Pen & Paper - Spielsysteme > World of Darkness
(nwod) Morality und Degeneration Rolls
Korig:
Hi ich wollte als neuer Besitzer eines nwod Regelwerkes mal ein paar fragen zu diesem Thema stellen. Benutzt ihr das Vorgeschlagene System aus dem Buch. Wie klappt die Handhabung der da durch resultierenden "Maken" der Charaktere.
Ich bin mir noch nicht sicher ob das System nicht störend in einer Spielrunde wirken kann. Wenn ich z.B Hunter spielen will, und es enbrennt jedes mal eine Disskussion ob das Opfer jetzt als Mensch an zu sehen ist oder schon als Monster eingestuft werden kann. (Okulter Magier z.B).
Begeht der Hunter z.B einen Diebstahl, aber dieser dient dazu seine Bestimmung zu erfüllen, kann ich einen Bonus auf den Degeneration Wurf geben. Habt ihr aus euerer Spielerfahrung heraus das Gefühl. dass dies so gut funktioniert?
Gruß Korig
Nin:
Die Frage taucht hier immer wieder an diversen Stellen auf.
Falls du noch ein bisschen Geld übrig haben hast, solltest du das in nWoD "Mirrors" investieren. Dort wird erklärt, was eigentlich hinter dem Baustein Morality steht.
Kurz: Es geht weniger um eine starre Liste von allgemeingültigen "Sünden" und Verfehlungen, sondern darum (individuelle) Konflikte für die Charaktere zu schaffen. Konflikte, die gezielt angespielt und für die Geschichte genutzt werden.
8t88:
Hunter selbst hat auch die Möglichkeit Sünden zu ersetzen... das macht die Leute noch kaputter und lustiger zu spielen ;)
Korig:
Gut, dann muss ich mich mal durch das Hunters Buch arbeiten. Mal schauen ob ich danach schlauer bin. Aber im ganzen sollte man das dann alos wenn persöhnlich mit dem Spielern vorher ausmachen und wohl am Anfang nicht so eng sehen.
Herr der Nacht:
Ich zitier mich einfach mal aus dem anderen Thread:
--- Zitat von: Herr der Nacht am 21.06.2011 | 10:51 ---...
Wir hatten in der Gruppe auch schon viele Diskussionen über Menschlichkeit, denn das hängt auch immer ziemlich davon ab, wer leitet und welchen Spielstil man an den Tag legt.
Ein SL schickte uns z.B. haufenweise Schergen auf den Hals die bis zum bitteren Ende und ohne Gnade alles mit Waffengewalt niedermachten. Etwaige Versuche unserer Seite, investigativ oder mit Überzeugungskraft vorzugehen waren somit unnütz, weshalb Kampf die einzige Option war. Dann hinterher wollte er unbedingt Morality-Würfe für die Kampfszene haben, woraufhin ich ihm erklärte dass bei dem Spielstil die Regeln absolut nicht funktionieren. Unsere SCs wären bei der Häufigkeit von tödlichen Kämpfen innerhalb von drei Spielabenden zu sabbernden Psychopathen geworden, was keiner wirklich wollte.
Die Morality-Regeln RAW sind für mich bei einer menschlichen Truppe innerhalb einer KURZEN Chronik angebracht, die sich ums Entdecken der Welt der Dunkelheit dreht und den damit verbundenen eigenen Grenzüberschreitungen. Dann macht es auch nichts wenn man nach 5-6 Spielabenden SCs voller Psychosen hat die möglicherweise sogar in der Klapse landen zum Chronik-Ende. Solange es vorher klar besprochen wurde.
Will man aber wirklich eine langjährige Chronik spielen bei der auch gerne mal große Kämpfe vorkommen und Gewalt durchaus Alltagsgeschäft der SCs sein kann, dann ist man gutberaten das ganze per Hausregel abzudämpfen. Bei uns herscht z.B. das Gentlemens Agreement, dass für irgendwelche kleinen Statisten-Schergen die von sich aus angreifen und dann dabei umkommen, NICHT jedes mal ein Menschlichkeits-Wurf vorgenommen wird. Erst wenn die SCs von sich aus drastische Wege gehen, die sie auch vermeiden könnten, aber vielleicht nicht wollen, ist der Wurf angebracht. Und mit der Regel, fahren wir eigentlich ganz gut.
--- Ende Zitat ---
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