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Deadlands: Langfristige Verfolgung
Kardohan:
--- Zitat von: Harlan am 18.04.2011 | 09:30 ---Noch mal mit anderen Worten: Verfolgungsjagden auf relativ engem Abstand werden durch Manöver (insbes. Stunts) und Fernkampf zu einer interaktiven, interessanten Veranstaltung. Beides ist bei Verfolgungsjagden auf relativ großer Distanz nicht gegeben, und daher muss man sich etwas einfallen lassen, um sie unterhaltsam zu gestalten.
--- Ende Zitat ---
Ich hatte es schon kapiert, aber ich frage mal andersherum: Wie handhabst du dann bitte eine längere Reise von A nach B, wenn du bei sowas Schwierigkeiten hast?
Harlan:
Das ist wahrscheinlich keine ernst gemeinte Frage, aber bitte, zwei Ideen:
Lange Reise "Indie-Style": mit nem langen Strich von den USA bis unter das Dach der Welt.
Oder "Roadmoviestyle": als Collage aus Reiseszenen, mit dem Soundtrack dahinter.
Eher an letztere habe ich bei dem Stichwort "langfristige Westernverfolgungsjagd" gedacht.
Kardohan:
--- Zitat von: Harlan am 18.04.2011 | 18:22 ---Das ist wahrscheinlich keine ernst gemeinte Frage, aber bitte, zwei Ideen:
Lange Reise "Indie-Style": mit nem langen Strich von den USA bis unter das Dach der Welt.
Oder "Roadmoviestyle": als Collage aus Reiseszenen, mit dem Soundtrack dahinter.
Eher an letztere habe ich bei dem Stichwort "langfristige Westernverfolgungsjagd" gedacht.
--- Ende Zitat ---
Doch, meine Frage war schon ernst gemeint. Ich habe nämlich den Eindruck, dass Du die durchaus schwammigen Grenzen zwischen einer Verfolgungsjagd und einer Verfolgungsreise nicht klar trennst.
Wie gestaltet man eine Reise üblicherweise:
- Startpunkt (etwa das Nest Sleepy Gulch am Rande der Sierra Nevada).
- Schwierigkeit (Einige plot- und nicht plotbezogene Begegnungen und Geschehnisse)
- Zielpunkt (das einsame Blockhaus mit Höhle der Bande)
Die Streckenlänge ist grob bekannt, mit geographischen Gegebenheiten usw, demnach auch die vorraussichtliche Reisedauer.
Jeden Tag, den diese Reise dauert, würfelt man entweder Tracking bzw. Streetwise (in Siedlungen). Ein Mißerfolg/kritischer Fehler hat dann die üblichen Folgen (Verzögerung und Verlust der Spur mit Versuch sie wieder aufzunehmen).
Die "Schwierigkeiten" werden dann anhand der Reisestrecke vorherbestimmt oder man nimmt die "klassische" Begegnungstabelle. Dazu gehören eindeutig auch das Wetter, Wasser-/Nahrungsmangel, Fallen (vergiftete Wasserstelle, Steinschlag) und geographische Probleme, wie ein reissender Fluß oder eine tiefe Schlucht, nicht nur die obligatorische Klapperschlange oder der wütende Bär.
Die Verfolgten können dabei von Tag zu Tag ihre Spuren zu verwischen versuchen, Leute zurücklassen/anheuern, die evtl. Verfolger auflauern usw.
Das ist das grobe Gerüst eine klassischen Reiseabenteuers. Ob es nun darum geht von der Burg des Königs zum Dungeon zu kommen oder einen flüchtigen Verbrecher durch die Sierras zu verfolgen ist hier ohne Belang.
Bei einer Verfolgungsjagd im regeltechnischen Sinne sieht man STETS "das Weiße" im Auge der Gegner, man klebt ihnen direkt am Hinterteil und versucht sie aufzuhalten.
Du versuchst imA die Spannung und gewissermaßen auch das Tempo einer Verfolgungsjagd in ein Reiseabenteuer transferieren zu wollen. Allerdings klappt das eben nicht, weil hier der Spannungsbogen ein ganz anderer ist und er auch ein längerer sein MUSS. So etwas muss auf Reisen eben ganz anders aufgezogen werden...
Bei Verfolgungsjagden ist die Jagd an sich das Wichtige: Sie ist kurz, knackig und hat viele Special Effects.
Bei einer Verfolgungsreise ist aber das Ziel der Reise wichtig. Ereignisse zwischen Start und Ziel können und sollten zwar auch wichtig sein, sie spielen aber eher die 2te Geige; sie sind aber wesentlich Kulisse. Letztlich zählt ein Ereignis nur, wenn es einen zum Ziel führt oder davon abbringt.
Das meinte ich...
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