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[Ideensammlung] Interstellares/Interdimensionales Antriebssystem

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Dark_Tigger:

--- Zitat von: Fantomas am 24.06.2012 | 09:12 ---Andererseits ist es sehr schwer so ein Ding zu bauen, wenn man unter orbitaler Beobachtung steht und die Jungs da oben eigentlich nur irgend ein ausreichend großes Trümmerstück beschleunigen müssen, um aus der Lääääser-Baustelle einen Krater zu machen. Oder, wenn man es eleganter lösen will, gar nicht erst die technische Entwicklung und/oder Infrastruktur zulassen, um so ein Ding zu bauen. Es ist praktisch unmöglich, so ein Projekt unbemerkt von einer parallel existierenden orbitalen Bevölkerung durchzuziehen - der zentrale, unterirdische Laser mag ja noch unentdeckt bleiben (obwohl man auch dafür zigtausende Lkw-Ladungen an Material, Busse mit Personal und sonstige Logistik braucht, die nicht unbemerkt bleiben dürften), aber die Geschütztürme an der Oberfläche kann man nicht überall kaschieren (bzw. die Baumaßnahmen an selbigen) nicht.

--- Ende Zitat ---

Ich weiß nicht mehr wo, aber ich hab mal eine schöne Analyse zum Thema "womit kann man Objekte im Orbit bekämpfen" gelesen.
Die kamen darauf das man schon mit einer V2 hoch genug bekommt um Ziele im Geostationären Orbit zu bekämpfen. Wenn man nicht trifft, fällt das Geschoss danach freilich einfach wieder zu Boden, aber das ist ja eher nebensächlich.
Startest du das Geschoss so das es im gegenläufigen Orbit zu den Ziel befindet hat es auch gleich reichlich Tempo, so dass du schon mit einem normalen kinetischen Kill Vehicel einiges an Schaden machen kannst...
Und ballistische Raketen zu verstecken, ist wiederrum absolut möglich.

Feuersänger:
Das führt uns wiederum zu der alten "Green vs. Purple" Diskussion, wie effektiv Raketen in so einem Szenario sind -- immerhin kann der Verteidiger verschiedene Point-Defense Systeme haben, z.B. Coilguns. Diese haben gegenüber Lasern auch noch den Vorteil, dass sie quasi die Masse des angreifenden Vehikels gegen dieses selbst wenden.

Dark_Tigger:
@Feuersänger
Ist klar. Es geht nur darum, blind auf die Orbitalen zu setzten im Krieg Orbitale vs Planetoide, könnte trotz allem nicht umbedingt die beste Idee sein.

Quasimodo:
Also ich finde dein "System" ist eines der Durchdachtesten und für eine Spielumgebung geeignetsten die mir bisher untergekommen sind.
Vor allem da man sich leicht die Regeln oder besser Fähigkeiten und NoGo´s dieses Antriebs merken kann.

Besonders gut ist das die Bewegung im Normalen Raum der wesentliche Part ist und damit die Umgebung in der Normalerweise auch gespielt(und vor allem reagiert) werden wird.

Die Feinjustierungen in bezug auf Antriebsstärke/Austrittsentfernung sind die interresantesten Settingschrauben(für Militärischere Spiele)

--- Zitat ---Jeder, der sich in so einem Setting zum Einsatz von Massenvernichtungswaffen entschließt, müsste sich 110%ig sicher sein, dass der Feind nicht irgendwo in den Weiten des Alls mehrere verträumte kleine Stützpunkte hat, die einen Vergeltungsschlag führen würden. Sehr wahrscheinlich ist also, dass man sich das Potential vorhält, aber auf den Einsatz de facto verzichtet.
--- Ende Zitat ---
Hast mir gerade neIdee für mein SF-Militärkampange geliefert.
Interstellare Kriege sind dominiert von Aufklärung und Spionage: Denn jede Macht muss vor einem Angriff auf die Kernmacht des Gegners erst sicherstellen das dieser nicht mit einem Vernichtungsschlag aus der Tiefe des Alls antwortet.
Also werden Kriege vom Finden und einnehmen einsammer Ausenposten auf Monden/Asteroiden und Hinterwälderplaneten beherrscht.
Denn erst wenn die Gegenschlag-kapazitäten des Gegners unbedeutend wurden kann man es wagen durch Invasionen dessen Existenz zu bedrohen...
Da das die Gegner auch wissen werden sie vermutlich einen Präventivschlag ausführen sollten sie merken das ihnen die Aktivposten ausgehen...
Was dazu führt das wenn genug "Punkte" erzielt(erobert) wurden sich vermutlich beide Seiten wieder am Verhandlungstisch treffen und sich die Armen Gruntz fragen wozu sie eigentlich die ganzen Jahre geblutet haben... ;D

Krieg als erweiterung der Politik....(zumindest solange bis eine Seite Fanatiker an der Spitze hat die "bis zum letzten Mann" kämpfen wollen...in so einer situation könnten Interresante Allianzen hinter den Kulissen entstehen("Wir bekämpfen uns seit 20 Jahren aber hier sind die Reisedaten unseres Neuen "Präsidenten". Der Bastard muss verschwinden!")

Yerho:

--- Zitat von: Feuersänger am 24.06.2012 | 10:43 ---Naja, ich hab da so meine Zweifel; bis heute sind sie ja gerade mal beim Kapitel "Form" angekommen, während Konsistenz und Geschmack dieser Fleischimitate nach wie vor eine tödliche Beleidigung für jeden nicht völlig genussbefreiten Gaumen sind. ;)
--- Ende Zitat ---

Nimm' doch einfach mal den Formschinken. Da ist kein Schinken drin, da ist noch nicht einmal Fleisch drin. Jeder, der an vernünftigen Schinken gewöhnt ist, wird das Zeug nicht mögen, aber es wird trotzdem en masse verkauft, weil die meisten Leute eher anspruchlose Gaumen haben. Und das wohlgemerkt in einer Umgebung, wo man den Unterschied verinnerlichen kann - meistens schmeckt das, was man von klein auf und sein Leben lang gegessen hat. Ein zünftiger Habitatsbewohner bekommt bei frischen Lebensmitteln womöglich den gleichen Brechreiz, den wir bei bestimmten Delikatessen fremder Kulturkreise bekommen.
 

--- Zitat ---Es fällt mir aber schwer, mir ein Szenario vorzustellen, in dem es dazu kommen kann; abgesehen von extra so eingerichteten Spezialfällen wie ein Gefängnismond mit Aufseherstation.
--- Ende Zitat ---

Ich sehe das eher als "normale" Entwicklungsmöglichkeit. Stationen auf orbitalen Bahnen sind nötig und je weiter sich eine Welt entwickelt, desto mehr orbitale Infrastruktur braucht sie. Das Personal für selbige bleibt bevorzugt oben, da der Luxus von Schichtwechseln ein teurer wird, sobald es um zehntausende Menschen geht. Irgendwann gibt es eine Generation, die da oben geboren und aufgewachsen ist und sich von der Oberfläche entfremdet und nicht mehr einsieht, warum sie malochen muss, damit unten Fettlebe herrscht. Es gibt einen Putsch, man dreht die Raumabwehr-Waffen in einer konzertierten Aktion mal eben um 180 Grad und pulverisiert unten alles, was eine offensichtliche Bedrohung für den künstlichen Olymp wäre. Dann formuliert man Bedingungen, die auch erfüllt werden.


--- Zitat von: Dark_Tigger am 24.06.2012 | 19:39 ---Ich weiß nicht mehr wo, aber ich hab mal eine schöne Analyse zum Thema "womit kann man Objekte im Orbit bekämpfen" gelesen. Die kamen darauf das man schon mit einer V2 hoch genug bekommt um Ziele im Geostationären Orbit zu bekämpfen. Wenn man nicht trifft, fällt das Geschoss danach freilich einfach wieder zu Boden, aber das ist ja eher nebensächlich.
Startest du das Geschoss so das es im gegenläufigen Orbit zu den Ziel befindet hat es auch gleich reichlich Tempo, so dass du schon mit einem normalen kinetischen Kill Vehicel einiges an Schaden machen kannst...
Und ballistische Raketen zu verstecken, ist wiederrum absolut möglich.
--- Ende Zitat ---

Wie Feuersänger schon schrieb, sind Raketen zwar möglich, aber vergleichsweise leicht abzuwehren.

Um mal etwas mehr ins Detail zu gehen: Man kann zwar die Abschusspositionen tarnen, aber nicht den Abschuss selbst. Von dort bis zum Einschlag vergehen Minuten und die Raketen bewegen sich auf ballistischen (also präzise vorhersagbaren) Bahnen. In einer bewaffneten Raumstation könnte man jetzt Grundschüler an die Steuerkonsolen setzen, damit sie erste Erfahrungen sammeln - besondere Expertise ist beim darauffolgenden Tontaubenschießen nämlich nicht nötig. Das schafft auch ein Computer mit der Rechenleistung eines wissenschaftlichen Taschenrechners.

Man kann die Raketen nun so beschichten, das sie mit Lasern nicht so schnell zerstört werden können. Damit werden sie aber schwerer, wodurch wiederum Reichweite und die Zahl der möglichen Bahnen, auf denen sie hohe Orbits erreichen können sinken, was nicht lasergestützte Gegenmaßnahmen wie die von Feuersänger angesprochenen Coilguns oder ihrerseits ballistisch arbeitende Systeme (Abfangraketen) begünstigt.
Im Nahbereich tun es dann sogar ganz profane Schnellfeuergeschütze. Die holen Marschflugkörper unter atmosphärischen Bedingungen auf etliche Kilometer Entfernung herunter, im All nimmt die effektive Reichweite massiv zu.

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