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SciFi versus Fantasy — Stilfrage?

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Samael:
Relativ rasante Fantasy bietet die Geralt / Hexer Reihe von Andrzej Sapkowski.

dx1:
Ah, stimmt, da hab ich mal in einer Sammlung einen Auszug gelesen und das erste PC-Spiel dazu habe ich auch. Ich kann leider kein polnisch, darum frage ich: Trifft der|die Übersetzer|in den "Ton"? Und ist das auch wirklich besser als zum Beispiel die "Chronik der Unsterblichen" von Holbein? Dort sind die Protagonisten ja fast immer die Ub0rkrassen. Zumindest bis zur dramatischen Wende zwischen dem zweiten und letzten Drittel der Geschichte …

Seth:

--- Zitat von: dx1 am 18.08.2011 | 18:56 ---Warum ist das so oft so? Oder kommt mir das nur so vor, als würden Fantasyautoren überwiegend schwafeln, während SciFis sich kürzer fassen können und trotzdem stimmungsvoll erzählen?

--- Ende Zitat ---

Ja, das kommt dir nur so vor, da gibt es keine genrespezifische Konvention. Ich hab' in meiner Laufbahn mehr Schund auf der Sci-Fi-Ebene gelesen, als im Fantasybereich. Sagt das was über eine allgemeine Qualität des Mediums aus? Nein, offensichtlich nur über die eigene Präferenz. Und auch wenn du es behauptet, wirkt es für mich hier im Thread noch nicht so, als wolltest du dich wirklich überzeugen lassen, da deine Meinung ja relativ fest steht. Bist du wirklich an Gegenbeispielen interessiert (mögliche Autoren wurden ja bereits genannt) oder eher daran, deine These zu bestärken?

Außerdem ist es bereits deine persönliche Vorliebe, ausufernde Beschreibungen nicht zu mögen. Das sagt erstmal nichts über die Qualität aus. "Kurz und knackig und trotzdem spannend" ist nicht nur nicht das Non plus ultra, es mag in manchen Fällen noch nicht einmal das erstrebenswerte Ziel sein, was ebenfalls an den Vorlieben des Lesers liegt.

Ich finde auch diesen quantitativen Aspekt seltsam. Ja, es mag auch im Fantasybereich Autoren geben, die zu viel des Guten abliefern - aber seit wann sagt die Seitenanzahl etwas über die "Stilfrage" oder die Qualität eines Werkes aus? Die Illias geht unter 24 Büchern halt mal nicht.

mattenwilly:
Elisabeth Moon: "Deeds of Paksenarion" und Folgebände sind ebenfalls recht "schnell" geschrieben. Wie ne DnD Runde halt :)

Esther M. Friesner: "Chicks in Chain Mail", "Chicks n'chained Mails", "The Chick is in the Mail" etc. sind schnelle Kurzgeschichten

CONAN! Da wird sogar an den Dialogen gespart bei Krom!

Alan Burt Akrens: Kregen hat zwar Wiederholungen aber geht

Samael:

--- Zitat von: dx1 am 18.08.2011 | 19:22 ---Ah, stimmt, da hab ich mal in einer Sammlung einen Auszug gelesen und das erste PC-Spiel dazu habe ich auch. Ich kann leider kein polnisch, darum frage ich: Trifft der|die Übersetzer|in den "Ton"? Und ist das auch wirklich besser als zum Beispiel die "Chronik der Unsterblichen" von Holbein? Dort sind die Protagonisten ja fast immer die Ub0rkrassen. Zumindest bis zur dramatischen Wende zwischen dem zweiten und letzten Drittel der Geschichte …

--- Ende Zitat ---

Holbein lese ich seit 15 Jahren nicht mehr. ;)

Sapkowski ist sehr ungewöhnlich vom Stil. Schaus dir einfach mal an.

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