Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Der Einsatz von Diplomacy
Feuersänger:
Das Problem mit den Diplomacy-Regeln ist halt, dass sie nicht besonders gut sind. Wie ElfenLied schon sagte, lässt sich der Skill nach strikter RAW-Anwendung sehr leicht exploiten. Das nennt man dann glaub ich "Diplomancer". Von daher kann man dem SL nicht grundsätzlich einen Vorwurf daraus machen, dass er sich nicht an die RAW hält, wenn die RAW scheisse sind.
Nichtsdestotrotz ist es ein wenig fies von SL B, dass er ständig Inti oder Bluff statt Diplo verlangt. Das ist auch blödsinnig und unplausibel, denn wenn ich (als SC) weiß, dass ich gut "Überzeugen" kann, werde ich meine Verhandlungsstrategien auch darauf ausrichten, und nicht auf Lügen oder Einschüchtern. Von daher sollte man bei vermeintlichen Grenzfällen immer davon ausgehen, dass der SC die Technik anwendet, die er am besten beherrscht.
Im Falle von SL A ist der Fall wohl nochmal anders gelagert; da klingen mehr so Storyteller-Elemente durch. Frag doch den SL einfach mal, ob du deine Diplo-Punkte bitteschön auf andere Skills verteilen darfst, da er ja eh nie auf den Skill würfeln lässt. Vielleicht wacht er davon auf. Oder stell ihn vor vollendete Tatsachen und mach es einfach.
Insgesamt fällt das alles in den klassischen Problembereich, "Sozialskills auswürfeln oder ausspielen". War ja alles schonmal da.
kalgani:
Würfel deinen Diplomacy check doch einfach vor den Verhandlungen und zwing den SL darauf zu reagieren.
Das Ergebnis kannst du ja immer noch ausspielen, wenn es in deiner Runde gewünscht wird.
Manchmal hilft nur die Holzlatte um Personen begreiflich zu machen das man mehr auf die Spieler
eingehen muss.
Tudor the Traveller:
Ja, halte ich für keine so schlechte Herangehensweise. Einfach mal die Initiative ergreifen und die Anwendung einer Fertigkeit ansagen, statt darauf zu warten, ob und was der SL für eine Fertigkeit ansagt.
"Ich hab ja einen ganz brauchbaren Dimplomatie-Wert... ich möchte deshalb versuchen, den Hauptmann mit Diplomatie zu überzeugen, dass er XY macht / unterlässt."
Der Nârr:
Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Aber für meine eigene Immersion ist es irgendwie auch angenehmer, erstmal auszuspielen und dann den Würfelwurf nachzuschieben, um die Reaktion des Gegenübers zu bestimmen. Jedoch scheint es mir, als sei das zumindest vorerst der sinnvollste Weg, um irgendwie auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
Feuersänger:
Das Grundproblem ist halt, dass es den Würfel nicht interessiert, wie gut oder schlecht du es ausgespielt hast. Wenn du den König Silberzunge gibst, und der Würfel zeigt eine 2, hast du wahrscheinlich trotzdem vergeigt. Das macht für mich mehr Immersion kaputt als andersrum. Wenn du zuerst oder gleichzeitig würfelst, kannst du vielleicht noch ad hoc dein Spiel an das Ergebnis anpassen. 'Oh, eine 2... "Deine Mutter!"'
Dann natürlich auch in der anderen Richtung das potentielle Problem: du hast einen super Wurf hingelegt, aber die als Spieler fällt nichts vernünftiges ein, wie du dein Gegenüber überzeugen könntest. Auch wieder typisch für Sozialskills.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln