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[VtM] Euer Spielverständnis?
Samael:
--- Zitat von: Pokotori am 31.01.2012 | 08:56 --- Die Gruppe ingame in kampfsituationen bringen, weil man wegen zu viel Gelaber bockig is? Wie kindisch ist das denn?!
--- Ende Zitat ---
Wenn sich zwei komplette Abende lang nur die Charaktere untereinander besprechen, ohne dass konkret irgendetwas passiert, dann kann das bestimmt ziemlich langweilig sein. Ich weiss, dass mich das auch endlos frustriert hätte. Wir hören hier die Geschichte nur aus der einen Perspektive, nicht vergessen!
Pokotori:
--- Zitat von: Samael am 31.01.2012 | 09:25 ---Wenn sich zwei komplette Abende lang nur die Charaktere untereinander besprechen, ohne dass konkret irgendetwas passiert, dann kann das bestimmt ziemlich langweilig sein. Ich weiss, dass mich das auch endlos frustriert hätte. Wir hören hier die Geschichte nur aus der einen Perspektive, nicht vergessen!
--- Ende Zitat ---
selbst dann steht man auf und spricht die sache an / verlässt die gruppe und überträgt die eigene Frustration nicht wien Kleinkind in die Spielsituation.
Samael:
Wie gesagt, es gibt immer zwei Perspektiven. Vielleicht sieht er das ganz anders als Tanja.
EDIT:
Augenscheinlich war dem Rest der Gruppe übrigens klar, dass der Spieler Action wollte. "Statt ihm ein bisschen was zu geben, damit er auch Spass hat, wurde sein Charakter gekillt. Great work!"
DAS wäre eine mögliche andere Perspektive.
Pokotori:
Ich zitiere mal
--- Zitat ---Dass genau er sich dann (weil ihn unser "Gelaber, statt zu handeln" so nervte, dass er da quasi mal ein Exempel statuieren wollte ...) in eine völlig dämliche Kampfsituation brachte, hat es nicht besser gemacht. SL sowie Spieler versuchten tatsächlich, es zu richten - mit mehreren Warnungen und dem Hinweis, Rückzug sei doch manchmal besser etc.
Auf dem Ohr war er aber leider taub und bescherte uns damit die erste SC-Vernichtung der Runde. Er nahm das augenscheinlich recht gelassen und machte sich artig einen neuen Charakter.
--- Ende Zitat ---
selbst wenn es durch die subjektive brille von tanja geschrieben ist, sind doch einige fakten klar:
- zitat impliziert, dass er es so gesagt hat -> frustration also echt
- auf basis der frustration wird in eine kampfsituation hineinmanövriert (is ja erstmal ega ob die dämlich ist oder nicht)
- SL UND Spieler versuchen die Situation zu ändern -> spätestens jetzt wird klar, dass sich der Spieler gegen die gesamte Gruppe gestellt hat
- spieler lässt charakter trotz Warnungen und Einsprüchen seitens SL und Gruppe sterben und fängt nahtlos an, einen neuen Charakter zu machen
-> unnötig, unkooperativ, trotzig und kindisch.
Wenn ER das problem hatte, dass sich nichts entwickelt hätte er.. na, na? richtig... REDEN können. die bloße Tatsache, dass er es nicht gemacht und den Charaktertod hingenommen hat ist ja schon bescheuert genug.
Aber gut, letztlich ist es auch nur eine beobachtung. Ich finds immer noch kindisch.
Clawdeen:
--- Zitat von: Pokotori am 31.01.2012 | 09:23 ---Aus wievielen Leuten besteht die gruppe denn überhaupt dann noch, wenn sie noch besteht?
--- Ende Zitat ---
Hast ein gutes Händchen für gute Fragen, scheint mir. *g*
Es sind jetzt 6 Leute (5 Spieler).
Als ich startete, waren es 8 Leute (7 Spieler).
;)
Ansonsten versuche ich mal, den angesprochenen Punkt bzgl. des anderen Spielers ein bisschen näher zu beleuchten:
--- Zitat von: Samael am 31.01.2012 | 09:25 ---Wenn sich zwei komplette Abende lang nur die Charaktere untereinander besprechen, ohne dass konkret irgendetwas passiert, dann kann das bestimmt ziemlich langweilig sein. Ich weiss, dass mich das auch endlos frustriert hätte. Wir hören hier die Geschichte nur aus der einen Perspektive, nicht vergessen!
--- Ende Zitat ---
Ja, das stimmt natürlich auch wieder. Hängt aber auch wieder davon ab, was man unter "kompletten" Abenden versteht und unter "konkret etwas passiert".
An sich spielen wir 8 Stunden pro Session. Streng genommen war es hier also ein Abend, da wir beim ersten Mal ausnahmsweise nur 4 Stunden spielten und dafür die erste Hälfte des nächsten Abends aber auch wieder für diese Gespräche "drauf" ging.
Es gab da nur zu Anfang und Ende hin sehr geringe Interaktion mit NSC, ansonsten war das tatsächlich in diesen 8 Stunden reines "Gelaber". Allerdings keine reinen Planungen, sondern das im Grunde erste Mal, das exzessives Charakterspiel betrieben wurde (und schon allein deshalb find ich das sehr gerechtfertigt - wenn nach etwa 4 Monaten Spielzeit bei 2-wöchentlichen Terminen erstmals eine solche Gelegenheit als solche gesehen und genutzt wird).
Die einzelnen Charaktere erörterten ihre persönlichen Ziele und (natürlich nicht immer ganz offen, sondern manchmal eher in Form des Tuschelns) ihren Bezug zu anderen Charakteren, versuchten jemanden der SC im Ansehen zu pushen oder umgekehrt vor ihm zu "warnen", es wurden Gerüchte gestreut und Details aus dem Hintergrund einzelner SC offenbart, die vorher nicht bekannt waren ... es wurde über die Struktur der Gruppe an sich gesprochen und eben über die Notwendigkeit eines Anführeres/Sprechers/whatever in der gegebenen Situation (war bis auf weiteres temporär gedacht und entsprang der gegebenen Situation), wobei zwei Charaktere um die Position buhlten - der eine von sich aus reiner Selbstüberzeugung heraus *g*, der andere eher gepusht von Dritten.
Ich fand das persönlich schon sehr wichtig. Für mich selbst, aber auch, weil diese Stunden mal "Fleisch" aus den meisten Charakteren gekitzelt hat und sie sich abseits eines gelieferten Plots mal wirklich damit auseinandersetzen, wo sie sich sehen, wo sie hin wollen - und mit wem und warum.
Wirkliche Planungen, die sich aufs Spielgeschehen bezogen, liefen da eher am Rande bzw. nach hinten raus und betrafen den Angriff auf eine bestimmte Stadt bzw. auf dort regierenden Prinz wegen ... persönlicher Dinge, die allen Charakteren gemeinsam waren.
Die Kampfsituation entstand einen Abend später, als wir tatsächlich vor der eben genannten Stadt standen und an sich dort den Angriff durchführen wollten. Wir verbrachten da etwa eine halbe Stunde mit Detailüberlegungen und wollten dann los, als dummerweise etwas dazwischen kam und umgekehrt wir durch etwas angegriffen wurden, das dafür sorgte, dass zwei der dort befindlichen 6 Vampire sich auf der Flucht irgendwo in der Pampa befanden und der Rest sich vor Ort mit 3-5 schwer heilbarem Schaden befand. Nur auf Grund dessen haben wir dann beschlossen, unsere Wunden zu lecken und den Angriff zu verschieben (vom Prinzen selbst waren wir zu dem Zeitpunkt - unserer Annahme nach - noch unentdeckt), weil wir es wenig sinnvoll fanden, in der gegebenen Konstellation von 4 so verwundeten Vampiren aus Neugeborenen und Ancillae bei wem einzulaufen, der unserer Kenntnis nach von mindestens einem Ancilla, einem alten Kappadozianer sowie etlichen Ghulen und Menschen geschützt wird.
Besagter "bockiger" Charakter hat daraufhin beschlossen, dann eben allein zu denen zu marschieren. Hat er auch getan ...
--- Zitat von: Samael am 31.01.2012 | 09:49 ---Wie gesagt, es gibt immer zwei Perspektiven. Vielleicht sieht er das ganz anders als Tanja.
--- Ende Zitat ---
Natürlich sieht er das ganz anders. Hat er ja auch offen zum Ausdruck gebracht.
In diesen suizidalen Kampf (und sorry, aber den kann man wirklich nicht anders werten) hat er sich gestürzt, damit eben endlich mal "was passiert". Warum das der wenig heldenvolle Tod des eigenen Charakters sein musste, kann ich nicht sagen. Warum das sein musste, obwohl klar war, dass wir den Rückzug auf Grund unserer Verletzungen vorläufig beschlossen und nicht, weil wir ein Kaffeekränzchen dann doch verlockender gefunden hätten, kann ich auch nicht sagen.
Und ganz generell wollte/will dieser Spieler nach eigener Aussage halt vor allem Action, Kämpfe, gerne welche in größerem Ausmaß (Schlachten nachstellen etc.), und eventuell noch ein bisschen Detektivarbeit an Spielinhalten, vor allem alles möglichst stark am (noch nicht existenten, da wir uns von Dark Ages zur Neuzeit spielen) Sabbat orientiert und entsprechend offensiv.
Wenn man nur das spielen will, ist eigentlich egal, ob es nun ein Abend ist oder zwei, an dem "gelabert" wird, das nervt dann schon, wenn man da wenig kompromissbereit ist (so wie mich das Gegenteil, dieses möglichst exzessive Gemetzel, an den ganzen Abenden vorher genervt hat). Als wir dann zu Anfang des 3. Abends den Rückzug ansagten, hat er da wahrscheinlich nicht gesehen, dass es dafür verdammt gute Gründe gab, sondern da sind einfach die Luken Richtung "hoffnungslose Fälle" runter gegangen, denke ich mal.
Danach hat er sich dann einen Charakter einer seltenen Blutlinie gebastelt und musste dann inplay auch erst mal "labern", weil der Prinz (andere Stadt, hier ein SC von uns) natürlich nicht gesagt hat "Cool, dass du da bist. Willkommen im Ahnenrat und hier gleich mal ein paar wichtige, geheime Infos für dich ..." oder etwas in der Art, sondern man diesem komischen Vogel von dieser Blutlinie, von der noch kein Mensch - sorry, Vampir - gehört hatte, schlichtweg erst mal misstraute und mit Vorsicht begegnete. Inplay-Angebote, sich Vertrauen XYZ durch Aktion ABC zu erarbeiten (immerhin wollten wir bei allem Interesse an "realistischem Misstrauen" und sowas den Charakter des Spielers ja wieder in die Gruppe bringen), lehnte der Spieler an dem Abend ab mit der Begründung, das sei ihm zu anstrengend und auf Arschkriecherei habe er keinen Bock (was inplay letztlich beinahe zur Eskalation und zur im Update-Post genannten PvP-Diskussion führte).
Najo, das haben wir dann wegen der nachfolgenden Absagen nicht mehr irgendwie klären können.
Ist aber, so glaube ich, ziemlich irrelevant, wer da nun im Detail wie was gesehen hat. Auch so wird da ziemlich deutlich, dass da inplay wie outplay Leute aufeinander geprallt sind, die grundsätzlich verschiedene Vorstellungen hatten und einfach nicht miteinander spielen sollten. Das wertet weder den einen oder anderen auf oder ab, sondern zeigt einfach nur, dass ich da in eine Art Paradegruppe gelandet bin, wenn es darum geht, wie wichtig a) klare Gruppenregeln (wie auch immer man sie nennen möchte), b) miteinander zu reden und c) ähnliche Spielvorstellungen sind. Finde ich.
Und ich bin froh, dass sich daraus eine mittlerweile ziemlich gute Gruppe entwickelt hat mit viel Spucke und gutem Willen aller (noch) Beteiligten.
EDIT:
Samael, bzgl.
"Augenscheinlich war dem Rest der Gruppe übrigens klar, dass der Spieler Action wollte. "Statt ihm ein bisschen was zu geben, damit er auch Spass hat, wurde sein Charakter gekillt. Great work!""
aber schon noch:
Ich bin im Juli 2011 in die Runde gekommen, hab im August hier den Thread gestartet und die beschriebenen Entwicklungen beschreiben den Stand von Januar 2012.
Dieser Charaktertod war Mitte November ... und die Runde bestand in Gemetzel-Form (meine Sicht der Dinge, ja) seit Mai 2011. Ich finde ja, dass man nach 6 Monaten der hier im Thread (von mir, ja) kritisierten Spielweise mal 2 Abende Gelaber aushalten kann.
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