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MoO2 - würdige Nachfolger?

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Bluerps:
Ich hab heute den ganzen Tag die Alpha-Version von Endless Space gespielt. Das ist zwar auch nicht ganz MofO2, aber sehr ähnlich.

Endless Space unterscheidet sich natürlich in allerlei Feinheiten vom Klassiker, aber die größeren Unterschiede liegen im Kampfsystem und der Kolonieverwaltung.

Kämpfe laufen automatisch ab, in drei Phasen unterteilt nach Reichweite (lang, mittel und kurz). Jede Phase hat einen zugeordneten Waffentyp (Raketen, Strahlen und Projektil), der dort am effektivsten ist. Einfluss nehmen auf den Kampf kann man, indem man Taktiken auswählt, für jede Phase eine. Eine Taktik gibt der eigenen Flotte Boni oder dem Gegner Mali. Jede Taktik kann außerdem bestimmte Taktiken des Gegners aufheben. Bis jetzt wirkt das ganze auf mich recht simpel, und ich weiß noch nicht so recht, ob mich das auf lange Sicht begeistern kann.

An der Kolonieverwaltung ist anders, das man keine einzelnen Planeten verwaltet, sondern immer das ganze Sternensystem. Man besiedelt zwar die Planeten einzeln, aber man baut Gebäude immer auf der Systemebene. Man kann auch auf den Planeten selbst nichts bauen, außer einem einzelnen speziellen Gebäude, das die Spezialisierung des Planeten (Forschung, Industrie, etc) festlegt.

Etwas kurios ist das Zugsystem - Züge scheinen simultan abzulaufen. Ich hab das noch nicht so ganz durchschaut, deswegen weiß ich noch nicht was ich davon halten soll.

Das Spiel ist, wie gesagt, noch nicht fertig. Kaufen kann mans trotzdem schon, und man merkt auch erstmal nicht, das an dem Spiel noch gearbeitet werden muss. Es läuft sehr stabil, sieht hübsch aus und hat tolle Musik. Dafür ist die Performance nicht so toll, und das Balancing ist noch nicht so wirklich fertig. Es fehlen auch noch vier Rassen und diverse Features (man kann sich z.B. noch keine eigene Rasse baun).

Mich haben jetzt erstmal die Horatio (ein exzentrischer Trillionär plus eine extrem effektive Alien-Klonanlage ergibt ein Weltraumimperium - die ganze Rasse ist Horatio) platt gemacht, aber ich denke ich versuche nochmal, die Galaxis zu erobern. :)


Bluerps

Timo:
+1

Bluerps:
Ich hab jetzt den Sonntag über eine neue Partie angefangen, die viel besser läuft, als die erste. Ich hatte im ersten Spiel zum einen die Nahrungsproduktion unterschätzt. Von der Nahrung in einem System hängt ab, wie schnell die Bevölkerung wächst, und an der Bevölkerung hängt natürlich alles andere. Zum anderen hatte ich das Pech, das meine Heimatwelt quasi an der Grenze zu den Horatio lag, so dass ich mit der ersten Niederlage auch gleich mein industriell stärkstes System verloren habe. Normalerweise hätte ich in alle Richtungen mehr oder weniger gleichmässig expandiert, aber das ging nicht, weil eine Verbindung zu einem nebenliegenden System über ein Wurmloch lief, und um da durchzukommen braucht man eine spezielle Technologie, die auf halber Höhe im Expansions-Tech-Tree sitzt.

Im zweiten Spiel hab ich wieder die Horatio getroffen, aber diesmal mit einer viel besseren Ausgangslage, so dass ich die recht einfach überrollen konnte. Dabei hab ich gleich beobachten können, wie Invasion funktioniert - nämlich extrem langsam. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob da noch was detailliertes kommt, aber momentan funktioniert Invasion einfach so, das man einer Flotte in einem feindlichen System den entsprechenden Befehl gibt. Das erzeugt einen Balken, der einem anzeigt wie weit die Invasion vorangeschritten ist - wenn er voll ist, kriegt man das System. Wie schnell das geht hängt wohl von der Größe des Systems ab, sowie von der Stärke der eigenen Flotten (wobei es Schiffsmodule gibt, die die Schiffsstärke explizit für Invasionen erhöhen). Aber selbst wenn man viele Schiffe hat, die extra für Invasionen ausgerüstet sind, dauert es ewig, bis einem ein großes System gehört. Ich glaube, die Horatio Heimatwelt hat etwa 20 Züge gebraucht. Hinzu kommt, das die Invasion wohl nur dann voranschreitet, wenn keine feindlichen Schiffe im System sind. Das hat der Gegner öfter mal ausgenutzt, indem er ein einzelnes, schwaches Schiff geschickt hat, das ich dann erstmal wegpusten musste. Ich könnte mir gut vorstellen, das das in der finalen Version anders läuft, aber wenn nicht ists auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig.

Davon abgesehen rechne ich mir für den Rest der zweiten Partie gute Chancen aus. Ich hab die beste Forschung, und die zwei Rassen die stärkere Flotten als ich haben, führen gegeneinander Krieg. Ich denke ich werde den Wissenschafts-Sieg versuchen. Nettes Detail: Der Wissenschaftssieg ist das Ende von einem der vier Forschungsbäume (nämlich dem Forschung&Industrie-Baum, die anderen drei sind Nahrung&Geld, Militär, und Raumschiffe&Kolonisierung), aber an das Ende der anderen drei zu kommen bringt auch was - da finden sich jeweils Technologien, die die Kosten für den Wissenschaftssieg senken.


Bluerps

Timo:
Auch dran denken, dass die Glücklichkeit der Bevölkerung ins Wachstum mit reinspielt, also ruhig mal die Steuern senken.

Was ich auch zuerst nicht kapiert hatte, war, dass man mehrere Systemvorteiel gleichzeitig aktiv haben kann.

Bluerps:
Jupp. Nur bei den Planeten muss man sich einen raussuchen. Wobei ich da am Anfang ziemlich rigide vorgegangen bin, und einfach jedem Planeten die Exploitation zugewiesen habe, bei der er eh schon den größten Bonus hatte (Forschung für Tundra, Handel für Arid, etc.). Das funktioniert natürlich nicht immer so toll, weil man dann z.B. nicht genug Nahrung, oder nur wenig Industrie hat.

Was mir momentan ein wenig imba vorkommt sind die speziellen Ressourcen - wenn man von einer davon 4 oder mehr kontrolliert, bekommt man einen speziellen Bonus. Bei vielen Ressourcen ist das einfach ein +10% Geld-Bonus. Das hab ich jetzt drei oder viermal, und krieg dadurch massiv Geld rein. Dadurch kann ich die Steuern sehr niedrig halten, was natürlich ein großer Vorteil ist. Andererseits scheint es schwierig zu sein, allein mit Sternensystemen viel Geld zu verdienen.


Bluerps

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