Pen & Paper - Spielsysteme > World of Darkness
[VtM] Euer Spielverständnis?
First Orko:
--- Zitat von: Teylen am 1.08.2011 | 11:12 ---Ich habe gerade die Comic-Geschichte zu Theo Bell gelesen.
Der wird auf dem Buchruecken mit "Der Shaft unter den Vampiren" beschrieben. Also sinngemaess also "Er ist schwarz, brutal und cool. Yeah." (Den Wortlaut kann ich heute Abend nach schauen)
--- Ende Zitat ---
Nie gelesen den Namen. Handelt es sich um diesen hier ? Laut Wiki kommt der aus "Gehenna, the Final Nights", dass 2004 erschienen ist - damit satte 13 Jahre nach dem Maskerade-Buch. Dass es in der Zwischenzeit gewisse Veränderungen gegeben hat, will ich ja nicht abstreiteten, aber ich bezog mich oben auf die Erstausgabe.
Teylen:
--- Zitat von: Orko am 1.08.2011 | 11:21 ---Handelt es sich um diesen hier ? Laut Wiki kommt der aus "Gehenna, the Final Nights", dass 2004 erschienen ist - damit satte 13 Jahre nach dem Maskerade-Buch.
--- Ende Zitat ---
Also der Comic wurde wohl mindestens einmal 2002 veroeffentlicht:
http://www.amazon.com/Vampire-Masquerade-Theo-World-Darkness/dp/0971012946/
Mit Gehenna hat es nichts bzw. wenig zu tun.
Die Figur duerfte jedoch die gleiche sein.
Ah und rein beim Grundregelwerk, kann man in der 2nd rev. im Spielbeispiel betrachten das es mit dem Zwang zum Drama nicht soweit her ist. [Der Nossi Spieler sagt an das er sich von einer Hure ernaehrt und ihr dafuer das Genick bricht. Der SL meint okay, mach MK Wurf. Der Nossi Spieler schafft ihn. Daraufhin versenkt er die Leiche der Hure in einem Muelleimer und die Aufarbeitung der MK wird auf spaeter verschoben.]
גליטצער:
VtM hab ich mehrfach probiert und bin immer wieder gescheitert. Das Problem mit VtM besteht meiner Meinung darin, dass man eigentlich Spieler bräuchte, die einen Vampir zu Spielen von vornherein uncool finden. Aber die sehen sich das Buch ja i.d.R. leider nicht mal an.
First Orko:
--- Zitat von: Glitzer am 1.08.2011 | 11:27 ---VtM hab ich mehrfach probiert und bin immer wieder gescheitert. Das Problem mit VtM besteht meiner Meinung darin, dass man eigentlich Spieler bräuchte, die einen Vampir zu Spielen von vornherein uncool finden. Aber die sehen sich das Buch ja i.d.R. leider nicht mal an.
--- Ende Zitat ---
Ich wäre so einer - ich konnte mich mit meinen Vampire-Charakeren nie wirklich anfreunden, irgendwie. Aber ich hab ja auch ein paar gute Erfahrungen machen können ;) Aber du hast tatsächlich recht: Das System Menschlichkeit/Pfade sollte wohl ursprünglich wiederspiegeln, dass man sich als Vampir zunächst mal vor sich selbt und vor seinen Taten ekelt und über die Hackordnung der neuen Gesellschaft lernt, dass man die Kräfte einsetzen muss um zu überleben. Ich habe trotzdem noch einige Spieler kennengelernt, denen es gar nicht schnell genug gehen konnte, Menschlichkeitspunkte zu verlieren. Nur anstatt dann konsequenterweise auch das innere Tier rüberzubringen gabs dann kalt berechnende (!) Mördermaschinen mit Genuss an Töten. Passt mE nicht ganz zur Darstellung des Tieres in den Büchern.
El God:
--- Zitat von: Glitzer am 1.08.2011 | 11:27 --- Das Problem mit VtM besteht meiner Meinung darin, dass man eigentlich Spieler bräuchte, die einen Vampir zu Spielen von vornherein uncool finden.
--- Ende Zitat ---
Sehr interessante Beobachtung. Das wäre wohl auch meine (für mich einzig mögliche) Herangehensweise ans Setting.
Teylen: Es wurde einzig festgestellt, dass die Spielweisen "Moshen" nicht mit "Story-Intrigen" und nicht mit "Persönlicher Horror" kompatibel sind. Da jetzt eine Beleidigung rauslesen zu wollen ist... typisch VtM-Spieler ::) :P
Die Regeln (kewl powarz) sprechen einen anderen Spielstil an als die Packungsbeilage (persönlicher Horror) und wiederum anders als das Setting an sich (Über-NSCs, Intrigen). Das wurde ja nun oft genug festgestellt und zwar von so vielen Seiten, das muss garantiert erstunken und erlogen sein, nur um die armen VtM-Spieler zu diskreditieren, v.a. weil viele Leute hier im Thread bereits VtM gespielt haben (ich persönlich nicht, aber die Masse negativer Urteile finde ich erdrückend).
Nein, man ist nicht doof, nur weil man VtM spielt, aber das Spiel ist in dem, was es verspricht und leistet, zu unterschiedlich, um bei vielen Leuten wirklich Befriedigung aufkommen zu lassen.
Mein Ratschlag wäre ja, in der Gruppe einen einheitlichen Spielstil zu suchen, der zwar allen Spielern eine gewisse Entfernung vom eigenen Ideal abnötigt, aber insgesamt Konsens ist. Natürlich muss man dafür in der Lage sein, miteinander zu sprechen. Aber (Achtung, Vorurteil), der typische VtM-Spieler hört bei "So will ich nicht spielen" ja sofort "Der Spielstil ist scheiße". So kommt man natürlich auf keinen grünen Zweig. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass funktionale VtM-Gruppen eher Zufall sind, weil sich Leute gefunden haben, die auf einer Wellenlänge sind. Zufall, weil das Spiel an sich keine Wellenlänge vorgibt, die nur eine Sorte von Spielern anlockt, die garantiert miteinander klarkommt.
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