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[Film] Superman - Man of Steel (Sommer 2013)
McCoy:
Weiß eigentlich jemand wie der Superman/Clark Kent Unterschied nach dem Reboot bzw in dem neuen Film dargestellt wird? In den Comics nach der John Byrne Neugestaltung (ja ok, von '86) war Kent ja nicht mehr der trottelige Loser wie früher mal. Im letzten Superman Film war er es ja wieder, was mir persönlich eher nicht gefallen hat.
alexandro:
Wie das nach dem Reboot ist weiss ich noch nicht (die Comics sind noch nicht erschienen und ich meide Spoiler), aber in den letzten Jahren war Superman in den Comics nur noch sehr selten als Kent unterwegs und hat sich da auch eher im Hintergrund gehalten. Durch besondere Trotteligkeit ist er nicht aufgefallen, er ist eher überhaupt nicht aufgefallen ("Clark Kent" ist ein Statist im Superman-Universum).
Diese Entwicklung (genau wie Lex Luthors Wandlung vom schurkischen Wissenschaftler zum gewieften "white collar" Mastermind) ist natürlich zu komplex, um sie unter 2h zu erzählen, deswegen ignoriert sie "Returns" dezent (was ich schade finde, da ich Spacey lieber als "Kaiser Soze"-Mastermind gesehen hätte, denn als Nachfolger von Gene Hackman, aber das ist meine persönliche Präferenz ;) ).
Jed Clayton:
In den Comics der 90er-Jahre, also spätestens Post-Return of Superman 1993, war Clark Kent ja sogar zeitweise der coole, hippe Star-Reporter und außerdem sehr männlich und athletisch. Der Charakter "Clark Kent" hat sogar mal "in-continuity" neben seiner Reporterarbeit einen Abenteuerroman namens Under A Yellow Sun geschrieben. (Diesen "Roman" habe ich irgendwo in meiner Sammlung, er hat mich aber nie sehr interessiert.)
In letzter Zeit habe ich tatsächlich nicht viel von Clark Kent mitbekommen, in den Comics meine ich. Da habe ich ständig nur Superman im Kostüm erlebt.
McCoy:
Stimmt, obwohl ich den Kent mit Pferdeschwanz und Superman mit langen Haaren etwas...gewöhnungsbedürftig fand. Aber den toughen Reporter fand ich persönlich besser als den tapsigen 1,95m Trottel. Das der in den letzten Jahren nur noch zum Lückenfüller degradiert wurde und kaum noch in Erscheinung trat ist schade.
Mir gefiel der Gedanke das er Clark Kent ist der sich umzieht wenn Not am Mann war und der Superheld gebraucht wurde. Nicht wie ganz früher wo er Superman war und sich als Clark Kent verkleidete wenn mal keine Katze gerettet werden musste.
Immerhin kommt die moralische Überlegenheit die Superman ausmachte von seiner Erziehung als Mensch Clark Kent und nicht von der kryptonischen Seite (ich fand auch das Krypton das Byrne zeichnete sehr gelungen, nicht mehr die Utopie von einst, sondern ein kalter, steriler Planet auf dem die Kryptonier in Isolierung voneinander lebten und kaum noch gefühlsregungen spürten)
Jed Clayton:
--- Zitat von: McCoy am 30.08.2011 | 15:42 ---Mir gefiel der Gedanke das er Clark Kent ist der sich umzieht wenn Not am Mann war und der Superheld gebraucht wurde. Nicht wie ganz früher wo er Superman war und sich als Clark Kent verkleidete wenn mal keine Katze gerettet werden musste.
Immerhin kommt die moralische Überlegenheit die Superman ausmachte von seiner Erziehung als Mensch Clark Kent und nicht von der kryptonischen Seite (ich fand auch das Krypton das Byrne zeichnete sehr gelungen, nicht mehr die Utopie von einst, sondern ein kalter, steriler Planet auf dem die Kryptonier in Isolierung voneinander lebten und kaum noch gefühlsregungen spürten)
--- Ende Zitat ---
Das sehe ich genauso, McCoy.
In der Tat war das der Hauptknackpunkt in den Superman-Comics nach 1986. In der alten Continuity war Superman, also Kal-El, die Person und "Clark Kent" nur eine Rolle, die Kal-El spielte. In der Post-Crisis Continuity war Clark Kent eine vollwertige Person, die ab und zu das Superman-Kostüm anzog.
"Krypton gab mir Wissen, aber erst die Erde machte mich zum Menschen" usw.
Ich empfand den Planeten Krypton in den Spielfilmen (Superman I, II und Returns) mit Allzweck-Kristallen und grenzenlosen Eislandschaften auch immer als sehr steril und kühl, die Kryptonier als uniformiert-konformistische Gesellschaft. In den alten Comics hatte Krypton dagegen den bunten spacigen Art-Deco-Look, eine Welt wie Mongo aus Flash Gordon.
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