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[Man, Nature, Self] Ein ganz loser Gedanke...

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Nocturama:
Ich finde gar nicht, dass du so sehr in Schubladen denkst  :) Dass die Konflikte wechseln könnten, ist ein wichtiger Einwand und ein Regelsystem müsste das tatsächlich berücksichtigen. Vielleicht sogar als Storymechanismus bei einem Indie? Sowas wie "Gib einen Gummipunkt aus, um die Kategorie des Konflikts zu wechseln"? Anschließend müsste man sich überlegen, warum eben die Bestie plötzlich in einem Kampf gegen das eigene Ich entscheidend wird oder warum die Wasserangst eigentlich einen externen Grund hat... Na gut, das kann schnell sehr krampfig und metalastig werden. "Also... hmmm.... die Mauer zu überklettern ist also ein Kampf gegen Man? Ja... weiß nciht... vielleicht taucht eine Wache auf? Ne, das ist ja langweilig..."

Achamanian:

--- Zitat von: Nocturama am  4.04.2012 | 09:15 ---Dass die Konflikte wechseln könnten, ist ein wichtiger Einwand und ein Regelsystem müsste das tatsächlich berücksichtigen. Vielleicht sogar als Storymechanismus bei einem Indie?

--- Ende Zitat ---

Ich sehe aber nicht, warum dieser Einwand gerade auf diese spezifische Idee in besonderem Maße zutreffen soll. Bei Fertigkeitsbasierten Systemen kann doch ein Konflikttyp auch mittendrin wechseln (sozial zu Kampf oder umgekehrt, z.B.). Dann wechselt man eben die Fertigkeiten.
Interessant ist vielleicht, dass bei einem Man/Nature/Self-System der Konflikttyp evtl. einfach deshalb wechselt, weil der SC plötzlich erkennt, dass sein Gegner intelligent ist oder weil er eine andere Einstellung zu dem Schneesturm (Selbstüberwindung statt Kampf gegen die Natur) einnimmt. Das macht es in meinen Augen interessant. Wer z.B. in Konflikten gegen die Natur gut ist und in Konflikten gegen Menschen schlecht, dem geht vielleicht der Arsch auf Grundeis, wenn er merkt, dass das Wolfsmonster, gegen das er kämpft, intelligent ist. Wer dagegen gut in "Mensch gg. Mensch" ist, wird dann vielleicht seinen Hoffnungsschimmer sehen.

Vielleicht geht das ganze so aber auch wieder etwas zu glatt in Richtung 3 Attribute: Körper, Soziales, Wille. Das würde ich ja eher vermeiden, vielleicht indem man einen Indie-Ansatz wählt, der eher Storyaspekte betont: "Bereks Geschichte ist die Geschichte eines Mannes im Kampf mit der Natur". Man könnte z.B. Gummipunkte sammeln, indem man einen Konflikt auf die Ebene bringt, die der eigenen Geschichte entspricht, auch wenn das eigentlich nachteilig ist. Z.B. "Nachdem Berek von Prinzessin Rubinia gedemütigt wurde, legt er seine Kleidung und seine Waffen ab und geht in die Wildnis hinaus, um zu sich zurückzufinden ..."

Irgendwie so. Jedenfalls sehe ich bei dem Ansatz auf jeden Fall eher einen klassischen Indie vor mir.

Delagur:

--- Zitat von: Rumspielstilziel am  4.04.2012 | 10:20 ---Ich sehe aber nicht, warum dieser Einwand gerade auf diese spezifische Idee in besonderem Maße zutreffen soll. Bei Fertigkeitsbasierten Systemen kann doch ein Konflikttyp auch mittendrin wechseln (sozial zu Kampf oder umgekehrt, z.B.). Dann wechselt man eben die Fertigkeiten.

--- Ende Zitat ---

Ich nehm mein geschildertes Beispiel von vorhin. SC und Bestie. leicht abgewandelt, damit besser nachollziehbar

Die Bestie verhaelt sich aggressiv denkt der SC und greift an, daher wehrt sich der SC und es kommt zu einem Kampf. (Man vs. Nature)
Waehrend des Kampfes mit Klauen und Schlaegen, stellt der SC fest, dass dies ein Test der Bestie ist ob er denn wuerdig sei das Gebiet zu betreten (Man vs. Man)

Problem was ich momentan sehe: Es ist und bleibt auf den ersten Blick ein Kampf, sprich es wird geschlagen, gekratzt whatever. Die Handlung aendert sich nicht wesentlich, wenn ueberhaupt.
Aber die Konfliktart wechselt und das erstrebenswerte Ziel aendert sich in diesem Beispiel auch. Naemlich von einem "Tod der Bestie in Kauf nehmen", zu einem "den Test bestehen".

Wie soll man das umsetzten, wenn es doch dieselbe Handlung und doch eine andere Konfliktart ist?

Its a question of lust
Dela

Nocturama:

--- Zitat von: Rumspielstilziel am  4.04.2012 | 10:20 ---Vielleicht geht das ganze so aber auch wieder etwas zu glatt in Richtung 3 Attribute: Körper, Soziales, Wille. Das würde ich ja eher vermeiden, vielleicht indem man einen Indie-Ansatz wählt, der eher Storyaspekte betont: "Bereks Geschichte ist die Geschichte eines Mannes im Kampf mit der Natur". Man könnte z.B. Gummipunkte sammeln, indem man einen Konflikt auf die Ebene bringt, die der eigenen Geschichte entspricht, auch wenn das eigentlich nachteilig ist. Z.B. "Nachdem Berek von Prinzessin Rubinia gedemütigt wurde, legt er seine Kleidung und seine Waffen ab und geht in die Wildnis hinaus, um zu sich zurückzufinden ..."

Irgendwie so. Jedenfalls sehe ich bei dem Ansatz auf jeden Fall eher einen klassischen Indie vor mir.

--- Ende Zitat ---

Ich denke auch, dass man damit mehr in Richtung Storygame geht. Was die Aufteilung "Körper, Soziales, Wille" angeht, wäre das ja inspiriert von der literarischen Aufteilung gar nicht gegeben. "vs. Nature" würde zum Beispiel auch beinhalten, ein tolles Kunstwerk zu schaffen oder das Geheimnis des Überlichtantriebs zu ergründen.
"vs. Man" ist natürlich primär sozial - ist es ja in der Literatur auch. Darüber hinaus würde ich aber alle Wettstreite zwischen Menschen/Menschenähnlichen hier einordnen. Ob das jetzt das Wettrennen ist, die epische Schlacht oder der Versuch, mit dem Barbarenanführer eine friedliche Lösung zu finden.
In "vs. Self" würde ich noch moralische Entscheidungen, Erkenntnisgewinn und Wachstum (inneres Wachstum, kein Stufenanstieg) packen. Da bin ich vielleicht sehr PTA-beeinflusst  :P Also sowas wie "Erkennt Peter, dass Marie ihn eigentlich nie geliebt hat und nur ausnutzt oder lügt er sich weiter an?" "Wird Berek dem friedlichen Boten des Nachbarlandes den Kopf abschlagen, um Stärke zu demonstrieren oder wird er Gnade zeigen?"


--- Zitat von: Delagur am  4.04.2012 | 19:28 ---Wie soll man das umsetzten, wenn es doch dieselbe Handlung und doch eine andere Konfliktart ist?

--- Ende Zitat ---

Ich denke, Rumpelspielziel hat recht, dass man dann einfach die Kategorie ändert. So ähnlich, als wäre man im klassischen Rollenspiel im Duell mit dem bösen Anführer der Wachen und merkt dann, dass der gar nicht so böse ist. Da kann man sich ja auch entscheiden, statt "Mit dem Schwert kloppen +2" lieber "Überzeugen, zu den Guten überzulaufen +1" zu würfeln.

Ethelbeorn:
Ich finde die Überlegung äußerst spannen und hab mir mal ein paar Gedanken gemacht. Die Aufteilung ergibt z.B. nicht ganz Stereotype aber dennoch vertraute Gesinnungsfraktionen.
Eco(Self), Tycoon(Man) und Tec(Nature) wie bei Anno2070 bieten sich hier gut an und können an einige Settings angepasst werden.
Ich gehe die vorgeschlagenen Regelmechanismen von Nørdmännchen mal durch und denk mir was dazu.

Handlungsproben:
Man, NAture und Self sind 3 Attribute, die alle restlichen Fertigkeiten Ergeben. z.B.:
Archery: 2M 3N 2s
Mele: 4M 1N 1S   
Bargain: 5M 0N 2s
Run: 0M 3N 4S

So weit so langweilig...

Konfliktmechaniken:
Man vs. Man   : Würfel gegen Würfel
Man vs. Nature   : Würfel gegen Wert
Man vs. Self   : Wert gegen Wert (und hier wirds Spannend)
Der eigene Wert kann jeweils um einen Schritt nach oben oder unten korrigiert werden um die Herausforderung zu schaffen. Diese Veränderung ist aber irgendwie Limitiert bzw. hat dauerhafte Auswirkungen im Spiel. Man kann die werte erst nach einer gewissen zeit und bei einer entsprechenden Situation
"Bregan überwindet sich und Tötet den Banditen indem er seinen Self-Wert um 1 Senkt. und dafür den Man-Wert erhöht. Er ist nun zum Krieger geworden..."

die verschiedenen Fraktionen unterstützen z.b. Individuen mit bestimmten maximal Werten stärker, bzw. schließen sie aus.


Ein Eco (Attribute - M1 N3 S6)

Archery:23 (2M+9N+12S)
Mele:13 (4M+3N+6S)   
Bargain:17 (5M+12s)
Run:33 (9N+24S)

Ein Tycoon:(M7 N2 S1)

Archery:28 (14M+12N+2s)
Mele:31 (28M+2N+1S)
Bargain:37 (35M+2s)
Run:13 (9N+4S)

Magiesystem:

Man/Nature/Self vs. Man/Nature/Self

Die drei Kategorien bilden Energiequellen, auf die zugegriffen werden kann. Ebenso werden die Zile in drei Gruppen eingeteilt.
Energie innerhalb einer Kategorie zu verschieben ist einfach. Sie von einer Kategorie in eine andere zu verschieben schwerer (Doppelte Energie nötig).
Die Eco Magie besteht darin, sich zu schützen und zu buffen. Tycoons brechen Gegnern aus der Ferne das Genick und Tecs erhitzen die Luft zu Feuerbällen.

Die unterschiedlichen Energiequellen sind auf verschiede Art und Weise verfügbar.
"Self" ist schnell und ortsunabhängig, erschöpft und regeneriert sich aber mit der Zeit.
"Nature" kann nur längsamer "extrahiert" werden und hinterlässt eine Magieleere Zone, die sich nur sehr langsam wieder füllt.
"Man" ist auf Lebewesen angewiesen, denen freiwillig oder unfreiwillig dauerhaft Lebensenergie entzogen wird.

Regeneration~ es regenerieren "x" Energiepunkte pro stunde, die beliebig genutzt werden können.
Extraktion~ mit einer Aktion können bis zu "x" Punkte aus der Umgebung gezogen werden und für "x" Runden gespeichert werden. Es können je nach Umgebung zunächst 5 Punkte extrahiert werden. danach 4, dann 3 usw.
Leeching~ Nach Berührung werden dem Opfer "x"-"wiederstand" Punkte entzogen, die dann für den Zauber eingesetzt werden können

Ein Zauber kann nur eine Kategorie abdecken, oder mehrere betreffen. Die Energie muss dann seperat für die unterschiedlichen Komponenten beschafft werden.
Zauber lassen sich dann entweder spontan kreieren, oder man gibt ein paar Anwendungen vor. Dabei kann die Energie aus beliebigen Quellen kommen.

Ein Eco-Magier:
Magic Level: 4 (Limitiert die Stärke von Zaubern)
Self Regeneration: 7
Nature Extraction: 1
Man leeching: 2

Beispielzauber:

Schutz vor Feuer
Self2 Nature 1
Der Magier macht sich schmerzunempfindlich und verdichtet die Haut (verbraucht zwei "Self" Punkte)
und erschafft eine vakuumschicht um seine Haut indem er die Luft in der Umgebung umschichtet.(eine Aktion um Energie zu extrahieren)


Zauber:
Feuerball
Nature 3
Der Magier extrahiert drei Runden lang Energie aus der Umgebung (Oder verbraucht stattdessen 6 self Punkte) und Verdichtet die Athmosphäre zur Explosion.

Illusion: Verbrennen
Man 4
Der Magier greift das Opfer und schwächt es um 2 Punkte. Er benutzt 4 Self Punkte um die Wirkung zu Steigern und löst alle Hitzerezeptoren im Körper des Opfers aus.


Die Ideen sind jetzt eher naheliegend, aber ich fand es interessant sie mal aufzuschreiben. die Zahlenwerte und -verhältnisse sind eher Platzhalter.

LG Ethelbeorn

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