Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Diskussion: Hellknights in Golarion
Samael:
--- Zitat von: Tudor the Tudorian am 6.12.2011 | 07:55 ---
Oder hockt da jeder Autor beschützerisch über seinen Sachen? "Mein Projekt... mein SCHAAATZ!"
--- Ende Zitat ---
Das Handbuch Cheliax ist ja auch noch als Ressource für den AP Council of Thieves gedacht gewesen. Da müssen sich die Autoren m. E. absprechen.
sir_ollibolli:
Zwei unterschiedliche Produktlinien (Handbücher und AP) = zwei unterschiedliche Editoren.
Das zusammen mit dem Zeitdruck, die Bücher rechtzeitig für den GenCon fertig zu bekommen (insbesondere unter dem Druck das Grundregelwerk mit 576 Seiten rechtzeitig fertigzustellen), führt zu fehlender Zeit das mit einander abzusprechen. Ich will da jetzt nichts auf Paizo-Seite entschuldigen, nur aufzeigen, unter welchen Umständen so etwas üassieren kann.
Gerade der Beginn der RPG-Linie hat die bisherigen Angestellten bei Paizo über alle Maßen strapaziert (70-80 Stunden-Wochen waren der Regelfall). Erst mit weiteren Neueinstellungen (Mark Moreland, Rob McCreary, Stephen Radney-Macfarland und erst vor ein paar Monaten Patrick Renie) wurde die Last verteilt, aber das war erst wesentlich später. Unter anderem war ja der GameMasteryGuide = Spielleiter-Handbuch eigentlich noch für 2009 angekündigt gewesen und wurde von Paizo bis Ende Mai 2010 wieder und wieder verschoben (erst November 2009, dann Februar 2010, dann April 2010 und schlussendlich Ende Mai/Anfang Juni 2010 pünktlich zum PaizoCon). Auch das Bestiary hat es 3 Monate gekonstet (ursprünglich September 2009, erschienen Dezember 2009), was dazu führte, dass Paizo zu den ersten beiden Einträgen im AP "Council of Thieves" Vorabauszügge als PDF aus dem Bestiary veröffenltichen musste, damit die Abenteuer spielbar waren. Das hat sich insgesamt auf die Qualität der Bände ausgewirkt, vor allem die Qualität der Handbücher war davon betroffen. "Adventurer's Armory" hat als einziger Nicht-Regelband eine Erratadatei erhalten, weil dort so viele Fehler drin enthalten waren (die wir natürlich für die deutsche Version ausgemerzt haben).
Guennarr:
Ergänzung: Gerade (!) die Kommunikation über Internet ist nicht immer reibungslos. Wieviele Missverständnisse treten hier täglich im Forum auf? Rechnet das mal auf einen ganzen Band hoch...
Das trifft unser ausschließlich über Internet koordiniertes Team und das trifft sicherlich auch Paizo, da nicht alle freien Autoren in Seattle leben.
Und wir wissen, wovon wir sprechen: Die Abstimmung ist kein leichtes Ding, schon beim bloßen Übersetzen. Dann auch noch das Abstimmen der Inhalte, unter Zeitdruck, bei zwei Produktlinien parallel - das ist nicht banal. In diesem Fall fehlte halt eine gesamtverantwortliche Person, die nicht jeden Band für sich, sondern zusammen auf ihre Inhalte überprüft.
LG
G.
kalgani:
Du willst also damit sagen es gab/gibt bei Paizo keinen Chefredakteur???
Guennarr:
Nein, aber du willst mir da scheinbar eine Aussage in den Mund legen, die ich nie getroffen habe.
Ein Chefredakteur steuert die Planung der Produktlinien, bespricht die Inhalte der geplanten Bände und koordiniert die Weiterentwicklung. Er wird kaum die Zeit haben, die Bände Lektorat zu lesen oder auf inhaltliche Widersprüche bei den Detailaussagen zweier Bände über die gleiche Machtgruppe zu achten.
Es gibt Produktlinienverantwortliche, die genau diese Prüfungen sicherlich mit großer Gewissenhaftigkeit für ihre Linie durchführen. Wenn allerdings zwei Linien nahezu parallel das gleiche Thema anschneiden, kann es halt passieren, dass dabei ein Quercheck unterbleibt.
Ein Chefredakteur könnte darauf hinweisen, dass da abstimmungsbedürftige Parallelen bestehen, er wird diese Prüfung aber wahrscheinlich nicht bis ins Detail selbst durchführen können.
LG
G.
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