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[13th Age] Small Talk

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Kriegsklinge:
Ich vermisse ja als Spätberufener zu D&D Multiclassing so gar nicht und wäre gar nicht auf die Idee gekommen, hätte ich die Kritik im Netz nicht gelesen. Mein Eindruck aus dem GRW ist, dass die Macher genau so denken wie ich und ziemlich offen vermitteln, dass man schon multiclassen kann, aber eigentlich doch lieber nicht. Ich bin´s mit den Grundklassen sehr zufrieden und in 13 True Ways sind ja auch noch ein paar schöne Klässelchen drin.

Crimson King:

--- Zitat von: Lasercleric am 14.12.2014 | 22:55 ---Mir fehlen bei den Monstern schon noch genau die Dinge und die Abwechslung, die man dann im Bestiary findet. Aber grundsätzlich gebe ich Dir recht, das Grundregelwerk ist an sich erfreulich vollständig.

--- Ende Zitat ---

Mir fehlt vor allem der Druide. Aber auch der Monk und der Commander sind eine Bereicherung.

:
Stimme den letzten beiden Posts komplett zu.  So ein bisschen stärker hätte ich meiner Begeisterung vielleicht Ausdruck verleihen sollen, bevor ich miesepetrig aufs Multiclassing hinweise.

13th Age schafft es kurioser Weise, ein enormes D&D-Feeling mit viel Drang zur Story zu emulieren, ohne größere Impulse von Munchkinism oder so zu triggern. Dafür sorgen neben den harten Regeln auch die persönlichen und sympathischen Kommentare der Autoren zwischendurch auf ausgesprochen angenehme Art und Weise. Überhaupt finde ich mich in deren Denke sehr oft wieder - deutlich eher als beispielsweise in (den wenigen paar mir bekanntenn) Äußerungen bei Leuten wie Mike Mearls, Monte Cook, den maßgeblichen Forgisten, Thomas Römer (stellvertretend für quasi sämtliche DSA-Leute) oder auch Shane Hensley. Das finde ich wirklich bemerkenswert an 13th Age. Die Leute dahinter sind mir unumwunden sympathisch. Ähnlich verbunden auf eine persönliche Weise habe ich mich im Rollenspielbereich bislang nur mit Fred Hicks gefühlt.

Ansonsten brilliert 13th Age einfach mit einer derartigen Fülle von kleinen, großartigen, innovativen Ideen, dass es nur so kracht. Alleine das Aufbrechen waffen- und rüstungsspezifischer Werte: phantastisch! Das ist eine wirklich winzige Idee, die die Variabilität so wahnsinnig erhöht. Toll. Und diese Liste ließe sich ja wirklich lange fortführen. Weil es Sr. Crimson gerade erwähnt: alleine der Druide ist so wahnsinnig cool konstruiert. Oder der Escalation Die. Oder die Art und Weise des Handwedelns innerhalb eines tendentiell starren Regelrahmens. Oder oder oder.

Ich kann mich nicht erinnern, ähnlich begeistert von der Lektüre eines Regelwerkes gewesen zu sein. 13th Age schafft es auf eine unglaublich clevere Weise, dem klar erkennbaren, breit ausgetretenen Pfad von D&D zu folgen, zugleich jedoch mit echt kreativen Momenten für neue Möglichkeiten zu sorgen. Respekt. Das ist wirklich klasse. Epiphanie wäre vermutlich ein etwas übertriebener Begriff. Aber ich finde es wirklich großartig, wie quasi sämtliche Dinge, die mich an D&D4 genervt haben, von 13th Age elegant ausgebügelt wurden. Wow.

Crimson King:
Jup. 13th Age macht aus Sicht der 4e einen Schritt nach vorne, anstatt wie next zwei zurück zu machen. Weiterentwicklung statt back to the roots.

:
Naja, Rollenspieler sind eine zutiefst konservative Klientel. Das ist ja einer der Punkte, deretwegen ich regelmäßig auch an Forendiskussionen zerschelle. Mir ist vollkommen unklar, weshalb man beispielsweise - ungeachtet der persönlichen Wertschätzung der Inhalte - einem System wie D&D4 die Innovationsfreude sowie die Cleverness und Konsequenz des Designs absprechen kann. Da kommen ganz viele unangenehme Dinge zusammen.

Aber gut. Mit D&D5, mit Shadowrun 5 und mit DSA5 werden halt die Ultrakonservativen befriedet. Das ist meiner Ansicht nach insbesondere auch eine Folge des Triumphs von Pathfinder, der ja seinerseits aus meiner Sicht nichts anderes als ein Triumph des Starrsinns war. Ist ja bei DSA nicht anders. Da werden offenkundig dysfunktionale Regeln wider besseren Wissens beibehalten, weil der Mob danach schreit. Das ist verständlich, aber halt auch ein gutes Stück traurig. Da lobe ich mir 13th Age umso mehr - ein System by the way, das nach GNS eigentlich konsequent dysfunktioniale Spielerlebnisse fördern müsste ;-)

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