Pen & Paper - Spielsysteme > World of Darkness
[WoD] Grenzenloser Smalltalk
Mr. Ohnesorge:
:d
Huhn:
Ich nehm Nins Zitat mal mit hier rüber, weil ich den entsprechenden Thread damit nicht zumüllen will.
--- Zitat von: Nin am 2.08.2015 | 20:37 ---"This is a cash grab" ... auch wenn es vielleicht nicht das große Geld ist, aber ich glaube nachwievor, dass OPP ein kommerzielles Unternehmen ist.
--- Ende Zitat ---
Ist ja prinzipiell auch ok, wenn sone Sachen auch kommerziell betrieben werden. Machen ja einige Verlage. Aber es wäre schön, wenn OPP einfach mal dazu stehen und mit den entsprechenden Begriffen arbeiten würde. Ich komme mir ganz allgemein von denen allmählich ziemlich verschaukelt vor. Die ganze Zeit biedern sie sich als hach so kleines, bodenständiges "Projekt" an, machen einen auf "der Fan von nebenan" und sind ja hach so basisnah. Und im Grunde treffen sie aber ganz wirtschaftliche Entscheidungen und ich werd das Gefühl nicht los, dass sie allmählich den Punkt erreicht haben, wo sie einfach nur noch zusehen, wie sie die Geldquelle am besten abgeschöpft bekommen, bevor sie eintrocknet.
Wenn man so viel Geld verdient, die Menge an Freelancern zu bezahlen wie OPP das tut, das ist da definitiv ne Menge Cash zu grabben, auch wenn vielleicht für die Einzelperson "nur" ein normales Gehalt bei rumkommt.
Die haben so viele Projekte am Laufen, dass kein normaler Fan da noch nen Überblick behalten kann. Im Grund operieren sie mittlerweile irgendwie so börsenmäßig die ganze Zeit mit potentiell in der Zukunft vorhandenen Büchern. Bücher, die rausgekommen sind, sind plötzlich egal, weil noch zu produzierende Bücher die Aufmerksamkeit brauchen - sollen sich ja schließlich verkaufen. Ansagen werden hintenrum einfach geändert, ohne dass das jemals begründet wird. (Beispiel: Der Godmachine-Hintergrund wurde mir mal als das neue Grundregelwerk angepriesen - mittlerweile siehts eher so aus, als sei der Godmachine-Kram so ne nette Nebenspiellinie, die in Zukunft völlig marginal werden wird). Die schiere Menge an Büchern spricht ja schon dafür, dass sie sich gezwungen sehen, wirtschaftlich zu arbeiten - und mehr als einmal pro Person verkauft sich halt normalerweise kein Buch. Und durch das Kickstarter-System bringen ihnen ja auch Bücher, die sie ausliefern gar kein Geld mehr (im Gegenteil - die kosten!), sondern nur Bücher, die sie ankündigen rauszubringen. Die Sichtweise zeigt ja auch dieser Witz von Katalog, den sie rausgebracht haben.
Können sie ja machen, aber dieses ganze "Wir machen das, weil wir auch Fans sind und wir machen das nur für euch"-Geseier können die sich sonstwohin schieben, das glauben die doch wohl selbst nicht mehr. Und die Lügerei ist für mich viel schlimmer als die einfache Tatsache, dass Verlage irgendwie halt Wirtschaftsunternehmen sind. *hass schiebt* :gasmaskerly:
Teylen:
Ich würde sagen das die Bücher die über Kickstarter finanziert sind nicht unbedingt im Abverkauf kosten, sie sind einfach aus dem Fokus weil der Blick auf die nächste Ankündigung gerichtet ist. Der Verkauf der Bücher sollte ein reines Gewinngeschäft sein. Schließlich regelt DriveThruRPG den Verkauf, die Verteilung von digitalen Büchern, den Druck von Büchern und den Versand von Büchern. Onyx Path Publishing hat dort keine kosten mehr und sie werden wohl eher den Teufel tun auf die traditionellen Einzelhändler zuzugehen. Wenn DTRPG irgendwann die Option bietet und die Organisation übernimmt vielleicht, sie selbst jedoch wohl nicht.
Ansonsten ist das Problem wohl einfach das sie wieder voll in der Publishing threadmill sind.
Was sie ursprünglich angeblich ja vermeiden wollten.
Wisdom-of-Wombats:
--- Zitat von: Huhn am 2.08.2015 | 22:45 ---Können sie ja machen, aber dieses ganze "Wir machen das, weil wir auch Fans sind und wir machen das nur für euch"-Geseier können die sich sonstwohin schieben, das glauben die doch wohl selbst nicht mehr. Und die Lügerei ist für mich viel schlimmer als die einfache Tatsache, dass Verlage irgendwie halt Wirtschaftsunternehmen sind. *hass schiebt* :gasmaskerly:
--- Ende Zitat ---
Volle Zustimmung! :d Du fast das sehr schön zusammen. Ich gebe auch offen zu, dass ich ja als alter Requiem 1.0 Fan, erst White Wolf und Onyx Path lange die Stange gehalten habe, was die nWoD angeht. Aber langsam kam man sich dann immer verschaukelter vor: erst wird Vampire: The Masquerade als Linie wiederbelebt und bekommt plötzlich 5 Mal so viele Publikationen wie Requiem, dann bekommt Requiem auch noch eine ziemliche verspätete und eher miese 2.0 Version, die ich eigentlich gar nicht spielen möchte. Und jetzt der Abschuss mit V4, zu einem Zeitpunkt wo OPP von mir noch Geld für weitere V20 Bücher sehen will (Ghouls, Tal'Ma'hera und Beckett's Jyhad Diary - was das einzige noch wichtige Produkt ist). V4 soll wieder ein ganz normales GRW werden - also wahrscheinlich 13 Clans, keine Paths und auch nur Grundlagen der Thaumaturgie und Nekromantie. Dann kommt wahrscheinlich ein Sabbat, Camarilla, Anarch Guide, ein Ghul Buch, ein Thaumaturgie Buch - also alles was man bereits mindestens zwei Mal im Schrank hat.
--- Zitat von: Teylen am 2.08.2015 | 23:13 ---Ansonsten ist das Problem wohl einfach das sie wieder voll in der Publishing threadmill sind.
Was sie ursprünglich angeblich ja vermeiden wollten.
--- Ende Zitat ---
Das sag ich ja schon länger. Letztlich ist OPP ein stinknormaler Verlag, der aus den Lizenzen einfach Geld rausholt. Und viel schlimmer: die Qualität lässt nach. Beast musste während des Kickstarter völlig überarbeitet werden, V20DA ist ein echter Tiefpunkt bzgl. Continuity, nWoD 2.0 leidet unter schlechten Mechaniken. Aber die Fans schmeißen Geld hinterher wie kreischende Frauen bei Magic Mike XXL. Wundert es da, dass OPP so handelt?
Mr. Ohnesorge:
Ihr habt OPP e ht für was anderes als eine Firma, die mitGewinnabsicht handelt, gehalten? Süß.
@MoC: was stört dich an V:tR2.0?
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