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Sherlock Holmes: A Game Of Shadows

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Arbo:

--- Zitat von: Ein am 15.07.2011 | 21:07 ---Sherlock Holmes übt sich auch in den Romanen in der damals im Londoner Bürgertum sehr beliebte Kampfkunst Bartitsu, eine Mischung aus Boxen, Savate, Ringen, Jiujutsu sowie Stockfechten.

--- Ende Zitat ---

Nunja, für mich hätte es mehr Flair gehabt, wenn das Augenmerk wesentlich auf dem Stockfechten gelegen hätte (von mir aus auch Selbstverteidigung mit Mantel, wie es in Abbildungen zu Bartitsu zu sehen ist). Auch ein von der Story und vom Hintergrund her vielleicht nicht ganz korrektes Bata wäre schmuck gewesen. Insgesamt hätte das dem Ganzen eine eigene Note geben können. Verschenkte Chance also ... leider. Im Film wirkten die Kämpfe auf mich aber wie typische Martial-Arts-Action, die heute in Filmen so weit verbreitet ist (inkl. der Schnitte).

Der Deerstalker wird laut Wikipedia übrigens in einer Doyle-Geschichte erwähnt. Für die insgesamte Darstellung (Inverness-Mantel und Deerstalker) stimmts: Die wurde wesentlich durch die Illustrationen geprägt.

Arbo

Blizzard:
So. Ich war gestern abend mit einem sehr guten Freund in dem Film. Wir haben beide damals den ersten Teil gesehen, der uns sehr gut gefallen hat. Da mir die Zeit für ein ausführliches Review wegen noch ausstehender Weinhnachtseinkäufe fehlt, hier nur ein kurzes Fazit. Es gibt mehr (brachial-) Action als in Teil 1-allerdings auf Kosten der Story. Die ist zwar immernoch gut, aber nicht mehr ganz so spannend & komplex wie im 1.Teil. Was auch daran liegen mag, dass Moriaty nun mehr oder weniger "offen" agiert: man weiss, wie er aussieht, das war in Teil 1 nicht der Fall gewesen. Auch die "magischen Momente", die Teil 1 u.a. ausgezeichnet haben, sind zwar aber eben weniger vorhanden/spärlicher gesät. Schade fand ich auch, dass der Chefinspektor, der sich im 1.Teil ein persönliches Duell mit Holmes liefert, im 2. Teil zu einer absoluten Statistenrolle verkommt, und nur ganz am Ende des Films quasi so nebenbei noch auftaucht-als wäre er im Nachhinein noch implementiert worden.
Gesamt betrachtet ist es allerdings ein guter Film, und eine würdige Fortsetzung-aber Teil war eine Spur besser, Arbos Einschätzung geht da schon in die richtige Richtung:

--- Zitat von: Arbo am 14.07.2011 | 21:10 ---Nach dem Trailer denke ich, dass der Streifen insgesamt etwas rasanter wird und dadurch noch weniger Flair hat als der erste Film.
--- Ende Zitat ---
Mein Ranking: 7/10

Gaming Cat:
Insgesamt überwiegt bei mir ein durchgängig positiver Eindruck...die Action (in extremer Zeitlupe und Supernahaufnahme) ist natürlich Geschmackssache, aber Holmes "durchdachte" Prügelei ist absolut genial und passt - man verzeihe das Wortspiel - wie die Faust auf's blaue Auge.
Ich fand ihn deutlich geradliniger und eine Prise humoriger als den ersten, was unter anderem Watsons Hochzeit geschuldet ist...
Mit Moriarty erhält Holmes jetzt auch einen brillanten und würdigen Antagonisten. Wer sich zwei Stunden mit sehenswerter Requisite, trefflichen Wortgefechten und zünftigen Schlägereien unterhalten will ist (wie auch bei Teil 1) im richtigen Film.  :d
Persönlich fand ich auch den OST von H. Zimmer wieder sehr stimmig und ohrwurmig...aber der unterscheidet sich ja nur marginal vom ersten Teil.

Vash the stampede:
Ich fand den Film OK. Er hat mehr Action und weniger Rätsel als der erste, was etwas schade ist, aber in meinen Augen ihn nicht schlecht macht. Die Darstellung fand ich super und gerade das ständige Brechen der Zeitlupen/Vorschaufunktion fand ich gut. Die Kriegssequenz fand ich gerade durch die Zeitlupe super.

alexandro:
Hab ihn gesehen...

Wer Teil 1 kennt, der weiss ihn erwartet ein eher durchschnittliches Drehbuch und eine grottige Regiearbeit - in dieser Hinsicht wird man nicht enttäuscht. Der Plot ist spaßig, hat aber zahlreiche Löcher und auch das sichtlich höhere Budget kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Inszenierung in weiten Teilen wie ein Fernsehfilm wirkt. Besonders ärgerlich ist die nervige Kameraführung, welche kein Mittelding zwischen "langweilige Totale" und "hektischem Herumwackeln" (schlimmer als bei "Ein Quantum Trost") zu kennen scheint.

Letztlich ist das aber egal, denn

--- Zitat ---Ich würde durchaus 9€ bezahlen, um Jude Law und RDJr. beim Tapezieren eines Badezimmers zuzuschauen solange sie dabei In-Charakter bleiben.
--- Ende Zitat ---
die Charakterere reißen es wieder raus. Law und Downey Jr. harmonieren sehr gut und haben einige nette Momente. Moriarty (=sadistischer Narkoleptiker) und die Zigeuner-Schnalle (für mehr als ein Klischee hat es nicht gereicht, und selbst das wird schnell über Bord geworfen) wirken dagegen eher blass.

Aber auch abseits von Holmes & Watson gibt es (trotz des Versagen des Bösewichts und der MacGuffin-Trine) ein paar gute Szenen durch Stephen Fry (Mycroft Holmes) und Kelly Reilly (Mrs. Watson), welche eine schöne Vorstellung abliefern, obwohl ihre Rollen deutlich kleiner sind - ihre Präsenz im Film ist ein echter Lichtblick in einer Cast die ansonsten komplett von Law & Downey Jr. überschattet wird.

Insgesamt ein durchwachsenes Werk, aber ich würde mir wohl trotzdem eine weitere Fortsetzung antun.

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