Pen & Paper - Spielsysteme > World of Darkness

[V20] Hunters Hunted 2

<< < (4/5) > >>

La Cipolla:
Das ist sehr simpel dargestellt, und dass du deine Meinung wie Fakten klingen lässt, macht es nicht unbedingt besser.

Ich finde es sehr sympathisch, dass sie die offenbar noch stark interessierten oWoD Fans mit Material versorgen, vor allem WEIL die nWoD ja nicht darunter leidet, sondern eher von dem inzwischen dritten Standbein profitiert. Sage ich übrigens als jemand mit nicht viel Interesse an der oWoD.

Ich finde es großartig, dass sie mal ausnahmsweise nicht nur die so vielgepriesenen "neuen Inhalte" in ihren Welten werfen, sondern sich erstmal darum kümmern, dass die existierenden Sachen eine vernünftige, heute noch einigermaßen tragbare Form kriegen, zumal du selbst sagst, dass die oWoD schon genügend Inhalte hat; ich meine mal, die momentane Strategie ist die bessere Konsequenz aus diesem Fakt und Fan-Service, als WIEDER anzufangen, Dutzende neue Inhalte auszukotzen (was ja durchaus das Normale ist, wenn ein Verlag einfach nur GELD verdienen will).

Teylen:

--- Zitat von: Murder-of-Crows am 20.04.2012 | 01:47 ---Also nicht ganz. Es gibt da tatsächlich Statements, die auf etwas anderes schließen lassen. WW hat die Aufgabe der "normalen" Distribution zugunsten von E-Books und POD ursprünglich damit begründet, dass man aus der Tretmühle der Publikationen raus möchte. Also nicht gezwungen sein möchte, Bücher herauszubringen einfach um Bücher herauszubringen. Stattdessen war eine Qualitätsoffensive geplant, bei der Bücher nur dann herauskommen, wenn sie einen Qualitätsstandard erfüllen und tatsächlich das Setting bereichern.
--- Ende Zitat ---
Mir sind hauptsächlich die Statements von der Grand Masquerade, den Erklärungen zum 2.0 sowie Transmedia Ansatz sowie die Ausführungen von Justin Achilli in Erinnerung geblieben.

Bei allen ist mir als Kernpunkt die Kostenersparnis/Kostenoptimierung als primäres Ziel in Erinnerung. Sowohl wenn davon gesprochen wurde das der klassische Buch Markt rückläufig ist, als auch wenn ausgeführt wurde das man über den direkt Vertrieb entsprechende Kostenstellen spart.
Am deutlichsten wurde es m.E. bei den Panel wo die Frage aufkam in wie weit sie einerseits noch rentabel sind und wieso sie andererseits dieses Jahr kein Buch für Promethean (und wenn ich mich richtig erinnere Geist) veröffentlichen. Die Antwort kann man damit zusammenfassen das sie nicht glauben das es aktuell genügend Käufer für ein neues Promethean oder Geist Buch gibt. Umgekehrt wurde recht deutlich gesagt das "Strange, Dead Love" veröffentlicht wurde weil Vampire-Romanzen derzeit derart populär sind. Natürlich gab man auch als Grund an das Requiem so etwas fehlt, allerdings erschien mir der finanzielle Aspekt durchaus federführendes Gewicht zu haben.

Hinzukommt dann auch die Kommunikation zu der V20 sowie dem Onyx Path.
Bei beiden wurde recht deutlich gesagt das die Fans, wenn sie kaufen, mehr Bücher erhalten.
Wenn sie weniger kaufen, dann gibt es eben weniger beziehungsweise keine mehr.
Das heißt gerade eben nicht das sie dort nur Bücher veröffentlichen weil sie an Qualität vor Quantität glauben würden.

Natürlich würde White Wolf nun nicht behaupten das sie überflüssige und qualitativ minderwertige Bücher schreiben, aber ich habe dennoch den Eindruck das der Kostenaspekt angemessen prominent in den Vordergrund gestellt wurde.


--- Zitat ---Da sich aber cWoD plötzlich supergut verkauft, wird die Kuh auf einmal gemolken. Mit dem Effekt, dass sich das ganze wahrscheinlich an Übersättigung tot laufen wird.
Jetzt werden sogar schon vollmundig vier Titel pro Jahr versprochen.
--- Ende Zitat ---
Es sind allein für V:tM 4 Titel dieses Jahr.
Die cWoD zieht dieses Jahr auf 9 Titel an. Drei Titel für W:tA (Guide, 20th, SAS) sowie zwei für Mage (Guide, Convention Book).
Ich glaube durchaus das die Vampire Fans mit dem kaufen ihrer Titel nachkommen, immerhin geben sie mehr oder weniger den eigenen Takt vor.
Ich zweifele nur das die anderen mitkommen / vergleichbar in großen Mengen enthusiastisch sind.
(Wenn ich sehe das der Werewolf Guide nur mehr auf Platz drei ist)


--- Zitat ---Mit anderen Worten: die kaufmännisch sinnvollere Entscheidung wäre es gewesen, die nWoD zugunsten der cWoD zu canceln.
--- Ende Zitat ---
In wie weit? Die nWoD dürfte doch kaum Kosten produzieren und ich denke durchaus das sie an die Werke die sie veröffentlichen durchaus glauben. Dazu halten sie sich schlicht die nWoD Käuferschaft, die ggf. auch zu cWoD Produkten greift, gewogen.


--- Zitat ---Inhaltlich neues hat die V20 Linie nicht hervorgebracht (außer der Companion). Das GRW ist eine Sammlung aller vorhandenen Regeln, Hunters Hunted 2 ist ein Aufguß, Children of the Revolution sind ein NSC Buch für eine Linie, der es wahrlich nicht an NSC mangelt, und Anarchs Unbound wird gegenüber dem Anarchs Cookbook und Guide to the Anarch nicht viel neues bringen können.
--- Ende Zitat ---
Einige neue Regeln, Elemente und Beschreibungen enthält die V20 durchaus.
Respektive genügend als das man behaupten kann das die vorherige Edition nicht mehr wirklich kompatibel ist. Schließlich kann man den bestehenden Fans, geschweige den neuen Fans, nicht einfach sagen: "Kauft doch die alten Bücher!". Die Regeln passen nicht mehr, der Metaplot schwurbelt sich da durch, es ist für knapp ein Jahrzehnt alt und es fehlen technische Weiterentwicklungen die heutzutage selbstverständlich sind. Dazu teilen sich die alten Bücher über drei Editionen und es ist schon nicht so prickelnd die untereinander zu mischen.

Angesichts dessen macht es m.E. durchaus auch Sinn einen Bücher mit vermeintlich "alten" Inhalten für die V20 neuzuschreiben oder aufzuarbeiten.
Es gibt halt für die V20 keinen NSC Band und die alten NSC haben nicht nur einen Rattenschwanz an Metaplot dran, sind veraltet bzw. um 2000 stehen geblieben sondern sie haben nicht einmal einen V20 kompatibeln Bogen! Man kann doch einem (neuen) Spieler nicht zumuten das er erstmal die NSC konvertiert.
Es gibt halt in der V20 nur die Beschreibung von "wahrer Glaube" sowie zwei, drei Antagonisten Templates. Da ergibt ein Buch über Menschen, sowie über menschliche Jäger, das zudem 2012 ansetzt anstelle 1991 und an aktuelle Regeln angepasst ist durchaus Sinn.
Hinsichtlich der Anarchen nahm ich nur lediglich an das das Grundregelwerk eigentlich doch schon recht ausführlich war und hinreichend viele Informationen aus dem Cookbook sowie dem Guide übernahm. Weshalb ich die aufgeführten Bücher sinniger gefunden hätte.


--- Zitat ---Anmerkung: Sollten die ganzen OT-Posts nicht einfach in den Schmaltalg (vulgo: Smalltalk) verschoben werden?
--- Ende Zitat ---
Wäre eine Idee. Müßte aber wenn ein Moderator tun.

Jiba:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
--- Zitat von: Teylen am 20.04.2012 | 09:10 ---Mir sind hauptsächlich die Statements von der Grand Masquerade, den Erklärungen zum 2.0 sowie Transmedia Ansatz sowie
Ich zweifele nur das die anderen mitkommen / vergleichbar in großen Mengen enthusiastisch sind.
(Wenn ich sehe das der Werewolf Guide nur mehr auf Platz drei ist)

--- Ende Zitat ---

Boah, Teylen, echt jetzt... häng dich doch nicht an so einem Kappes auf! Die Konkurrenz ist das neue Marvel f***cking Superheldenrollenspiel. Außerdem hat der Guide bei Drive-Thru eine schlechte Kritik, das dürfte einige potentielle Käufer abschrecken. Ständig dieses "Ey Werwolf-Fans, strengt euch an! Los, werft WW euer Geld in den Rachen! Wir VtM-Fans machen das ja auch!" Und bei Forderungen nach gleicher Behandlung für alle Fans dann pienzen: Also neeeeee, die "Grand Mascerade" in "Great Moot" umbenennen, das wäre nun wirklich nix, denn entweder wäre der Titel oder gar die W20 selbst "irrelevant". Mir geht dieses unterschwellige "Die Vampire-Fans sind irgendwie wichtiger/besser/fan-iger!" das hier bei den Diskussionen manchmal mitschwingt, echt stark auf den Sack! Vielleicht kaufen die Werwolffans (oder die Fans der anderen Reihen, wenn wir schon einmal dabei sind), einfach nicht alles so unbesehen, wie die Vampirleute. Abgesehen davon, dass ich doch schon vielfach von Kritikern gelesen habe, dass "Requiem" von den nWoD-Reihen doch die am wenigsten Mutige ist und im Gegensatz zu z.B. dem neuen "Werwolf" nichts irgendwie anders macht. Den Eindruck habe ich aus eigener Spielerfahrung heraus im Übrigen auch bei der alten WoD: "Mage" und "Werwolf" wirken von der Konzeption her irgendwie runder, haben eine klarere Core-Story und haben weniger überflüssige, semi-nützliche Quellenbücher in der Linie. Tut mir leid, aber mir platzt da schon grade ein wenig die Hutschnur. Wir anderen Fans müssen uns vor den Vampirefans nicht rechtfertigen, auch nicht für schlechte Verkaufszahlen bei irgendsoeinem dummen Translation Guide!  >:(

Wisdom-of-Wombats:

--- Zitat von: La Cipolla am 20.04.2012 | 08:37 ---Das ist sehr simpel dargestellt, und dass du deine Meinung wie Fakten klingen lässt, macht es nicht unbedingt besser.

--- Ende Zitat ---

Nun ja. Jeder sucht sich die Fakten, die ihm gefallen. Mir gefallen halt andere Fakten als Dir ;)
Es ist halt nun mal so, dass WW das alles mal gesagt hat (und natürlich auch noch andere Sachen).

Ich gebe zu, dass ich im Augenblick nicht weiß, was ich von der ganzen Sache halten soll. Es ist kein Geheimnis, dass ich die Verwendung von Kickstarter durch WW für mehr als fragwürdig halte. Ich schwanke derzeit zwischen: cWoD-Renaissance findet statt und WW liegt eigentlich in den letzten Zügen & bäumt sich ein letztes Mal auf.

Und als Requiem-Fan könnte ich an dieser Stelle anmerken, dass Requiem nicht mal halb so viele Supplements wie Masquerade dieses Jahr bekommt :(

Insgesamt finde ich die Kommunikationsstrategie von WW seit 2008 katastrophal und sehr von angeblichen positiven Meldungen geprägt, die sich am Ende als kaum haltbarer Marketing-Sprech entpuppen.

La Cipolla:
Was die Kommunikation angeht, gebe ich dir auf jeden Fall recht, die haben White Wolf zumindest seit meiner Zeit (nWoD) noch nie richtig hingekriegt und auch jetzt ist es eine große Schwäche. Es gibt zwar durchaus diesen netten Blog, wo sie ihre aktuellen Vorgänge mit den Fans teilen, und neuerdings werden auch gern mal Fragen im Forum beantwortet, aber zentral ist das alles nicht und finden muss man es auch erstmal.
Dass sie seit Geist nicht mehr klar und deutlich ausdrücken, was zur Hölle sie eigentlich tun, kommt noch dazu; ich persönlich denke zwar durchaus, dass sowohl inhaltliche Pläne als auch Geschäftsstrategie momentan recht cool sind (zumindest an den Produkten gemessen, die kamen und kommen), aber ich gebe zu, dass es durch die Schuld des Verlags auf jeden Fall sehr einfach ist, zu anderen Schlüssen zu kommen.

Verstehe auch nicht, was so schwer daran ist, heute mal einen "WW News" Twitter-Account oder eine Facebook-Seite zu machen, auf der man wirklich mitkriegt, was abgeht. Will man momentan einigermaßen informiert sein, muss man eigentlich die WW Foren verfolgen und am besten noch den Blogs und Twitter-Accounts der einzelnen Mitarbeiter.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln