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Sinnvolle Spezialisierung bei Fertigkeiten?
Eulenspiegel:
Ich finde es unschön, dass "Besonderer Erfolg" und "Schwerer Fehler" unabhängig vom eigentlichen Talentwert sind.
Eine Person, die Jagen auf 1 hat, macht genau so häufig besondere Erfolge und schwere Fehler wie eine Person, die Jagen auf 20 hat.
Ich würde folgendes Vorschlagen:
- Der Würfel explodiert. Das heißt, bei 20 darf man nochmal würfeln und das Ergebnis zu 20 addieren. (Also so wie bei Savage Worlds.)
- Bei einer 1 wird nochmal gewürfelt, allerdings wird der Wert jetzt subtrahiert. Wenn man insgesamt eine 0 oder niedriger würfelt, ist das ein schwerer Fehler.
Beispiele:
[*]Conan hat Jagen auf 10. Er würfelt eine 1. Anschließend würfelt er nochmal und würfelt eine 6. Das Endergebnis ist 10-6 = 4. 4 ist kein Erfolg, aber auch kein schwerer Fehler, da größer als Null. Es ist ein einfacher Misserfolg.
[*]Conan hat Jagen auf 10. Er würfelt eine 1. Anschließend würfelt er nochmal und würfelt eine 16. Das Endergebnis ist 10-16 = -6. -6 ist ein schwerer Fehler, da kleinergleich Null.
[*]Conan hat Jagen auf 19. Er würfelt eine 1. Anschließend würfelt er nochmal und würfelt eine 3. Das Endergebnis ist 19-3 = 16. Damit hat er einen Erfolg.
[/list]
Sprich, schlechte Jäger machen häufiger Schwere Fehler und dafür seltener sehr gute Ergebnisse.
Gute Jäger erzielen dagegen häufiger sehr gute Ergebnisse und machen seltener Fehler.
Bei Spezialisierungen stört mich, dass der Wert +4 fest ist und man nicht wirklich frei wählen kann, wie spezialisiert man denn nun genau ist.
Die Hochspezialisierung "Sicher" ist dagegen super, da sie die Varianz dann einschränkt.
Alex:
Ich stimme dir mit den Erfolgen/Misserfolgen zu. Ein flexibleres System wäre besser, aber explodierende Würfel würden die Balance völlig aus den Socken hauen, weil diese Probe (1W20+Fertigkeitswert) nicht nur für Fertigkeiten, sondern auch bei Waffen und Zaubern Anwendung findet. Ab einem gewissen Werteunterschied verdoppelt, verdreifacht usw. sich der Schaden der Waffe. Bei 'nem W20 nochmal obendrauf wäre das zu krass. Und bei Fertigkeiten wie Jagen was anderes fordern als bei Waffen ist ungeschickt.
Vielleicht sollte ich noch sagen, dass es kein fixes Ergebnis gibt, auf das man würfeln muss, wenn eine Probe gelingen soll (wie z.B. 20 bei Midgard oder unterwürfeln bei DSA). Je schwieriger die Probe, umso höher das erforderliche Ergebnis. Im Umkehrschluss heißt das auch, dass jemand der Jagen 19 hat, Proben mit Schwierigkeit "normal" (10) und "erschwert" (15) immer (und ohne Würfelwurf) schafft und daher einen immensen Vorteil gegenüber jemand hat, der Jagen nur mit 8 kann.
Die von dir entwickelte Idee mit den unterschiedlichen Würfeln bei der 1 ist ein stimmiges System, wir wollten aber wirklich nur noch 1 Wurf. Deshalb gibt es auch keine kritische Fehler- und Erfolgtabelle, auf die man nochmal würfeln muss, sondern ein festes Geschehen, was die Probe noch ein wenig mehr versaut (1) oder eber noch ein ganzes Stück besser macht (20).
Das ist auch ein Grund, warum ich keine W10 einführen will (auch wenn Sir Pauls Idee gut ist), weil wir nur mit W20 und W6 agieren und ich das gerne beibehalten würde.
Das mit der Spezialisierung und +4 ist eine Art Default. Ich werde eine Optionalregeln einführen, bei dem die Varianz zwischen +2 (sehr allgemein) und +6 (sehr, sehr speziell) liegt.
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