuständen geistiger Abwesenheit, z.B. unter dem Einfluss von Präsenz oder Beherrschung.

Mit etwas Pech kann da schon ein Charakter in einer Nacht von Menschlichkeit 7 auf 4 fallen (eine Schlägerei, ein Mord in Raserei und dann noch ein Patzer beim Jagen wegen Blutmangel).

--- Ende Zitat ---

Ich würde sagen, das ist durchaus beabsichtigt. Eskalation und so. Und spätestens bei 4 ist man dann auf einer Menschlichkeitsbasis angelangt, die nicht mehr so schnell sinkt.

Wir hatten in der Gruppe auch schon viele Diskussionen über Menschlichkeit, denn das hängt auch immer ziemlich davon ab, wer leitet und welchen Spielstil man an den Tag legt.

Ein SL schickte uns z.B. haufenweise Schergen auf den Hals die bis zum bitteren Ende und ohne Gnade alles mit Waffengewalt niedermachten. Etwaige Versuche unserer Seite, investigativ oder mit Überzeugungskraft vorzugehen waren somit unnütz, weshalb Kampf die einzige Option war. Dann hinterher wollte er unbedingt Morality-Würfe für die Kampfszene haben, woraufhin ich ihm erklärte dass bei dem Spielstil die Regeln absolut nicht funktionieren. Unsere SCs wären bei der Häufigkeit von tödlichen Kämpfen innerhalb von drei Spielabenden zu sabbernden Psychopathen geworden, was keiner wirklich wollte.

Die Morality-Regeln RAW sind für mich bei einer menschlichen Truppe innerhalb einer KURZEN Chronik angebracht, die sich ums Entdecken der Welt der Dunkelheit dreht und den damit verbundenen eigenen Grenzüberschreitungen. Dann macht es auch nichts wenn man nach 5-6 Spielabenden SCs voller Psychosen hat die möglicherweise sogar in der Klapse landen zum Chronik-Ende. Solange es vorher klar besprochen wurde.

Will man aber wirklich eine langjährige Chronik spielen bei der auch gerne mal große Kämpfe vorkommen und Gewalt durchaus Alltagsgeschäft der SCs sein kann, dann ist man gutberaten das ganze per Hausregel abzudämpfen. Bei uns herscht z.B. das Gentlemens Agreement, dass für irgendwelche kleinen Statisten-Schergen die von sich aus angreifen und dann dabei umkommen, NICHT jedes mal ein Menschlichkeits-Wurf vorgenommen wird. Erst wenn die SCs von sich aus drastische Wege gehen, die sie auch vermeiden könnten, aber vielleicht nicht wollen, ist der Wurf angebracht. Und mit der Regel, fahren wir eigentlich ganz gut.

Navigation

[0] Themen-Index

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln