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[Scriptores] Konzeptvorstellung

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Bathora:
Hey Leute,

weil ich gerade mal wieder den Elan zum Basteln entdeckt habe, wollte ich euch mal ein Konzept vorstellen, dass schon länger in mir rumgärt. Es ist ein bisschen Meta, und mich würde einfach interessieren, ob das zu versponnen ist, was ich mir da ausgedacht habe.

Grundidee
Wir befinden uns in unserer Welt. Jetztzeit.
Neben der herkömmlichen Realität existiert noch eine weitere Ebene, der Narrative Raum. Hier passieren alle Geschichten, die erzählt werden. Egal ob es sich um große Epen, Faust oder den neuesten Michael-Bay-Film handelt, jede Geschichte hat ihre Parzelle im Narrativen Raum. Unter normalen Umständen ist dieser komplett von der fleischlichen Realität getrennt.
Aber es gibt auch die Scriptores.
Scriptores sind Menschen, die dazu in der Lage sind, Parzellen im Narrativen Raum mit der Realität zu verknüpfen. Das bedeutet, dass sie wirklich Einfluss auf das haben können, was im wirklichen Leben passiert. Scriptores greifen dabei immer über ein bestimmtes Medium auf den Narrativen Raum zu. Manche sind Autoren, andere Computerspieldesigner, oder einfach Rollenspieler. Egal wie sie ihre Geschichten erzählen, ihre Geschichten haben Macht.

Welche Macht?
Die Verknüpfung einer Parzelle mit der Realität hat Auswirkungen auf das, was passiert. Nehmen wir an, ein Scriptor erzählt eine Geschichte von einem Haus, das am Ende in die Luft gesprengt wird. Er verknüpft diese Geschichte mit einem real existierenden Haus. Wenn die Geschichte ihren Lauf nimmt, wird das Haus zwar (wahrscheinlich) nicht gesprengt, aber die Leute ziehen aus, das Haus vergammelt recht schnell, und alle meiden es - es ist einfach nicht mehr wirklich Teil der Welt. Auf ähnliche Weise können Personen in ihrem Verhalten beeinflusst werden, und selbst narrative Attentate sind möglich. Das ist ein langwieriger, aber potentiell sehr mächtiger Effekt.

Um eine Geschichte erzählen zu können, braucht ein Scriptor einen Avatar. Der Avatar ist seine Verkörperung in der Geschichte, das heißt, um den Narrativen Raum mit der Realität verknüpfen zu können, muss der Scriptor sich in die Geschichte "hineinschreiben". Der Avatar bleibt immer gleich, wird nur dem Setting der Geschichte angepasst. Die Geschichte beginnt zudem zu leben, sobald sich der Charakter hineinschreibt - sie ist ein organisches, sich selbst veränderndes Konstrukt, dass nur noch über den Avatar beeinflusst werden kann. Er kann nicht einfach erzählen, dass ein Gebäude in die Luft fliegt - er muss seinen Avatar dorthin schicken, um die Bombe zu legen.

Scriptores tun sich in Gruppen zusammen, weil mehrere Avatare größere Chancen haben, eine Geschichte erfolgreich zu Ende zu bringen. Sie können sich nämlich gemeinsam in die Parzelle des Narrativen Raums bewegen, sozusagen ihre Vorstellung zusammenschmieden.
Es ist auch möglich, in fremde Geschichten einzudringen, um sie zu sabotieren.

Und worum geht es jetzt?
Und das ist im ENdeffekt Kern des Spiels. Verschiedene Gruppen von Scriptores, die der Realität ihre Vorstellung aufzwingen wollen. Ein okkulter Krieg, ausgetragen sowohl in der Realität als auch im Narrativen Raum.

Warum das ganze? Um die Möglichkeit zu haben, mit denselben Charakteren (bzw. Avatar) viele verschiedene Settings bespielen zu können. An einem Abend im alten Japan, am nächsten in einem Zombie-Survival-Horror-Setting, dann wieder in den Weltraum, dann ins Mittelalter. All das verbunden von einem gemeinsamen Plot, dem Krieg um die Vormachtstellung in der Realität.


Klingt das gut? Blöd?
Seid hart zu mir, ich bin mir selbst nicht sicher. ;-)







Bad Horse:
Ich finde, das klingt interessant.  :)

Es ist sicherlich noch etliches zu tun, was die Wechselwirkungen der fiktiven mit der realen Wirklichkeit angeht, aber so grundsätzlich hat es was.

Seth:
Ich finde auch, dass es sehr interessant klingt. Gibt es da schon Genaueres zu einzelnen Scriptores oder Typen von Avataren oder ist das noch nicht wirklich über diese Rohfassung hinaus?

Bathora:
Nein, leider ist es im Augenblick noch nicht mehr. Ich wollte erst mal sondieren, ehe ich mehr Arbeit reinstecke. Ich bin mir im Augenblick noch nicht mal sicher, welches Regelwerk ich verwenden werde - oder ob ich selbst eines schreibe.

Holothuroid:
Versuch doch mal den Spielablauf etwas näher zu fassen.

Was genau sollen die Spieler tun? Welche Interaktionsmuster sollen sie verwenden?

Du hast ja schon mal erklärt, dass du irgendwie Party-Spiel haben willst. Inwiefern sollen sich denn die Charaktere in der Party unterscheiden? Sollen sie das aus Sicht des Regelwerks überhaupt?

Welche Hilfsmittel und Spielmaterialien kannst du dir vorstellen? Wie sieht es aus, wenn du eins davon stark veränderst?

Gibt es zu der Party einen Spielleiter? Wenn ja, versuch doch einmal positiv zu definieren, was der tun soll. Und zwar möglichst detailliert.

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