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[Doomstone] Neues RPG von Nackter Stahl?

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Blizzard:

--- Zitat von: Der Narr am  5.11.2011 | 18:35 --- Tsus Video habe ich mir nur halb angehört.
--- Ende Zitat ---
Ich auch. Mir sind da zu viele Wiederholungen drin. Der vermeintliche Zynismus in dem Video ist nicht mal ansatzweise lustig. Dadurch, dass ungefähr jeder zweite Ausdruck so unterschwellig betont wird, ist das ganze nicht lustig sondern einfach nur monoton und langweilig. Gut, ab&zu gibt es wohl berechtigte Kritikpunkte, wie z.B. zum alternativen Würfelsystem und ein bisschen erfährt man auch zum Hintergrund. Aber das hätte man auch locker in der Hälfte der Zeit unterbringen können.

Edit: ich habe mir auch Die Rezi des Narren durchgelesen. Die fand ich objektiv vor allen Dingen sachlicher und besser. Ich werde mir DoomStone aber dennoch nicht zulegen, da es für mich einige Kritikipunkte enthält, die CaerSidis schon genannt hat.

alexandro:

--- Zitat von: Der Narr am  5.11.2011 | 19:44 ---Tsu kritisiert das Würfelsystem.
--- Ende Zitat ---

Er kritisiert auch das Poker-System. Wie war denn dein Eindruck davon (EDIT: schon in der Rezi gefunden)?

Darkling ["beurlaubt"]:

--- Zitat von: Der Narr am  5.11.2011 | 19:44 ---Zu den Halbwelten und Jagdgründen gibt es tatsächlich nicht wirklich mehr Details. Ich glaube, man darf diese sich auch gar nicht so sehr wie völlig losgelöste Welten vorstellen, sondern wie Parallelwelten, die gleichzeitig und nebenher existieren und die sich gegenseitig überlagern.
[...]
Es gibt eben eine Benennung der grundsätzlichen Prinzipien: Es transformiert sich alles in diese alptraumhaften Visionen. Gesichter werden zu Grimassen, Tiere werden zu Monstern usw. usf. Da darf man seiner Fantasie wohl freien Lauf lassen. Aber es macht keinen Sinn, ein solches Land zu kartographieren. Betritt man die andere Welt, ist es am Spielleiter, den konkreten Teil dieser Welt auszugestalten.
Ich kenne leider weder Silent Hill noch Opus Anima, so dass ich keinen Vergleich anstellen kann.

--- Ende Zitat ---
Hm, schade, da hätte wohl wirklich etwas mehr Fleisch auf den Knochen sein können..?
Zum Vergleich hier auch nochmal das kostenlose Regelwerk von Opus Anima. Auf Seite 151 findet man eine kurze Beschreibung, was Verzerrung ist und was sie bewirken kann, in der Stadtbeschreibbung selber gibt es je nach Stadtviertel massenhaft Beispiele, wie sich die Verzerrung auswirken kann. Das wesentliche sollte sich aber wie gesagt auf der einen Seite 151 finden lassen.
Bei Silent Hill hat es - sehr verkürzt dargestellt - einmal die "normale" Stadt, eine Ebene voller Nebel, die Umwelt beginnt zu verfallen und alles wird schäbiger und dann noch eine weitere Ebene mit "Monstern" und Personifizierungen von Ängsten und Gedanken der Protagonisten.
Vielleicht hilft das, um Vergleiche anstellen zu können und Unterschiede darzulegen?

Der Nârr:
Ganz kurz erstmal zum Poker-System.

Solitär lässt sich die Geschwindigkeit des Spiels nur schlecht nachvollziehen, da man viele Schritte nacheinander durchführen muss, die eigentlich gleichzeitig ablaufen. Es ist aber mit Sicherheit nicht das schnellste System, das je erfunden wurde. Ich fand es aber auch nicht so unglaublich umständlich - und das, obwohl ich kein Poker spiele. Naja, alleine ist schon ein wenig umständlich, aber nur, weil es nervte, in einer Person den Angreifer und den Verteidiger und den Geber zu machen. Am Spieltisch geht das ja viel schneller, weil einiges dann gleichzeitig abläuft (z.B. wenn Angreifer und Verteidiger in ihre Karten gucken und überlegen, welche zwei sie auf der Hand behalten). Es wird auch teils ein immenser Schadensoutput erzielt, was das Spiel ja wieder beschleunigt. So dachte ich zuerst, 4 Punkte Waffenschaden seien nicht viel. Aber da kommt ja noch die Blattdifferenz drauf plus die eingesetzten Entwicklungschips. Konzentrieren die Kontrahenten das Feuer, können so gegen einen unbehänden und großen Gegner wie einen Hexoraptor schnell 10, 20, 30 Punkte Schaden in einer Runde gemacht werden. Ein Kampf kann daher nach echt wenigen Kampfrunden vorbei sein, weil dann auch 100 Lebenschips nicht mehr die Welt sind.
Was ich nicht verstanden habe, ist, wie sich das mit dem Poker und Zufall verhalten soll, die Kritik kam auch. Man mischt ja ständig neu. Und zumindest in meinen Testproben machte es schon einen deutlichen Unterschied, ob ich einen Wert von 1 oder 3 habe. Krass ist es, wenn ein hoher Angriffswert auf einen niedrigen Verteidigungswert trifft, also z.B. Schuss 3 und Behände -1. Da kann man beinahe sicher seine Entwicklungschips setzen, um den Schaden zu erhöhen. Es ist aber genügend Zufall drin, dass man es nicht komplett kalkulieren kann und ich habe auch Runden verloren, die ich sicher glaubte, wenn man mal überhaupt kein brauchbares Blatt hat und dann nur die höchste Karte zählt und der Gegner da nur eine Karte liegen hat, aber diese eine Karte eben ein Ass ist, *grmpf*.
Das Problem mit zu wenig Karten hatte ich auch nicht. Gehen wir mal vom Initiative-Wurf aus. Maximal kann man 7 Karten bekommen. Ein Poker-Spiel hat 52 Karten. Es lassen sich also 6 Kampfteilnehmer mit maximalen Initiative-Werten versorgen - das erscheint in der Tat wenig. Aber es werden ja in der Regel auch zum Teil deutlich niedrigere Werte vorkommen, so dass es auch mehr Kampfteilnehmer geben kann. Die Hausregel, mehrere gleichartige Gegner mit einer Initiative zu versehen ist auch nur einen Gedanken weit entfernt. Ohne solch eine Hausregel ist es aber in der Tat nicht möglich, z.B. eine größere Schlacht mit eigenen Initiativewerten für jeden Teilnehmer durchzuführen. Bis etwa 9 Teilnehmern sollte es aber eigentlich funktionieren. Wenn gerade nicht Initiative gezogen wird, sondern eine beliebige andere Probe durchgeführt wird, sollte es eigentlich keine Probleme mit der Anzahl der Karten geben, weil es ja in der Regel nur zwei Beteiligte gibt.

Ein endgültiges Urteil kann ich aber auch erst abgeben, wenn ich es im Spiel erlebt habe. Dann ist ja meistens doch alles noch mal ganz anders.

DonJohnny:
Ich hab jetzt weder von Kritikern noch von Fans des Systems irgend was gehört was mich überzeugt hätte. Ich bleib bei Deadlands. Außerdem ist de Einschätzung von Caer Sidis für mich mehr als ausreichend.

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