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[Savage Worlds] Kurze Fragen/kurze Antworten
Kardohan:
Prinzipiell geht es nur um Ausprägungen bekannter Spielmechaniken, Manövern und Talenten.
WARUM will man ausgerechnet bei den Kampfkünsten alles klein-klein regeln, wenn man bei den "normalen" Kämpfen mit Speer, Schwert, Schild, Axt etc NIE auf die Idee kommen würde?!
Der Kampf mit diversen Waffen ist auch "Kampfkunst", da gibt es auch Lehrer, Stile und Schulen (Siehe etwa die Fechtschulen in Paris zur Zeit der Musketiere oder die verschiedenen Gladiatorenschulen der Römer).
Warum sollte ich daher ausgerechnet den "waffenlosen" Kampf regelmechanisch anders behandeln???
Letztlich ist es doch alles nur eine Sache der Beschreibung. Also ob ich nun einen Griff, Wurf oder Sichler ist irrelevant, das nur Beschreibung des gewünschten Effektes ist.
Will man diverse Schulen oder Stile unterscheiden - wenn es das Setting verlangt - dann sind diese Stile eben Teil des Talentes Martial Artist. Ein Stil gibt dann entweder +1 auf Tricks, lässt einen 1" weiter/höher springen, +1 Schaden, Bonus auf Soakwürfe durch Konzentration des eigenen Chi usw usf.
Keep it simple!
Vasant:
--- Zitat von: YY am 1.11.2016 | 12:25 ---Ich war mal dran, das ganze Thema Ringen inkl. Würfe neu zu sortieren.
Das ist aber ziemlich ausgeartet und letzten Endes habe ich es dann verworfen, weil andere Teile der Spielmechanik mir da dauerhaft in einer Weise im Weg sein werden, dass ich ein anderes System nutzen muss.
Siehe für den damaligen Einstieg hier.
--- Ende Zitat ---
Danke dir, schau ich mal durch!
--- Zitat von: YY am 1.11.2016 | 12:25 ---Der beschriebene defensive Wurf geht aber tatsächlich weitestgehend in den groben Pinselstrichen des Systems unter.
Erzählen kann man das natürlich so, aber als konkretes, in der Spielmechanik abgebildetes Manöver hast du das Problem, dass du damit einen anderen Detailgrad fährst als an anderen Stellen.
Ich würde es am Ehesten als erweiterte Anwendung von Riposte darstellen wie angedacht.
--- Ende Zitat ---
Alright, dann deute ich das vielleicht einfach mal um oder mach das mit einem Extratalent.
--- Zitat von: Kardohan am 1.11.2016 | 13:04 ---Prinzipiell geht es nur um Ausprägungen bekannter Spielmechaniken, Manövern und Talenten.
WARUM will man ausgerechnet bei den Kampfkünsten alles klein-klein regeln, wenn man bei den "normalen" Kämpfen mit Speer, Schwert, Schild, Axt etc NIE auf die Idee kommen würde?!
Der Kampf mit diversen Waffen ist auch "Kampfkunst", da gibt es auch Lehrer, Stile und Schulen (Siehe etwa die Fechtschulen in Paris zur Zeit der Musketiere oder die verschiedenen Gladiatorenschulen der Römer).
Warum sollte ich daher ausgerechnet den "waffenlosen" Kampf regelmechanisch anders behandeln???
Letztlich ist es doch alles nur eine Sache der Beschreibung. Also ob ich nun einen Griff, Wurf oder Sichler ist irrelevant, das nur Beschreibung des gewünschten Effektes ist.
Will man diverse Schulen oder Stile unterscheiden - wenn es das Setting verlangt - dann sind diese Stile eben Teil des Talentes Martial Artist. Ein Stil gibt dann entweder +1 auf Tricks, lässt einen 1" weiter/höher springen, +1 Schaden, Bonus auf Soakwürfe durch Konzentration des eigenen Chi usw usf.
Keep it simple!
--- Ende Zitat ---
Hm, war das an mich? Dann ging das ein bisschen an meiner Frage vorbei...
Es geht eben NICHT einfach und selbstverständlich als Ausprägung, weil die Regeln es eben so nicht erlauben.
Ich kann jemanden eben nicht mit einer Riposte greifen, wie gedacht, weil ich mit einer Riposte nur einen einfachen Kämpfen-Wurf machen kann. Ich kann jemanden nach RAW eben nicht mit krassen Geschicklichkeitstricks oder Ringen-Manövern entwaffnen, sondern muss im Nahkampf seinen Arm angreifen und damit genug Schaden verursachen, damit er das Ding fallen lässt. Waffe angreifen zum Entwaffnen? Nach RAW nur im Fernkampf. Ringen? Da muss nur der Angreifer beide Hände frei haben, um einen Malus zu vermeiden, nicht der Verteidiger - er kann seine Waffe also behalten.
Daher würde ich gern Beispiele lesen, wie du entsprechende Sachen umdeutest, damit das klappt (z.B. Riposte mit Ringen), oder ob du das sogar nach RAW abhandelst (abwarten und dann tricksen*). Auf drölfzig Kampfschulen mit "Feats" hatte ich nämlich schon keine Lust, als ich die im Fantasy-Kompendium gelesen habe :)
*immerhin ist Abwarten und Tricksen ja nicht völlig nutzlos: Wenn man wirklich gut ist, unterbricht man damit nicht nur den Angriff des Gegners, sondern macht ihn auch noch Angeschlagen, was einem selbst die Parade erspart und dem Gegner die Aktion wegnimmt, ohne, dass er das mit nem schnellen Willenskraftwurf oder Bennie beheben kann. Das ist dann aber recht komplex und es geht nicht bei mehr als einem Gegner pro Runde (wäre ja die gleiche Aktion zweimal).
Vasant:
Im Kampf gibt es als Bewegung "Ducken" und "Kriechen". Wenn ich mich recht entsinne, ist das im englischen "Crouch" und "Crawl", also "Geduckt gehen" und "auf dem Boden robben".
Nun gibt es unter Heimlichkeit die Option "Kriechen", die einem einen Bonus von +2 gibt. Gehe ich recht in der Annahme, dass es sich hier um "auf dem Boden robben", also "Crawl" handelt? Die Heimlichkeitsboni scheinen ja mit der Deckung übereinzustimmen.
Für die Fertigkeitsproben zur Heimlichkeit gibt es den Regeltext, dass man sich mit einem Erfolg das Fünffache seiner Bewegungsweite (außerhalb des Kampfes) oder seine Bewegungsweite (innerhalb des Kampfes) fortbewegen kann. Das heißt, mit Kriechen, das meine Bewegungsweite auf 2" verringert (also bei einer Standard-Bewegungsweite von 6" drittelt) bekomme ich einen Bonus von 2, muss dafür aber dreimal so oft würfeln?
Ich will hier keine Leute minutiös über den Bodenplan kriechen lassen, nur die Intention der Regelmechanik verstehen. Also "warum sollte ich denn nicht kriechen?"
Kardohan:
Ja, eine Kriechende Person hat eine Bewegungsweite von 2" (nicht ein Drittel seiner normalen BW), gilt als "Auf dem Boden" und bekommt +2 auf Heimlichkeit.
Warum sollte in Charakter NICHT kriechen, wenn er sich an jemanden anschleicht?
Dafür könnte es die verschiedensten Gründe geben, aber der wahrscheinlichste wird wohl der Zeitfaktor sein.
Da stell'n mir uns mal janz dumm und setzen unseren schleichenden Helden wie den bösen Wachposten mal grob 30" auseinander...
Ein Abstand von 50-60 Metern ist eine recht plausible Entfernung wo man ein Ziel durch Gestrüpp bzw. des Nächtens jemanden noch ausmachen könnte. Ausserdem rechnet sich es gut.
Nehmen wir mal an, das wir uns in einer Kampfsituation befinden, wovon der Wächter aber noch nix mitbekommen hat.
Bei BW 6 müsste der Schleichende somit 24/6=6 Heimlichkeitswürfe machen um bis auf die Letzten Meter heranzukommen, wo dann in jedem Fall EIN abschließender Vergleichender Wurf Schleichen/Wahrnehmung stattfindet.
Würde er mit 2" kriechen wären es 24/2 = 12 Heimlichkeitswürfe bis dahin.
Außerhalb einer Kampfsituation wären es nur noch 1 Heimlichkeitswurf normal gehend bzw. 3 Heimlichkeitswürfe kriechend, bis man dann den abschließenden Vergleichenden Wurf auf den Letzten Metern macht.
Ob der Wächter Aktiv oder Inaktiv ist steht hier ersteinmal nicht zur Debatte, ebenso nicht ob Licht und Deckung die beim Schleichen helfen könnten. Es geht hier einzig darum, dass der Schleichende so schnell wie möglich sein Ziel erreichen sollte, um nicht entdeckt zu werden und er dabei zwischen Unauffälligkeit und Geschwindigkeit abwägen muss.
Eventuell müsste man etwa noch Beschuss des Schleichenden (von andernorts, nicht durch Wächter) in Betracht ziehen, so dass er die Deckung am Boden gerne annimmt.
Es kommt wie immer auf die Situation an, wo wir es mit Anschleichen zu bekommen kriegen. Meistens sind es eben nur 2 Würfe (1 ausserhalb und 1 innerhalb der Letzten Meter) um eine solche Situation zu bestimmen. Dabei kann situativ oftmals auch noch den Wurf außerhalb sparen, denm Dunkel (Mond mit etwas Bewölkung/Sternenlicht) verkürzt die Sichtweiten bis auf unter 10". Abzüglich der Letzten Meter bleiben da höchstens 4" übrig, will heissen man kann sie gehend wie kriechend eher vernachlässigen. Somit wäre es nicht implausibel die ganze Situation auf den 1 letzten Vergleichenden Wurf zu reduzieren ... und das sowohl im Kampf wie ausserhalb.
Vasant:
Kann ich Spielern also mal ans Herz legen :d
Ich wundere mich sowieso ein bisschen, warum das nicht von selbst kommt - wenn ich jetzt von irgendwelchen Stealth-Videospielen ausgehe, würde ich als Heimlichkeits-fokussierter SC wahrscheinlich die ganze Zeit kriechen, mich hinter Deckungen verstecken usw. statt einfach nur leise hinter dem Rücken von Leuten langzutapsen. Aber ich hab auch Leute dabei, die in ner Schießerei einfach im Raum stehen (!) bleiben, wenn sich NSCs und SCs Deckung suchen wtf?
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