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Was macht ein Killerspiel zum Killerspiel?
MadMalik:
Ich würde ja gerne noch was dagegen sagen, aber YY hat das zu gut gemacht. Wobei, einen hab ich noch: "Könnte denn auch mal jemand an die Kinder denken?" :'(
Ranor:
B. war Mitglied in einem Schützenverein und hat dort den Umgang mit Waffen gelernt.
Über was ihr hier diskutiert ist in der Wissenschaft seit Jahren völlig umstritten. Ich selbst bin von meiner früheren Postion ("Lasst die armen Videospiele in Ruhe, die können mit so etwas natürlich nichts zu tun haben!") zwar schon länger abgekommen, aber stehe natürlich mittlerweile auch nicht auf der Gegenseite. Soll heißen: Ich bin da ratlos.
Tjorne:
--- Zitat von: Bluerps am 27.07.2011 | 15:16 ---Ich denke, was trainiert wird sind die sekundäre Fertigkeiten, wie z.B. Reaktionsfähigkeit, taktisches Denken, evtl. auch überlegtes Handeln unter Streß. Was einen natürlich zu einem effektiveren Mörder macht, wenn man denn beschließt zu morden.
--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: Psycho-Dad am 27.07.2011 | 16:10 ---- Allgemein Spielen fördert Reaktionszeiten, Ego-Shooter im speziellen die "Einsatzhemmung" zum Schiesen. Das Bedeuted, wenn jemand Amok laufen will, dann wird er schneller und weniger zögerlich abdrücken, wenn er schon lange zeit Ego-Shooter Spielt (in der Theorie). Jemand, der nicht vorhat, Amok zu laufen, wird duch Ego-Shooter aber auch nicht dazu "angstachelt". Der Impuls zum Amoklaufen muss außerhalb des Spieles gesucht werden.
--- Ende Zitat ---
This.
Auch wenn YY sicher ebenfalls Recht hat - aber da fehlt eben genau dieser Aspekt. Shooter machen keine Mörder aus harmlosen Leuten. Aber sie haben wohl das Potential, jemanden, der einen Mord/Anschlag/Amoklauf plant in sekundären Fertigkeiten "auszubilden" und insbesondere seine Einsatzhemmung zu verkürzen. Letzteres bedeutet vor allem, dass "normale" Leute zumindest einen Augenblick zögern, bevor sie auf einen Menschen schießen - Egoshootertraining kann dieses Zögern um (möglicherweise entscheidende) Sekundenbruchteile oder Sekunden verringern.
Dass auch aktische Aspekte trainiert werden können, ist zwar richtig, aber da greift dann wieder YYs Argumentation: Das ist in der Praxis wohl selten relevant.
Plagiator:
--- Zitat von: Tjorne am 27.07.2011 | 19:28 ---Egoshootertraining kann dieses Zögern um (möglicherweise entscheidende) Sekundenbruchteile oder Sekunden verringern.
--- Ende Zitat ---
Das ist doch egal. Ich glaube nicht, dass es da auf Sekunden(bruchteile) ankommt. Wenn du dich einmal dazu entschlossen hast, ist es doch egal, ob du durch so ein "Training" 1-2 Sekunden eher abdrückst/abdrücken kannst oder nicht. Und sowas trainierst du auf einem Schießstand (wie der Attentäter in Norwegen) viel realistischer und "besser" mit Nachladen, Ladehemmung etc. Entscheidend ist doch vielmehr, DASS du abdrückst. Ob der Attentäter die 45-60 min des Wahnsinns empfunden hat wie in einem Ego-Shooter, ist letztendlich auch, Entschuldigung für die drastische Wortwahl, scheißegal. Das ändert nichts an der furchtbaren Tatsache, dass er 76 Menschen getötet. hat.
Teylen:
Der Moerder aus Norwegen hat aber explizit angegeben das Egoshooter, in seinem Fall Modern Warfare, wichtiger bzw. elementarer Bestandteil seiner Vorbereitung bzw. seines Training fuer die Mordserie war. Wie er in dem Interview ausfuehrlich darlegt.
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