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[SW:GE] Überraschungsangriff, Überraschungsrunde im Kampf
Pyromancer:
--- Zitat von: YY am 25.09.2011 | 22:22 ---Gerade in Kampf- oder anderen Stresssituationen kriegt man recht wenig mit, was sich nicht aufdrängt. Da sind eigentlich Wahrnehmungswürfe oder umgekehrt die Forderung, dass Gegner für einen unbemerkten Angriff in den Rücken Heimlichkeitswürfe ablegen müssen, schon viel zu gnädig.
--- Ende Zitat ---
Das Regelkonstrukt "Überraschungsangriff" ist bei SW dazu da, Situationen abzubilden, in denen das Opfer keine Ahnung davon hat, dass es in Gefahr schwebt.
Für andere Situationen gibt es andere Mechanismen, z.B. den "Überzahlbonus", wenn man von hinten auf jemanden schlägt, der vorne schon durch einen Gegner abgelenkt ist, oder "Zielen", um einen Gegner abzuschießen, der einen selbst noch nicht bemerkt hat.
YY:
Der Überzahlbonus sagt erst mal nichts über die relative Position der Angreifer aus - die können ebenso gut von vorne angreifen.
Und Zielen kann man ebenso auf Gegner, die einen bereits bemerkt haben; das ändert am spielmechanischen Ablauf für den Schützen zunächst gar nichts.
--- Zitat von: Pyromancer am 25.09.2011 | 22:32 ---Das Regelkonstrukt "Überraschungsangriff" ist bei SW dazu da, Situationen abzubilden, in denen das Opfer keine Ahnung davon hat, dass es in Gefahr schwebt.
--- Ende Zitat ---
Und genau das ist der Knackpunkt:
Das Opfer braucht eigentlich nur nicht zu wissen, dass von einem bestimmten Gegner auch Gefahr ausgeht.
Wenn er zwei Gegner vor sich bemerkt hat und sich erfolgreich gegen diese zur Wehr setzt, ist er einem unbemerkten Dritten in seinem Rücken oft genug ebenso hilflos ausgeliefert, als wenn es die zwei Gegner vor ihm nicht gäbe und er von nichts wüsste.
Kurz: Eine offensichtliche Bedrohung durch irgendetwas informiert den Gefährdeten offensichtlich nicht über andere Bedrohungen.
Ich sehe nicht, wie man solche Konstellationen anders als mit "the drop" sinnvoll abbilden könnte, wenn man das denn wollte.
Und ja, das bewegt sich meistens in ziemlich engen Zeitfenstern, die beileibe nicht immer genutzt werden - aber die Situation besteht trotzdem.
SW ist dafür jedoch an einigen Stellen zu grob.
Pyromancer:
--- Zitat von: YY am 25.09.2011 | 22:48 ---Wenn er zwei Gegner vor sich bemerkt hat und sich erfolgreich gegen diese zur Wehr setzt, ist er einem unbemerkten Dritten in seinem Rücken oft genug ebenso hilflos ausgeliefert, als wenn es die zwei Gegner vor ihm nicht gäbe und er von nichts wüsste.
Kurz: Eine offensichtliche Bedrohung durch irgendetwas informiert den Gefährdeten offensichtlich nicht über andere Bedrohungen.
--- Ende Zitat ---
Es macht eben einen Unterschied (im echten Leben, und auch in den Regeln von SW) ob man jemandem, der ahnungslos in der Gegend herumsteht gemütlich einen Dolch zwischen die Rippen haut, oder ob man das bei jemandem versucht, der wild hin und her hüpft und sich schnell und unvorhersehbar bewegt, weil er schon die Schläge von zwei Gegnern parieren muss.
Aber über was diskutieren wir hier eigentlich?
Harlan:
--- Zitat von: Pyromancer am 25.09.2011 | 22:32 ---Das Regelkonstrukt "Überraschungsangriff" ist bei SW dazu da, Situationen abzubilden, in denen das Opfer keine Ahnung davon hat, dass es in Gefahr schwebt.
--- Ende Zitat ---
Im Original heißt die Regel ja "the drop" und bezeichnet damit viel unspezifischer als der deutsche Ausdruck "Überraschungsangriff" eine irgendwie geartete, enorm vorteilhafte Kampfsituation, in der die eine Seite hilflos/wehrlos ist. Die Ursache dafür wird zwar oft die Ahnungslosigkeit es Gegners sein (wie man sich eben einen Überraschungsangriff vorstellt), aber man kann "the drop" auch anders erwerben.
Ich konstruiere mal ein Beispiel: Wenn man sich trotz der bakannten Gefahr eines Angriffs mit der Fertigkeit Heilen um einen verblutenden Kameraden kümmert, könnte ein fieser Spielleiter ev. "the drop" bei einem Angriff auf den mutigen Sanitäter festlegen.
Im Übrigen meine ich aber auch, dass eine bloß irgendwie überraschende Taktik in einem schon laufenden Kampf "the drop" eher nicht rechtfertigt.
Pyromancer:
--- Zitat von: Harlan am 25.09.2011 | 23:16 ---Ich konstruiere mal ein Beispiel: Wenn man sich trotz der bakannten Gefahr eines Angriffs mit der Fertigkeit Heilen um einen verblutenden Kameraden kümmert, könnte ein fieser Spielleiter ev. "the drop" bei einem Angriff auf den mutigen Sanitäter festlegen.
--- Ende Zitat ---
Natürlich könnte er. Die Regeln sind da eindeutig: Ob es den Überraschungsangriff gibt oder nicht, das entscheidet allein der SL.
Die Frage ist doch: Sollte er? Meine Antwort lautet: Definitiv nein!
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