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[Savage Worlds] Kurze Fragen/kurze Antworten
Molcho:
Ach je, beim letzten Mal spielen (das erste Mal für mich mit Savage Worlds Kampfregeln) haben sich gleich noch mal einige Fragen ergeben, die ich für morgen gerne regelgetreu abbilden würde:
1. Wie schubst man schwere Kisten auf Gegner? Ich habe es als improvisierte Wurfwaffe gehandhabt, aber die Kiste wurde nicht geworfen, sondern langsam geschoben. Ist das dann ein Strength Roll und anschließend Throwing?
2. Wie wirft man kleinere Kameraden auf Gegner? Improvisierte Waffe? Mittel oder Groß?
3. Wie wirft man Gegner auf Gegner? Erst Grappling Test, dann Improvisierte Waffe?
4. Ich verstehe den Text im Deluxe-Regelwerk nicht ganz mit den Snake Eyes. Sind Snake Eyes nur dann eine Katastrophe, wenn man keinen Benny einsetzen kann, um noch einmal zu würfeln? Oder sind sie selbst dann schlimm, wenn sie beim Würfelexplodieren auftauchen also z.B. bei zweimal 7 (Skill Die 6+1, Wild Die 6+1)?
Ich sage schon mal danke! :d
Grospolian:
Aus dem Stehgreif kann ich glaube ich nicht alles perfekt beantworten, aber fangen wir mal an.
1. Kommt drauf an was die Intention ist. Sollen die Kisten wirklich Schaden machen oder den Gegner behindern/ablenken? Letzteres wäre ein Stärke-Trick. Ersteres nun hängt von der Situation ab, sind es viele Kisten kannst du dich an Prellungen und Kratzer in der GER auf S. 187 orientieren, für eine einzelne Kiste ist aber wirklich eine imporovisierte Waffe das Mittel der Wahl.
2.und 3. da ich mir schwer vorstellen kann was für ein Charaktere andere Personen so rumwirft, dass dabei ein wirklicher Schaden entsteht (also allenfalls am Geworfenen selbst ->Fallschaden), sondern hier verwirrung gestiften werden soll - ist das wieder ein Trick, für einen Gegner muss man natürlich erstmal kräftig zugrappeln.
4. Patzer: schlicht eine natürliche (unmodifizierte) 2 die mit zwei Würfeln erzielt wurde und das auch nur bei einem Eigenschaftswurf. Sprich explodierte Würfel spielen hierbei keine Geige :) Doppel 1 beim Schaden ist auch wumpe.
Zur Sache mit den Bennies: Sobald du mit einem Benny einen Eigenschaftsprobe wiederholst (egal wie oft) gilt immer das beste Würfelergebnis (nicht das letzte) daher ist es sehr unwahrscheinlich zu patzen wenn man einen Benny benutzt.
Kardohan:
1. Schieben ist ne Stärkeprobe. Sehr schwere Gegenstände sind per Stärkeprobe auch kein Problem, da einer Koorperativen Probe bei ST-Proben kein +4 Maximum gesetzt ist. Bei Superhelden gibt es dagegen eine ST-Tabelle, was so getragen, gehoben und geschoben werden kann.
2. und 3. Schaden wird das wohl kaum verursachen, höchsten Prellungen und Kratzer für den Geworfenen. Ansonsten ist es auch eine Stärke-Probe. Allerdings würde ich hier ganz genau nachrechnen, wieviel man da ein paar Yards werfen kann. Man könnte es auch als Variante von Stoßen sehen.
4. Die Doppel-1 bedeutet allein bei Fähigkeits- und Attributsproben von WCs was übles, selbst wenn die Probe mit allen Modifikatoren ein Erfolg ist. Sofern es eine Settingregel nicht verbietet, kann man sie natürlich mit nem Benny wiederholen.
Molcho:
Danke Grospalian und Kardohan. Besonders der Hinweis auf Stärke-Tricks hat mir geholfen.
Ich spiele Savage Worlds auf Englisch und möchte meinen Spielern das Buch demnächst feierlich überreichen, damit die sich selber reinfuchsen können. Allerdings habe ich nun immer mehr den Eindruck, dass in der Deluxe Explorer’s Edition einige Regeln, die wir häufiger bräuchten, nicht wirklich enthalten sind. Ich könnte jetzt sagen, dass man eine Lawine als Verfolgungsjagd darstellt und die Lawine einen W8 bekommt, aber das steht erst mal nirgendwo. (Und der Index gibt ohnehin nicht viel her.)
Meine Frage nun: Gibt es noch mehr Regeln für Action-Szenen in anderen Publikationen oder muss es reichen, wenn ich meinen Spielern noch zusätzlich "Perilous Places & Serious Situations" zeige?
Tigerbunny:
Zu empfehlen ist die deutsche Taschenbuchausgabe. Die enthält den deutschen Mehrwert(ältere Subsysteme als Regeloptionen, mehr und bessere Beispiele, usw. ...), ohne wirklich teuer zu sein. und ganz ehrlich, da SW so ein Regelleichtgewicht ist, kann man deutsche und englische Publikationen locker mischen.
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