Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[3.X] Problematische Zauber nerfen
chad vader:
Perfekt auf den Punkt gebracht. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Außer Vorschläge natürlich ;D
Tja, was soll ich sagen, das ist wirklich schwierig. Bei meiner Gruppe hält sich das Problem bislang stark in Grenzen. Der einzige Nichtcaster ist ein Cavallier mit Hyppogriphen als Reittier ab Stufe 1. Wir spielen immer noch Low Level, es zeichnet sich aber ab, dass dieser Cavallier bald Regent des Reiches der Gruppe werden wird. Das in Kombination mit seinem Wunschtalent Leadership sollten ihm auch in Zukunft einige weniger konventionelle Ututilities zur Verfügung stehen.
Terrorbeagle:
--- Zitat von: chad vader am 15.09.2011 | 10:22 ---Genau das stelle ich in Frage. Was bleibt vom Magier als Rolle noch übrig, wenn jetzt sogar schon Fluffzauber überkünstelt als Problem gehandelt werden.
--- Ende Zitat ---
na ja, das hängt doch sehr davon, auf welche Fluffzauber man sich bezieht. Die Create Sachen finde ich eher panne, sber das sind ja nicht alle Fluff-Zauber.
--- Zitat von: chad vader am 15.09.2011 | 10:22 ---Ja welche Rolle ist das denn? Das frag ich dich doch. Du unterscheidest ja schon zwischen "heroisch" und "vollcaster", als ob das unvereinbar wäre. Was bleibt deiner Meinung nach eine ureigene Vollcaster-Domäne, wenn du mit dem nerfen fertig bist? Was erinnert den D&D-Magier nach Terrorbeagle noch an Magier aus Fantasy-Romanen und Filmen? Bisher hab ich nur gelesen, dass er seine "heroischen" Gefährten buffen darf. Ist das schon dein Fantasy-Magier?
--- Ende Zitat ---
Buffen/Debuffen ist ein wesentlicher Aspekt, hinzu kommt Analyse und Wissen, haufenweise Utility Lösungen, der Schutz gegen gegnerische Magie, und verschiedenste Lösungen für verschiedenste Probleme. Für mich sind Caster am ehesten das Equivalent zu einem Schweizer Taschenmesser - viele kleine Werkzeuge für viele kleine Gegebenheiten, wobei aber ein spezialisierteres Werkzeug in der Regel besser ist. Wenn Kampf die spezifische Hürde ist, für die das Team Schwertschwinger und Heroen bedarf (und ja, ich finde viele Zauber bei D&D antiheroisch und etwas feige, gerade im Vergleich zu den klassischen Heldentypen, die vorne stehen und sich hauen lassen), und Fallen, Schlösser und Geheimmechanismen die spezifische Herausforderung für schurkische Charaktere ist, dann sollten Magier eben auch ihre Herausforderungen haben - genau wie Kleriker, Druiden etc. D&D neigt dazu, sehr schnell alle möglichen Heruasforderungen auf Kämpfe zu reduzieren, was ich für nun ja langweilig und einseitig halte. In einem Kampf sollten aber andere Charaktere als der Sprücheklopfer ihren großen Auftritt haben - die meisten Kämpfercharaktere können sonst ja auch relativ wenig.
--- Zitat von: chad vader am 15.09.2011 | 10:22 ---Klingt erst mal nach nem guten Ansatz. Was schlägst du vor? Zaubern als volle Runde? Oder Zauberwirkung grundsätzlich erst bei INI-X, also verzögert hinter den Nahkämpfern? FtA! macht das so. Da müssen Zauberer am Anfang der Runde festlegen, was sie Zaubern wollen, es wirkt aber erst nach durchlauf einer Nah- und Fernkampfphase.
Bei dir vielleicht. Fragt sich dann, ob Fly dadurch ein allgemeines Problem wird. Wie gesagt: Kürz für deine Kampagne alle Zauber raus, die dich stören. Aber hör auf, das als allgemein notwendige und sinnvolle Balancing-Maßname verkaufen zu wollen.
--- Ende Zitat ---
Hey, ich hab bloß meine Hausregeln zitiert und meine spezifschen Bedenken geäußert. Ich habe zudem wiederholt eingeräumt, dass da natürlich ästhetische Gesichtspunkte eine wesentliche Rolle spielen, und die sind ganz, ganz stumpf Geschmackssache.
Aber ja, bei den meisten Zaubern sozusagen die Casting Action zu erhöhen hilft ungemein - im Kampf werden die Sprücheklopfer langsamer (und schutzbedürftiger), was gut ist, ausserhalb des Kampfes, wo ich ja eh die Stärke der Spellcaster einordnen würde, bleiben sie fast genauso flexibel und anpassungsfähig.
Wobei das nur die eine Seite der Medaille ist. Auf der anderen Seite hilft es natürlich sehr, wenn man gleichzeitig die mundänen Charaktere mehr machen läßt; z.B. in dem man iterative Attacks als Standard Action einräumt (und für Full Actions entsprechend mehr bietet) oder so. Ich bin in der Hinsiicht auch ein großer Freund von Gestaltregeln mit gestaffelten Kombinationsmöglichkeiten.
Ein Dämon auf Abwegen:
--- Zitat ---Schurken haben zwar durchaus einige Utilities in Form von Fertigkeiten, aber die sind leider in der Anwendung ziemlich langweilig: "Ich schleich mich in den Raum" *würfel* "Ich such den Raum nach Fallen ab" *würfel* "Ich versuch die Falle zu entschärfen" *würfel* Ich weich dem Feuerball aus" *würfel*.
--- Ende Zitat ---
Man müsste halt mal überlegen ob man nicht bestimmte Skilltricks einfach mit in den Skill intergriert oder mit hohen Skillwerten andere nette Effekte freischalten kann (z.b. mit 10 Rängen Move Silent mit voller Bewegunsrate Schleichen ohne weitere Abzüge und ab 15 dann "Dark Stalker" für lau).
Naldantis:
--- Zitat von: Terrorbeagle am 15.09.2011 | 10:00 ---Erfahrungsgemäß sind das etwa 50% aller Encounter.
--- Ende Zitat ---
IMHO (also in den mir bekannten Gruppen) eher 20%.
Da man eigentich noch "nicht überraschend oder aus dem Hinterhalt" hinzufügen muß, komme ich auf eher 10%.
Was mit zu meiner These führt, daß dieses Problem prinzipiell stark vom Gruppenstil und den bevorzugten Abenteuern abhängt.
--- Zitat von: Feuersänger am 15.09.2011 | 10:32 ---Ein paar Anmerkungen aus meiner Sicht:
- eigentlich sind ja gerade die Encounter, die _nicht_ unter freiem Himmel stattfinden, ein künstlich konstruierter Sonderfall ("hier spielt sich alles nur in Dungeons ab"). Die 50/50 Rate ist da ein vernünftiger Kompromiss. Ich würde allgemein in einer nicht-Dungeoncrawling-Kampagne ca. 3/4 der Encounter unter freiem Himmel erwarten.
--- Ende Zitat ---
Wie kommst du darauf?
Auf freien Ebenen, ohne großen Nachteil der PCs in der Bewegung und ohne Überraschungsmoment finden eigentlich praktisch KEINE Kämpfe statt - schlicht weil die PCs ihnen immer aus dem Weg gehen können, wenn nicht exakt dieser Kampf ihr Job ist; ...und Abenteuer nach dem Motto: "erschlagt alle Nicht-Menschen im Grenzland" habe ich schon seit endliosen Tagen nicht mehr gesehen.
Feuersänger:
Ich habe nur "unter freiem Himmel" gesagt, da es um die Relevanz von Flugfähigkeit ging. Die "freien Ebenen wo man alles kommen sieht" hast du dazu erfunden.
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