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[WoD] Grenzenloser Smalltalk

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Infernal Teddy:

--- Zitat ---Das heißt der Schreibstil ist mir persönlich zu vage, zu sehr fluff getränkt und zu wenig konkret, handfest. Es ist kein Genuß die Werke zu lesen. Die Regelgestaltung ist mir persönlich zu wenig innovativ, konsequent und schafft es nicht über die Regeln ein stimmiges Spielgefühl zu erzeugen. Neben dem Eindruck das die Regeln nicht belastbar sind und nur mäßig mechanisch durch balanciert.
Es ist etwas das mir durchaus bereits zuvor aufgefallen ist, namentlich bei "Strange, Dead Love", "Into the Void" oder dem Versuch das "World of Darkness" Grundregelwerk zu lesen. Die meiste Zeit hat darüber hinweg geholfen das ich von der World of Darkness begeistert war. Das hat aber aufgrund der Kommunikation gelitten. Dazu kamen mehrere Faktoren.
Ich wollte mich für eine Runde einmal in Werewolf: The Apocalypse 20th Anniversary Edition einlesen (ich kenne die Spiellinie nur vom Hören Sagen) und bin hart mit der Erkenntnis zusammengestossen das ich das Spiel dort - so ansehnlich das Buch aufbereitet ist - nicht gut vermittelt finde.
--- Ende Zitat ---

Also alles so, wie es schon in den Neunzigern war?

Wisdom-of-Wombats:

--- Zitat von: Infernal Teddy am 16.12.2015 | 20:45 ---Also alles so, wie es schon in den Neunzigern war?

--- Ende Zitat ---

Jap!  >;D Witzigerweise habe ich Vampire-Leiten nicht aus dem Buch sondern durchs Vampire-RPG-Leiten und Vampire-Live-Spielen gelernt. Beides war die ersten fünf Jahre ein klares ausprobieren wie das Spiel funktionieren soll (gerade das Live hat mir erfolgreich vermittelt, wie man es nicht macht. Danke an die SL von Münchner Nächte!). Erst mit Requiem habe ich richtig Tritt gefasst und die letzten 10 Jahre gelernt, was klappt und was nicht klappt. Das GRW ist dabei keine besonders große Hilfe und die offiziellen Abenteuer erst recht nicht. Gelernt worauf es ankommt habe ich bei den soapigen Vampire Diaries und True Blood und generell Soaps.

Bisher ist jedes GRW der WoD und von CofD (spricht: Soft) ein Werkzeugkasten gewesen bzw. eine Lego-Grabbelkiste ohne Bauanleitung. Die Regeln funktionieren (auch wenn sie kaum ausbalanciert sind) und irgendwie passt auch alles zusammen - nur es liegt halt keine Bauanleitung bei. Die muss man selber finden.

Und ganz ehrlich, ich gehe nicht davon aus, dass irgendetwas an der WoD jemals gespielttestet wurde in den letzten 11 Jahren. Der letzte Spieltest dürfte für nWoD/VtR stattgefunden haben.

Von daher verstehe ich die Erwartungshaltung nach ausbalancierten und funktionierenden Regeln bei der WoD überhaupt nicht. Gab es noch nie und braucht inzwischen kein Mensch mehr. Bei CofD sieht es für die 1.0er Versionen anders aus.

@Teylen: Du kennst die WoD nur aus Nostalgie oder? Du hast noch nicht gekauft, als sie noch publiziert wurde oder? (Also ich rede von der Spielreihe die 2004 beendet wurde).

Teylen:

--- Zitat von: Infernal Teddy am 16.12.2015 | 20:45 ---Also alles so, wie es schon in den Neunzigern war?
--- Ende Zitat ---
In den Neunzigern war es neu, das Thema war frisch, ich war um einiges jünger, ich habe nicht mit den Machern Kontakt gehabt, meine Ansprüche an Texte bewegen sich so zum Großteil im Shounen Ai / Yaoi FanFiction oder auch "freie Forenspiele" Bereich...
...macht heutige Bücher nicht besser....gerade wenn sie eher noch umfangreicher wurden und etwas anders.

Nin:

--- Zitat von: Infernal Teddy am 16.12.2015 | 06:50 ---Ohne flamen zu wollen: warum wird denn jetzt genau OPP in diesem Forum so mit Häme überschüttet? Fasst es doch mal bitte für mich zusammen.
--- Ende Zitat ---

Für mich entwickelt sich die C-of-D in eine Richtung, dir mir so gar nicht gefällt.

* Immer mehr Regeln auf der Meta-Ebene.
Aber ich persönlich mag es auch so wenig Regeln wie möglich zu haben und komme mit Regeln zum Selbstzweck nicht gut klar.
*
--- Zitat von: Murder-of-Crows am 16.12.2015 | 15:10 ---
2. OPP hat mittels David Hill als inkompetenten Developer mein Lieblingssystem/Setting Dark Ages mit V20DA versaut.
--- Ende Zitat ---
... es zeichnet sich ab, dass das im übertragenen Sinn auch für mein nWoD Lieblingssetting gilt. Er scheint ein oder zwei gute Ideen für Changeling the Lost zu haben, aber insgesamt gefällt es mir so gar nicht, was er aus der ersten Edition macht.

Wisdom-of-Wombats:
Ich weiß gar nicht, ob die Regeln der CofD so sehr Selbstzweck sind. Wenn man hinschaut sieht man klar die Vorbilder: Fate und Powered by the Apocalypse. Beide Systeme versuchen erzählerisches Spiel durch ein Regelgerüst zu stützen. Die Conditions erinnern mich da einerseits an schlechte implementierte Konsequenzen aus Fate und andererseits an Bedingungen für die man XP bekommt aus PtbA. Die ganzen Conditions der CofD könnte man gut als Konsequenzen bei Fate einsetzen. Wobei ich dann sogar glaube, dass Fate das bessere erzählerische System für die CofD wäre.

Was Changeling: The Lost angeht, befürchte ich auch, dass David Hill es konsequent ruinieren wird, weil die erste Edition eigentlich ziemlich das beste Setting der CofD war, David Hill aber leider nur B-Klasse Entwickler, der sich schwer tut zu verstehen, was andere Entwickler sich bei ihren Arbeiten gedacht haben. Der einzige Grund warum CtL bei mir nie richtig ankam, war das ich nie eine Gruppe hatte, mit der man es hätte vernünftig spielen können. Die meisten meiner regulären Spieler wollen immer und immer wieder Vampire haben, egal ob Dark Ages, Victorian Age, Masquerade oder Requiem.

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