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alexandro:
Batwoman: Hydrology


Große Kunst, und der erste Comic, der die Möglichkeiten dieses erzählerischen Mediums für DETEKTIVgeschichten voll ausreizt (wunderbare Bildsprache).

Die Art wie hier Informationen vermittelt werden, ist beeindruckend:

korknadel:
Wow, sieht beeindruckend aus.

korknadel:




Ein Einzelband mit Überlänge.

Schrieb ich kürzlich, dass es Arleston an Feingefühl mangelt, so muss ich das nach der Lektüre dieses schönen Comics revidieren. In einem -- wie man sieht -- asiatisch anmutenden Teil Troys wird eine junge Frau an einen Reichen verheiratet. Das ist eine gute Partie, zumal die Frau nämlich im Grunde schon dadurch minderwertig ist, dass sie einmal versucht hat, Theater zu spielen. Und da Schauspielerinnen nichts anderes sind als Huren, darf man jetzt mit dem Finger auf sie zeigen. Ihr reicher Gatte gedenkt, sie durch Strenge auf den Weg der Züchtigkeit zurückzuführen.

Doch die junge Frau entflieht diesem Schicksal, indem sie Selbstmord begeht. Im Totenreich erlebt sie groteske Abenteuer. In einer hübschen Verkehrung des Orpheus-Mythos macht sich der Gatte auf, um seine Frau aus dem Totenreich zurückzuholen. Hier wird das scheinbar so selbstlose, im Grunde aber auf Dominanz abzielende männliche Heldentum ganz großartig und witzig bloßgestellt. Erstaunlich und schön.

Wie immer bei Arleston ist das Ding locker, witzig und spannend erzählt. Und die Zeichnungen, die mich ein wenig an Sfar erinnern, sind äußerst geschmackvoll und brillieren vor allem bei der Darstellung des grotesken Totenreichs.



Beispielseite aus dem zweiten Band:


Ein interessanter Western in vier Bänden. Christian Rossi, der zu meinen Lieblingszeichnern in diesem Genre gehört (Jim Cutlass), hat allerdings wohl nur die ersten zweieinhalb Bände selbst gezeichnet. Jedenfalls ist im dritten Band irgendwann ein kleiner Stilbruch auszumachen, der der Serie allerdings keinerlei Abbruch tut.

In den wirren des Bürgerkriegs verschlägt es einen jungen Südstaatler in die Schauspielertruppe des alten Hermes. In den ersten beiden Bänden werden die verwickelten Abenteuer der drei Tragöden geschildert. Mit schönem Fokus auf den Figuren und geschmackvoller Verdrehung von Western-Klischees.

Im dritten Band dröseln sich die Handlungsstränge auf, sehr schön geschildert wird hier eine Romanze des jungen Südstaatlers. Und im letzten Band schwenkt die Serie mit einer vertrakten, mit Flashbacks durchsetzten Rache-Mär in die gewohnten Bahnen des Outlaw-Westerns ein.

Die Serie wirkt insgesamt eher unzusammenhängend, aber die einzelnen Alben sind dennoch allesamt ziemlich stark.

Samael:
Dresden Files Full Moon #1-#7

Leider hat der Zeichner gewechselt, was ich nicht wusste (der alte ist jetzt bei DC).

Zuerst dachte ich: Gut, der ist handwerklich schlechter, aber der Stil sagt mir grundsätzlich schon zu - mal sehen, vielleicht steigert der sich.




Leider ist das Gegenteil der Fall:



(Vergleicht Harrys Hand mit Teras Kopf!)

Was ist passiert?

Keinen Bock mehr?
Unterbezahlt?
Sehnenscheidenentzuündung im Handgelenk?

Ich werde es wohl nicht erfahren, hoffe aber, dass die Serie wieder ein besserer Zeichner übernimmt. Leider vermute ich, dass diese Hoffnung vergebens sein wird.

Tourist:


Leider ein ziemlicher Fehlkauf selbst für mich als ziemlicher Eisner-Fan, aber bei 1,80 Euro wahrlich zu verschmerzen.
Eisner macht sich nur ein bisschen über Astrologie lustig und nicht so sehr wie ich es gehofft hätte.



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