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Cortex - ein Universal-System oder eine Familie von Systemen?
killedcat:
--- Zitat von: 1of3 am 13.04.2012 | 14:08 ---Cortex+ ist in jeder seiner Inkarnationen höchst empfehlenswert.
--- Ende Zitat ---
Da kann man anderer Meinung sein. Ich fand die Serenity-Inkarnation dem Plus in jeder Beziehung überlegen. Cortex+ ist mir zu schwammig-fate-ig.
alexandro:
--- Zitat von: killedcat am 13.04.2012 | 18:55 ---Da kann man anderer Meinung sein. Ich fand die Serenity-Inkarnation dem Plus in jeder Beziehung überlegen. Cortex+ ist mir zu schwammig-fate-ig.
--- Ende Zitat ---
Schwammigkeit ist relativ. Ich finde es z.B. total schwammig, wenn (wie bei Serenity) nicht klar geregelt ist, was für Auswirkungen ein gelungener/gescheiterter Wurf jetzt eigentlich hat (bringt das spektakuläre "Überreden"-Ergebnis das Gegenüber jetzt dazu, den eigenen Standpunkt zu verstehen, oder wird er dadurch zu einem fanatischen Anhänger auf Lebenszeit?).
In dieser Hinsicht ist Cortex+ klar vorne (abgesehen davon dass Serenity auch sonst schwer verbugt ist, aber das ist ein anderes Fass).
Wisdom-of-Wombats:
Ich finde Cortex und Cortex+ sind eine Familie von Systemen. Insbesondere Cortex+ hat eine Riesenportion "Indie" mit auf den Weg bekommen.
Das Cortex-System aus Serenity, BSG, Demon Hunters und Supernatural ist tatsächlich ein Universalsystem. Cortex+ mit Smallville, Leverage, Marvel Heroic Roleplaying und Dragon Brigade ist es nicht. Das ist eine Systemfamilie, die soweit ich das sehe auch noch Unterschiede an den Tag legt was die Begriffe angeht.
Chiarina:
Cortex Plus... hm.
Was ich über dieses System lese, hört sich spannend an. So richtig kann ich mir das allerdings noch nicht vorstellen. Kann mir nochmal jemand erzählen, was das Spiel überhaupt ausmacht? Insbesondere habe ich drei Fragen:
1. Welche ungewöhnlichen Spielmechaniken besitzt Cortex Plus?
2. Das Spiel unterscheidet in seinen konkreten Ausprägungen ja Action (Leverage und Firefly), Drama (Smallville) und Heroic (Marvel Heroic). Inwiefern werden denn diese besonderen Ausprägungen spielrelevant? Warum sind die Actionsysteme actionorientiert? Was macht das Dramasystem dramatisch und inwiefern ist Marvel Heroic heroisch? Und dann gibt´s ja auch noch Dragon Brigade... zählt das zu Action, Drama oder Heroic?
3. Nun zu meinen ganz persönlichen Spielvorlieben: Ich bin kein Fan von Superheldencomics. Und Action im Rollenspiel ist o.k., aber bitte nicht nur. Ein System, was besonders darauf abzielt Action umzusetzen, brauche ich daher vermutlich auch nicht unbedingt. Am ehesten fahre ich noch auf Drama ab... aber dann lese ich ein paar Dinge über die zugrundeliegende Fernsehserie (Smallville)... und bin irgendwie überhaupt nicht angemacht. Ich weiß noch nicht mal so genau, warum Smallville nun gerade als Basis für die Dramaversion von Cortex Plus verwendet wurde. Für so etwas nimmt man doch etwas Exemplarisches, oder? Und jetzt soll diese Fernsehserie Smallville quasi die Quintessenz des Dramatischen darstellen? Nach dem Lesen des Google-Artikels (ich kenne keine einzige Folge...) habe ich eigentlich keine Lust mich darum zu kümmern (das sind ja schon wieder Superhelden!). Spiele ich aber ein System, das auf einer Serie aufbaut, die ich gar nicht kenne und auf die ich auch keine wirkliche Lust habe, nur weil die Regeln irgendwie innovativ oder toll sind? Ich weiß nicht... Dann gibt´s da aber noch den Hacker´s Guide. Ist der so gut, dass man damit sein eigenes Setting in Regeln bekommt? Brauche ich für so etwas Smallville (beispielsweise) UND den Hacker´s Guide oder reicht der Hacker´s Guide allein?
Wäre nett zu wissen, ob ich das System abhaken kann, oder ob ich es mir mal ernsthaft anschauen soll.
Nocturama:
Für das Smallville RPG ist die Kenntnis von Smallville meiner Meinung nach höchst optional und es dürfte in der Lage sein, eine große Bandbreite von Serienplots abzubilden (am leichtesten vermutlich Teen-Drama, sollte aber auch mit leichten (?) Änderungen andere Sachen gut können).
Wichtig für die Charaktere ist nicht was sie können, sondern mit welchen Werten sie sich am stärksten identifizieren (Wahrheit, Liebe, Ruhm...) und welche Beziehungen sie haben, beides regeltechnisch für Würfelwürfe knallhart crunchrelevant. Es ist also wichtig, warum du etwas tust, und nicht wie.
Man macht außerdem am Anfang eine Art R-Map mit so einer Art Lifepath, aus der sich Beziehungen der Charaktere, Fähigkeiten und späterer Plot ergeben. SCs sind nicht unbedingt auf der gleichen Seite - Superman und General Zod sind beides SCs.
Marvel Heroic gibt's eh nicht mehr, dürfte aber für dich sowieso nicht so relevant sein. Ich finde es eine tolle Mischung aus cooler Action und typischem Superheldendrama (du bekommst nur XP, wenn vorher festgelegte einschneidende oder dramatische Dinge passieren), hat aber sowas wie soziale Konflikte nur sehr vage in Regeln gegossen.
Leverage kann ich jetzt gar nicht so viel zu sagen. Ich finde es im Kern relativ klassisch (im Sinne von "Fate ist relativ klassisch" ;)), mit Attributen und Traits, hat aber flotte Action und bei Leverage den charmanten Flashback-Mechanismus, der nerviges Planen verhindert.
Hacker's Guide reicht alleine übrigens nicht; man braucht die entsprechenden Regelwerke, um sich darauf beziehen zu können.
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