Pen & Paper - Spielsysteme > World of Darkness
[WoD] Grenzenloser Smalltalk
Oberkampf:
--- Zitat von: Dolge am 6.02.2012 | 22:18 ---Was die Mutti sagt. Da ist nichts niedrigschwellig, P&P-Rollenspiel findet in einem ganz anderen Universum als kreischende Teenies statt. Da müsste eine glitzernde Brücke mit uninspirierter Disney-Popmusik gebaut werden.
--- Ende Zitat ---
Der Sprung zum P&P generell ist sicherlich eine große Hürde, und da sehe ich auch, dass diese Brücke fehlt. Auch von Fan Fiction oder MMOs kommt man nicht unbedingt zum P&P, sehe ich genauso.
Aber sobald man mal diese Schwelle genommen hat, halte ich V:tM für das leichtere, eingängigere Einsteigerpaket als V:tR. Natürlich nicht das "späte" V:tM, wo man versucht hat, alles mögliche noch hineinzupacken und die Camarilla + den Sabbat + wasweißichwelche Metropole, Blutlinie, Fraktion ausgeschmückt hat, sondern das Startpaket. Man könnte noch einige unnötige Mechanismen entfernen (z.B. Nature + Demeanor), aber allgemein ist V:tM inhaltlich recht voraussetzungslos.
Teylen:
Da ich den letzten Beitrag der Übermutter nicht mehr berücksichtigen konnte.
Meines Erachtens ist White Wolf gerade dabei von einem ehmals absteigenden Ast, sehr langsam, wieder hinauf zu klettern. Das heißt nach meinen Eindruck hat es White Wolf geschafft den erneuten Vampirboom zu nutzen um sich neu aufstellen zu können.
Das heißt sie haben die angeschlagenen Vertriebswege überarbeitet.
Sie haben die Kommunikationsplattformen saniert.
Einen Teil des Sortimentes wieder gewinnbringend eingesetzt.
Sowie eine bestehende Produktreihe wiederbelebt.
Das wäre ohne den derzeitigen Vampirboom wohl nicht in der Form möglich gewesen.
Zu erwarten das White Wolf im Zuge von Twilight von der Krankenbarre auf die Rennbahn springt und WotC überholt ist meines Erachtens überzogen. Aber sie sind imho immerhin schonmal in einer erfolgsversprechenden Reha.
Was die Marktzugänglichkeit betrifft.
Das man innerhalb eines Jahres den Vertrieb auf PDF und PoD umstellt war der erste Schritt auf einem Weg.
Man wird wohl daran arbeiten wie man das Angebot bewirbt, respektive ob man die PoD Produkte ggf. in den Buchhand bringen kann. Natürlich hätte man ein neues RPG produzieren können oder das Sortiment bei den Händlern belassen.
Allerdings ergibt sich gerade bei letzteren, aus der Sicht White Wolf, das Problem das man dort nicht die Serien Fans bzw. Neukunden erreicht.
Das heißt der Buchhandel steckt wohl in einer Art Rezension. In den normalen Buchhandel kommt man als RPG-Verlag nicht so einfach. Die Gamestores sterben einerseits wohl mehr oder weniger schnell weg, andererseits ziehen sie kaum Neukunden.
Kurz, es lohnt sich nicht weil die Twilight Fans eher im Thalis vor der Vampirecke stehen, als den kleinen RPG-Laden nach einem Vampir-RPG zu durchwühlen.
[Wurde auf der GM im Vortrag von Richard und Eddy zum Thema WoD 2.0 als Grund angeben wieso man es mit PDF/PoD probiert]
--- Zitat ---Und das von einer, die auf Vampire seht. ;)
--- Ende Zitat ---
Vampire, nicht Zombies ~;D
Nin:
--- Zitat von: Teylen am 6.02.2012 | 22:38 ---Vampire, nicht Zombies ~;D
--- Ende Zitat ---
Für's Protokoll: Ich hatte den Beitrag auf den sich die Antwort von Teylen bezieht in der Zwischenzeit gelöscht, weil er zwar amüsant sein sollte, aber letztlich absolut nichts Konstruktives zum Thema beigetragen hat. 'Tschuldige.
Foul Ole Ron:
Teylen, sei mir ned bös, aber ich werde den Eindruck nicht los, das Du regelrecht krampfhaft versuchst, aus jedem Pups von WW und jedem Huster von CCP den schon lange überfälligen großen Erfolg zu prognostizieren.
Ich sag das nicht, weil ich Dich oder Vampire oder White Wolf nicht leiden mag und irgendwas schlecht reden will - im Gegentum: ich bewundere Deinen Enthusiasmus, ich freue mich auf meine erste Vampire-Runde und WW als Verlag stehe ich neutral bis gleichgültig gegenüber.
Die V20 war noch nichtmal ein Testballon. Das war einfach nur mit wenig Aufwand einen begrenzten, aber sicheren Erfolg einfahren. Eine Jubiläumsedition eines derartig verbreiteten Systems kann eigentlich gar nicht schief gehen. Das erlaubt aber mMn null Rückschlüsse auf ein Online-RPG. Der Spagat zwischen den Gamern und den Vampire-Fans dürfte tatsächlich ein Problem werden! Ich hab zu wenig Ahnung von Vampire, um beurteilen zu können ob es den Gamern genug bietet. Sammeln, Optimieren, Traden, Aufsteigen, ... . Die ganzen FB-Spielchen funktionieren ja ähnlich bis genau so. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, aber ich glaube nicht, dass das typisches Vampire-Gebiet ist. Wie gesagt, ich lasse mich da gerne überraschen, kanns mir aber nur schwer vorstellen. Was ich meine ist: mit dem Vampire-Characterplay solo zieht man mMn keine Gamer an Land, und mit rumgrinden und Items sammeln keine Vampire-Fans. "Allgemeines Vampir-Genre" zieht da auch nicht. Alles in einen Topf zu werfen, gut umzurühren, und dann zu hoffen, das man aus jeder Ecke eine Handvoll "abholt" fände ich ziemlich dumm!
Meiner persönlichen Einschätzung nach ist der Zug abgefahren.
Und was die Verlautbarungen angeht: habe ich was verpasst, oder war das bisher alles nur Bla? Ich meine: wie lange läuft das jetzt schon, und gabs schon mal irgendwas zu sehen, hören, anzufassen oder zu testen? Ernstgemeinte Frage! Das sich jetzt kein CEO von CCP hinstellt und sagt: "Okay, nach so langer Zeit ham wir nix auffe Kette gekricht - wir hauens jetzt innen Sack und 'n Ei drüber!" ist nicht verwunderlich.
Aber alle reden nur um den heißen Brei.
Break!
Jiba:
--- Zitat von: Teylen am 6.02.2012 | 22:18 ---Hierbei wäre meine Vermutung das sie sich über die entsprechenden Kontaktpunkte, wie gerade der entsprechenden emotionalität bei der Gothic, der Visual Kei sowie der Anime / Manga Szene anlehnen. Das heißt wenn ich Leute suchen würde, würde ich in den Bereichen ausschau halten.
--- Ende Zitat ---
Naja, Gothic führt ein ziemliches Nischendasein, ebenso Visual-Kei... Anime/Manga ist inzwischen ein übergreifenderes Phänomen. Der Trugschluss, dass alle Emos doch effektiv zu Goths werden, wurde von den Goths selbst initiiert, wohl deshalb, weil man Emos als eine Art "fehlgeleitete Goths" wahrnahm... als damals die Leute anfingen, Emowitze zu machen, wusste doch noch keine Sau, was Emo überhaupt sein soll.
Emotionalität habe ich im Übrigen genauso im Punk und im Metal... und eben auch im Indierock. Bands wie Jupiter Jones, Kettcar und Billy Talent, um mal die zu nennen, die bekannter sein dürften und sich der Emomusikszene annähern, haben mit Gothic gar nichts am Hut. Emo im Sinne von Visual Kei ist eigentlich nur Tokyo Hotel, alle anderen Visual Kei-Bands führen ein Nischendasein... Emo ist i. Ü. auch stark mit dem Hipsterstil zu vergleichen, finde ich. Die Gothicverbindung halte ich also für verfrüht.
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