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[nWoD] [HtV] Changelings als Antagonisten - Ideen?
Saffron:
Hallo Leute,
in meiner Hunter-Runde möchte ich gern Changelings als Antagonisten verwenden. Nicht als Hauptgegner, aber doch als Fraktion, die mit der Gruppe mal aneinandergerät.
Was mich reizt, ist dass sie im Gegensatz zu manch anderen „Monstern“ subtil vorgehen, statt die direkte Konfrontation zu suchen und daher nicht auf den ersten Blick als Bedrohung zu erkennen sind. Außerdem ist es klasse, dass ich sie meinen völlig unerfahrenen Huntern erstmal als Opfer darstellen kann. Ganz normale Menschen, die verschleppt und versklavt wurden, nun traumatisiert sind und nicht mehr in ihr altes Leben zurückkehren können. Da muss man doch Mitleid haben, oder…?
Ich hab nur ein Problem: Ich selbst hab nie Changeling gespielt, und da sie (erfreulicherweise) sehr vielseitig und wenig stereotyp sind, kann ich sie noch nicht so recht greifen:
Wonach streben Changelings, welche Ziele könnten sie haben? Wodurch könnten sie meiner Gruppe in die Quere kommen? Wodurch stellen sie eine Gefahr für Menschen dar, vor denen die Hunter die Bevölkerung beschützen müsste?
Mir fällt bisher nur ein, dass sie sich vor der Verfolgung ihrer Feen-Meister verstecken, und dass sie ggf. ihr Territorium verteidigen wollen, aber das taugt nicht so sehr für einen Konflikt.
Könnt ihr mir hier mit ein paar Ideen weiterhelfen?
Greetz
Saffron
Holothuroid:
Kommt sicherlich drauf an.
Einige Changelings könnten die "Helden der Menschheit" vielleicht als Stars betrachten und spontan Autogramme verlangen, wenn mal wieder ein Vampir dran glauben musste. Finsterere Vertreter wollen diese Helden vielleicht testen und schicken ihnen noch extra Fiesewichte ins Viertel. Bonuspunkte, wenn es konkurrierende Hunter-Gruppen in der Region gibt. Aus so einer Fan-Geschichte könnten einige Feen vielleicht sogar Glamour beziehen.
Wenn du es etwas bodenständiger möchtest, könnte ein Changeling die Hunter auch bitten, seinen Fetch aus dem Weg zu räumen. Vielleicht geben die Changelings auch Info weiter, wo demnächst die True Fae zuschlagen.
Besonders bietet sich vielleicht auch das Konzept der Schatztruhe an. Changelings haben aus ihren Heckenquartieren diverse nützliche magische Gegenstände. Ehrgeizige Jäger würden vielleicht eine ganze Menge tun, um da ranzukommen. Wenns die Rivalen der Gruppe waren, könnte die Gruppe möglicher Weise einige Oger auf der Matte haben, die ihren Wahrsagespiegel wieder haben wollen.
Auch für bei internen Angelegenheiten der Höfe könnten die Hunter interessant werden. Möglicher Weise sind gewisse Sicherheitsmechanismen der politischen Gegner wirkungslos gegen Menschen. (Wer rechnet schon mit denen?) Wenn du zufällig SAS Fearbringer's Promise hast, könnte eine Partei auch versuchen die Jäger dort einzuschleusen.
The Man Who Would Not Die!:
Hast du Changeling schon gelesen?
Ich würde die Hunter nicht gleich die volle Wahrheit über Changelings erzählen, sondern ihnen erstmal die Idee präsentieren, dass diese Feenwesen Menschen in ihr Reich entführen. Darauf folgt dann die Erkenntnis, das die Changelings eigentlich die Opfer/Entführten sind, und Mitleid verdienen. Und letztendlich müssen die Hunter dann lernen, das auch Changelings böse sein können, und das alles nicht so einfach ist.
Wenn die Hunter keine Erfahrung haben, würde ich vielleicht gar nicht bei den Changelings ansetzen, sondern beim Fetch. Also dem Ding, das anstelle des echten Menschen zurückgelassen wurde.
Eine starke Motivation von manchen Changelings ist es ja, ihr ursprüngliches Leben zurückzugewinnen zu wollen. Wenn eine Familie von einem Mann terrorisiert wird, der dem Familienvater stark ähnelt (aber z. B. ein bisschen älter oder jünger ist), könnte das die Hunter auf den Plan rufen. Die wissen natürlich nicht, dass das vermeintliche Monster hier einen guten Grund hat, dem scheinbar normalen Vater an den Kragen zu wollen.
Oder jemand aus dem Umfeld der Hunter verändert sich plötzlich ein bisschen. Nichts Offensichtliches, nur ein paar kleine Veränderungen seines Verhaltens – gerade genug um die Hunter misstrauisch zu machen.
Weitere Konfliktmöglichkeiten:
- Manche Changelings arbeiten mit den True Fae zusammen. So nach dem Motto: „Wenn ich meinem ehemaligen Keeper alle paar Monate jemanden schicke, muss ich selbst nicht zurück.“
- Viele Changelings haben ihr Leben und ihre Identität verloren. Das macht es natürlich wahrscheinlich, dass sie auf kriminelle Methoden zurückgreifen, um sich über Wasser zu halten. Und wenn sie im Zuge dieser kriminellen Aktivitäten ihre übernatürlichen Fähigkeiten einsetzten, könnte das den Huntern auffallen.
- Wenn du das Buch hast, guck dir mal das Entitlement „The Scarecrow Ministry“ (Seiet 313) an. Das sind Changelings, die Gerüchte und Geschichten über erfundene Monster (z. B. den entflohenen Irren mit der Hakenhand, Bloody Mary usw.) verbreiten (oder vielleicht auch mal in diese Rollen schlüpfen), um die Menschen von den echten Monstern fernzuhalten. Wenn Hunter davon Wind bekommen, kann das natürlich nur böse enden.
Nin:
Ich würd' erstmal den einen oder anderen Changeling ihre Wege kreuzen lassen und dabei die subtilen und irren Elemente von Changeling einfließen lassen.
Irgendjemand, der ihnen ein Versprechen abringt. Am besten klappt das, wenn einer/die Hunter einen Changeling um etwas bitten: "Können sie mir sagen wie spät das ist? Wo finde ich...? Hast du von ... gehört?" und vom Changeling mit etwas Absurdem konfrontiert werden. "Die Uhrzeit kann ich ihnen gerne sagen, vorausgesetzt sie .... Es ist 18:01 Uhr und ich bin meiner Verpflichtung nachgekommen. Das sollten sie auch besser tun."
Passend wäre auch ein Psychotherapeut, der sich für ihre Träume interessiert. ;)
Der könnte anfangs ebenfalls neutral bis hilfsbereit sein. Vielleicht bietet er ihnen sogar an, über ihre Träume zu wachen oder sie in sein Gebet mit einzuschließen. Vielleicht überreicht er ihnen auch ein Präsent, das für einen ruhigen Schlaf garantieren soll. In der folgenden Sitzung weiß der Psychotherapeut mehr, als ihm gesagt wurde. Während der Träume könnten die Hunter den Eindruck haben nicht länger allein zu sein.
Sie treffen auf jemand, der es auf ihre Emotionen abgesehen hat. Zum Beispiel jemand der kraftlos wirkt und die Hunter provoziert, so dass es zu einer Gewaltsituation kommt. Ohne Widerstand lässt er sich schlagen (vielleicht auch mehrfach) und verlässt die Szene gut gelaunt, fit und gestärkt.
Saffron:
Hi,
da sind ja ganz fix ein paar Ideen zusammengekommen, wie schön. Dank euch für den Input.
Gelesen hab ich noch nicht ganz so viel. Fearmakers Promise kenn ich nicht und hab von Changeling bisher nur das Grundregelwerk als PDF. Da hab ich schon mal quergelesen, um mich ein bisschen schlauzumachen, mixh aber noch nicht ganz so tief reingehängt. Irgendwie gibt es soo viel, was man lesen kann, wenn man Hunter leiten will und sich eben auch über Vampire, Werwölfe, Unsterbliche, Slasher und hundert andere Sachen informiert, um herauszufinden, welche dieser Kreaturen man verwenden will.
CU
Saffron
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