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[Pathfinder]: Punkte Kaufsystem unausgewogen?

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Samael:
Die ganze Sache ist außerdem in PF mE massiv weniger dramatisch.

Arkam:
Hallo zusammen,

die These die man immer wieder liest und hört ist das Charaktere die nur ein Attribut brauchen um ihre Klasse maximal zu nutzen.
Je mehr andere Attribute man für eine Rolle braucht je weniger maximal kann man seine Klasse nutzen.
Interessant ist dann nur ob die Spezialfähigkeiten einer Klasse die mehrere Attribute benötigt dieses Handycap, wenn es dann existiert, ausgleichen.
Schwer zu glauben ist für mich auch das Magier wirklich die Schweizer Taschenmesser sind. Denn auch der Spieler eines Magiers wird sich doch Gedanken zu seinem Charakter gemacht haben und deshalb eine Art von Magie bevorzugen.
Oder wird die Spruch Auswahl wirklich so groß und die Spruch Anwendung so wenig von Feats abhängig das sich dieser Effekt wirklich ergibt?
Ich arbeite mich gerade in Pathfinder ein und höre derzeit begeistert Mitspielern und Spielleiter dabei zu wie sie mögliche Charaktere besprechen und Builds vorstellen. Keiner klingt danach als könne er am Ende alleine durch das Abenteuer marschieren oder andere Charaktere ersetzen.
Kann es sein das die theoretischen Möglichkeiten eines Charakters und deren praktische Nutzung im Spiel dann doch deutlich voneinander abweichen?

Zudem habe ich das Gefühl das es eine Wettbewerbs Schiene gibt auf der es wirklich auf den letzten Punkt Schaden ankommt die man macht und darauf alle möglichen Regeln und Kombinationen auch zu nutzen um die Abenteuer zu überleben.
Dem gegenüber stehen Abenteuer die zwar eine Herausforderung für die Spieler bieten aber eben nicht darauf aufbauen das alle Charaktere bis auf den letzten Punkt optimiert sind.
Kann beide Spaß machen aber wer sich an einem Wettbewerb beteiligt wendet normalerweise auch mehr Zeit und Energie auf und prägt damit auch die Wahrnehmung des Spiels.

Gruß Jochen - Pathfinder Spieler Stufe: 1

Feuersänger:

--- Zitat von: Samael am  9.07.2011 | 20:38 ---Die ganze Sache ist außerdem in PF mE massiv weniger dramatisch.

--- Ende Zitat ---

"Massiv"? I disagree. PF ist Flickwerk, und hat an den eigentlichen Kernproblemen von 3.X nicht viel geändert. Ein paar alte T5er wurden auf T4 aufgebohrt, das war's schon. Selbst Klassen, die von 3.5 auf PF wirklich stark generft wurden, v.a. Druid, sind _immer noch_ T1, was nurmehr beweist, wie über-broken diese Klasse in 3.5 ist.


--- Zitat von: IM Possible am  9.07.2011 | 20:31 --- Gewährt das Klassensystem nicht Nischenschutz genug?

--- Ende Zitat ---

Sollte es, tut es aber in der Praxis nicht. Das ist ja genau das, was die Tiers-Klassifikation abbildet: "T1" Klassen, wie eben Cleric, Druid, Wizard, können jede beliebige Nische übernehmen, und den Job oft besser erledigen als die eigentlichen Spezialisten dieser Nischen.

Disclaimer: ich sage "können", nicht "tun es auf jeden Fall". Es ist für diese Klassen aber eben nur Frage des Beschlusses (und des Könnens des Spielers).

Feuersänger:

--- Zitat von: Arkam am  9.07.2011 | 20:54 ---Interessant ist dann nur ob die Spezialfähigkeiten einer Klasse die mehrere Attribute benötigt dieses Handycap, wenn es dann existiert, ausgleichen.
--- Ende Zitat ---

Das kommt auf die Klasse an. Meistens aber nicht. Wie schon gesagt, bei Castern kommt es nur auf ein Attribut an. Und dazu kommt: es gibt in D&D/PF für quasi ALLES einen Zauber. So gut wie jede Klassenfähigkeit kann durch einen Zauber emuliert werden. Ein Feat entspricht von der Mächtigkeit her ungefähr einem Grad-2 Zauber. Die Zaubergrade gehen aber bis 9.


--- Zitat ---Schwer zu glauben ist für mich auch das Magier wirklich die Schweizer Taschenmesser sind. Denn auch der Spieler eines Magiers wird sich doch Gedanken zu seinem Charakter gemacht haben und deshalb eine Art von Magie bevorzugen.
--- Ende Zitat ---

Eben - das ist ein eigenes Konzept. Im englischen Sprachraum bezeichnet man das als "Batman Wizard", in Anlehnung an den kostümierten Typen, der für und gegen Alles immer das passende Spray am Gürtel hat.
Ein hochstufiger Magier kommt locker auf ein Repertoire von über 200 Zaubern. Ich habe da z.B. eine Magierin der 18. Stufe, die glaube ich bei etwa 260 Zaubern liegt, und 70mal pro Tag zaubern kann. _Und_ da habe ich die Sprüche nichtmal "optimal" ausgewählt, sondern noch eine ganze Menge Schrott (lies, Blasterzauber) in der Liste.


--- Zitat ---Kann es sein das die theoretischen Möglichkeiten eines Charakters und deren praktische Nutzung im Spiel dann doch deutlich voneinander abweichen?
--- Ende Zitat ---

Der Trick des erfolgreichen Magierspieler ist, seine Übermacht nicht an die große Glocke zu hängen, sondern seine Kunst so einzusetzen, dass am Ende seine Gefährten glauben, sie hätten die Herausforderung gemeinsam überwunden.
Das ist nebenbei auch der Tenor des Wizard-Handbooks für Pathfinder mit dem schönen Titel Being A God; es ist also nicht so, dass sich daran zwischen 3.5 und PF irgendwas geändert hätte.

Samael:

--- Zitat von: Feuersänger am  9.07.2011 | 20:56 ---"Massiv"? I disagree. PF ist Flickwerk, und hat an den eigentlichen Kernproblemen von 3.X nicht viel geändert. Ein paar alte T5er wurden auf T4 aufgebohrt, das war's schon. Selbst Klassen, die von 3.5 auf PF wirklich stark generft wurden, v.a. Druid, sind _immer noch_ T1, was nurmehr beweist, wie über-broken diese Klasse in 3.5 ist.

--- Ende Zitat ---

Du benutzt diese "tiers" ja geradezu so, als seien sie irgendeine wissenschaftlich fundierte Skala. Das sind sie aber nicht. Und vielleicht solltest du einfach mal ein bisschen Pathfinder spielen. Was du als "Flickwerk" abtust, sehe ich als wirklich grundlegende Verbesserung der Attraktivität der Nicht-Vollcaster. Möglicherweise kippt das System, wenn Stufe 8 und 9 Sprüche ins Spiel kommen. Vorher aber nicht, und bis dahin kommen eh die meisten Kampagnen nicht. Die APs enden ja auch immer Stufe 13-15, und aus gutem Grund.

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