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DSA mit FATE?

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Taubmann:
Ohne penibel erscheinen zu wollen, sondern einfach weil mich der regelmechanische Hintergrund interessiert: Ein Aspekt, der komplett etwas verbietet, ist doch eine kleine Regelanpassung eurerseits, oder? Ich bin bisher davon ausgegangen, dass bei FateCore (S. 71) und auch freeFate, wenn ich mich richtig erinnere, ein Aspekt/eine Konsequenz nur dann negative Auswirkungen hat, wenn er gereizt (compelled) wird.
Ich glaube ein Aspekt wie "Astrale Kraft neigt sich dem Ende zu" oder "Heute klappt auch gar nichts richtig" sind gute Minor oder Serious Costs, wenn man nur Tie würfelt oder es trotz Fail gelingen soll.

Ansonsten gebe ich dir Recht. Ist einfach Geschmackssache. Der Spieler des Scharlatans hat seine starke Befürchtung geäußert, dass sich Magie nicht mehr wie Magie anfühlen wird, wenn sie genauso abgehandelt wird wie profane Skills. Deswegen möchte ich versuchen den Unterschied durch andere Verteidigungsskills heraus zu stellen. Empathie/Hellsicht war auch ein schlecht gewähltes Beispiel von mir, weil man sich nach Orginalregeln dagegen mit Raport oder Deceive verteidigt und eine Verteidigung auf Will schon der von mir erwünschte Unterschied wäre.

Auribiel:

--- Zitat von: Taubmann am  4.03.2014 | 12:42 ---Der Spieler des Scharlatans hat seine starke Befürchtung geäußert, dass sich Magie nicht mehr wie Magie anfühlen wird, wenn sie genauso abgehandelt wird wie profane Skills.

--- Ende Zitat ---

Damit hat er Recht und Unrecht zu gleich:
Mir persönlich gefällt es gerade, dass Magie keinerlei regeltechnische Vorteile gegenüber profanen Skills bringt oder anders, dass magiebegabte Chars keinerlei regeltechnische Vorteile gegenüber nichtmagiebegabten Chars haben. Das ergibt bei anderen Systemen immer die Notwendigkeit, die Magiefähigkeit als Kosten bei der Chargenerierung gegenzurechnen (was kaum sinnvoll gelingt) oder aber Magiern unfaire Vorteile gegenüber Nichtmagiern zuzugestehen.
Bei FATE hingegen (bzw. ich gehe jetzt mal von Fate2Go, bedingt auch von FreeFATE aus), ist das absolut fair: Kein Charakter ist einem anderen skilltechnisch überlegen.
Die Magie ergibt sich für mich aus der flufftechnischen Beschreibung. Das fühlt sich im ersten Moment komisch an, ist aber für mich auf den zweiten Blick ausgeglichener und fairer.

Da es um einen Illusionsmagier geht, muss ich aber gleich dazu sagen, dass die Abbildung von Illusionsmagie IMMER schwabbelig ist, das war auch bei DSA nie anders. Ich sehe hier weniger Probleme der Abbildung von Magie mit FATE, als der Abbildung von ILLUSIONSmagie mit FATE. Siehe hierzu ggf. auch hier, wo ich mit eben diesem Problem kämpfe (und viele hilfreiche Lösungsvorschläge erhalte).

LvR:
Ich habe mich da vermutl einfach unklar ausgedrückt:

Jeder Magiebegabte hat einen Aspekt (im Normalfall sein Highconcept), der aussagt, dass er Magiebegabt ist. Z.B. "Absolvent der Halle der Macht"
Dieser Aspekt ist dann auch derjenige, der in der entsprechenden Situation gereizt wird:
Der Magier zaubert eine Weile vor sich hin, schließlich hebt der SL einen Fatepunkt hoch: "Du hast jetzt schon einige Zauber gesprochen, kann es nicht sein, dass deine Astralenergie zur Neige geht?"
Wie bei einem anderen Compell kann der Spieler jetzt den FP annehmen (und dann für die Szene auf seine magischen Skills verzichten) oder er lehnt den Compell ab und kann dann weitermachen wie er möchte.

Wurde von dem "Out of Ammo" Aspekt von Fernwaffen inspiriert, die es in irgend einer Fate Inkarnation gibt (weiß nicht mehr welche). Ist bei beiden Sachen der Ersatz für Abstreichen einer Ressource (Munition / Astralenergie).

Natürlich fühlt sich das anders an, als das Magiesystem von DSA. Aber nachdem wir mit einigen anderen Ansätzen experimentiert hatten (Stressbalken usw) sind wir irgendwann zu der Erkenntnis gelangt, dass das für uns keinen Mehrwert bringt und haben auf das für uns notwendigste reduziert.
Den Part, dass Magie noch "magisch" ist, übernimmt bei uns jetzt alleine die Beschreibung und nicht mehr die Regelmechanik. Rein von der Fiktion ist es doch was anderes, wenn man von einem Flammenstrahl getroffen wird als von einem Schwert, auch wenn beides eine Probe auf einen Skill ist mit dem Ziel Stress zu erzeugen.

Es war aber ein längerer Prozess (glaube wir bespielen jetzt seit 1.5 Jahren Aventurien mit Fate), bis wir zum aktuellen Stand gekommen sind.

Taubmann:

--- Zitat von: Auribiel am  4.03.2014 | 12:53 ---Damit hat er Recht und Unrecht zu gleich:
Mir persönlich gefällt es gerade, dass Magie keinerlei regeltechnische Vorteile gegenüber profanen Skills bringt oder anders, dass magiebegabte Chars keinerlei regeltechnische Vorteile gegenüber nichtmagiebegabten Chars haben. Das ergibt bei anderen Systemen immer die Notwendigkeit, die Magiefähigkeit als Kosten bei der Chargenerierung gegenzurechnen (was kaum sinnvoll gelingt) oder aber Magiern unfaire Vorteile gegenüber Nichtmagiern zuzugestehen.

--- Ende Zitat ---

Meine Einschätzung von DSA 4.1 ist auch, dass magisch begabte Charaktere einen Vorteil gegenüber profanen geniessen. Ich tendiere eher dazu, dass bei einer Konvertierung ein bißchen mit zu übernehmen, aber hoffentlich etwas abzuschwächen durch selbe Regelmechaniken und Fatepunkte als Ressource für Alle. Im Gegensatz zu Zaubern, die ständig Regelmechaniken brechen und einer Bonusressource (AsP) nur für Magiewirker. Ich finde es zwar auch etwas unschön, aber wenn ich meine Gruppe richtig einschätze ist ihnen Balancing eher unwichtig.


--- Zitat von: Auribiel am  4.03.2014 | 12:53 ---Da es um einen Illusionsmagier geht, muss ich aber gleich dazu sagen, dass die Abbildung von Illusionsmagie IMMER schwabbelig ist, das war auch bei DSA nie anders. Ich sehe hier weniger Probleme der Abbildung von Magie mit FATE, als der Abbildung von ILLUSIONSmagie mit FATE. Siehe hierzu ggf. auch hier, wo ich mit eben diesem Problem kämpfe (und viele hilfreiche Lösungsvorschläge erhalte).
--- Ende Zitat ---

Habe den Thread kurz überflogen. Du wirfst da Probleme auf, die mir bisher noch nicht in den Sinn gekommen sind. Ich habe aber auch noch keine größere Erfahrung mit Illusionsmagie. Bisher bin ich - vielleicht etwas blauäugig - davon ausgegangen, dass sich Illusionszauber perfekt durch "Aspekte erschaffen" ausdrücken lassen.

@LvR: Danke für die Erklärung. Das hört sich sehr brauchbar an und ich werde das wahrscheinlich auch so für unsere Runde übernehmen.

Auribiel:

--- Zitat von: Taubmann am  4.03.2014 | 14:26 ---Habe den Thread kurz überflogen. Du wirfst da Probleme auf, die mir bisher noch nicht in den Sinn gekommen sind. Ich habe aber auch noch keine größere Erfahrung mit Illusionsmagie. Bisher bin ich - vielleicht etwas blauäugig - davon ausgegangen, dass sich Illusionszauber perfekt durch "Aspekte erschaffen" ausdrücken lassen.

--- Ende Zitat ---

Ich habe da gerade mit DSA schon böse Sachen erlebt (Realitätsdichte, mal so als Kampfwort), da wirst du allein mit "Aspekten erschaffen" nicht mehr hinkommen, wenn der Scharlatan einen illusionären Ignifaxius wirft, der laut DSA mit entsprechend hoher RD echte TP verursacht, das läuft dann schon in Richtung Schadenszauber. Nur mal so als Beispiel. Von einem anderen SL weiß ich, dass er auch zugelassen hat, dass man bei entsprechend hoher RD sogar Burgmauern mit illusionären Leitern stürmen konnte... (uargs).
Mit Illusionszaubern hat man jedenfalls... viel Freude als SL, kommt aber auch immer auf den Spieler an. Ggf. würde ich mit Illusionen nur das erlauben, was mit keiner anderen Zauberart möglich ist, also kein Schaden, keine geistige Beeinflussung, etc.

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