Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
D&D 3.5 vs Pathfinder
Selganor [n/a]:
Ich hab's mal ins passende Board verschoben (da ja sowohl D&D 3.5 als auch Pathfinder in dieses Board gehoeren).
Wo die Unterschiede im Detail liegen kannst du selbst an den SRDs erkennen (zu finden in den "Wichtige Links"-Threads hier im Board gepinnt)
Lasercleric:
--- Zitat von: Coldwyn am 21.06.2012 | 18:09 ---Kurzfassung: Pathfinder ist mehr oder weniger die 3,75. Meistens gleich, bei einigen Details anders, wobei hier die Charaktere im Schnitt noch etwas stärker sind als in der 3,5.
Die Frage die sich stellt ist eher die Frage nach dem Zusatzmaterial. Wenn dir das grundbuch ausreicht, kannst du gleich mit dem 3,5 PHB und Eberron loslegen, dann musst du auch nichts konvertieren.
--- Ende Zitat ---
Richtig. Spar' Dir Pathfinder und benutze die 3.5 Bücher. Wenn Dich dann irgendwann "Grapple" vollkommen in den Wahnsinn treibt, lies Dir einfach den (kostenlosen) Eintrag dazu im Pathfinder SRD durch und führe deren Regeln als Hausregel ein.
Selganor [n/a]:
--- Zitat von: Lasercleric am 21.06.2012 | 18:50 ---Wenn Dich dann irgendwann "Grapple" vollkommen in den Wahnsinn treibt, lies Dir einfach den (kostenlosen) Eintrag dazu im Pathfinder SRD durch und führe deren Regeln als Hausregel ein.
--- Ende Zitat ---
... und ueberlege dir nachdem ein paar Kaempfe durch "auf Grapple geskillte" Charaktere mit einem halbwegs guten Wurf "erledigt" worden sind ob du nicht doch andere Regeln (oder am Besten KEIN Grapple) machen laesst ;D
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Zumindest war mein Curse of the Crimson Throne SL in der letzten Pathfinder Sitzung ziemlich frustriert dass nach einem erfolgreichen Grapple und Pin (in einer Runde) gegen einen "Bossgegner" der vielleicht mal mit einer 20 auf d20 irgendeine Chance hatte aus diesem Pin wieder rauskommen zu koennen um dann noch irgendwas machen zu koennen >;D
La Cipolla:
Ich versuch mich auch mal an den Unterschieden (ich denke, beides sind wunderbar funktionierende Systeme). Sowas wie der Power-Unterschied wäre mir kaum aufgefallen.
- PF, seine Textausführungen und vor allem seine Charaktere sind weitaus komplexer. Man hat viel mehr Möglichkeiten, sei das jetzt gut oder schlecht. Selbiges gilt für einige Regeln, die genauer ausgeführt wurden; andere hat man allerdings entschlackt.
- Im Großen und Ganzen ist PF ausbalancierter, vor allem was die Erweiterungsbände angeht. Du hast zwar wie immer diese und jene Klasse, bei der dich das Internet zu überzeugen versucht, dass sie NICHT GEHT (Summoner, Ninja vs. Schurke bspw.), aber im Großen und Ganzen ist das PF-interne Material wesentlich durchdachter als zu 3.5-Zeiten, und vom Feeling her ist kaum eine Option völlig sinnlos.
- Das Grundregelwerk ist wie angedeutet viel komplexer, aber das Zusatzmaterial hält sich vergleichsweise in Grenzen. Es gibt nur ein paar essentielle Bücher, und obwohl immer wieder gern auf die Abwärtskompatibilität verwiesen wird, ist PF von der Auswahl her das rundere System und bietet eigentlich alles, was man brauchen kann.
- 3.5 ist imho das wesentlich anfängerfreundlichere Buch. Man merkt PF zu deutlich an, dass es von Profis für Profis entwickelt wurde; selbst Fortgeschrittene können gern mal Probleme damit haben, eine bestimmte Regel im GRW zu finden.
- PF leidet für mich ironischerweise ein wenig unter demselben Problem wie 4e: Es fühlt sich gelegentlich etwas künstlich, etwas zahlenstark an. Man kann wunderbare Abenteuer damit spielen, keine Sorge, aber in 3.5 hatte ich noch mehr dieses Feeling, nicht bloß eine Klasse, sondern einen Schurken, oder einen Druiden, oder einen Mönch zu spielen.
Ich finde schon, dass PF das bessere System ist, vor allem wenn man nicht nur mit dem GRW spielen, sondern auch noch Zusatzregelwerke benutzen will. Für Gelegenheitsspieler ohne Optimierungsfimmel (das heißt Leute, für die Rollenspiel nicht das Allerallerwichtigste auf der ganzen weiten Welt ist) ist ein Core-only-3.5 aber auch eine sehr nette Option.
Arldwulf:
Letztlich hängt es auch davon ab welche Bücher du bereits hast und ob du z.B. deutsche Bücher haben magst oder ob dir englische ausreichen.
Generell stimmt das mit den Hausregeln schon, auch wenn Pathfinder RPG natürlich ein ganzes Set von Hausregeln ist. Teilweise ist das übernehmen einzelner dieser Regeln ohne andere die diese ausbalancieren auch nicht ratsam.
Hier liegt letztlich auch einer der entscheidenden Punkte ob man das System mag oder nicht...viele der Regeländerungen sind für sich genommen eher fragwürdig, weshalb ich inzwischen sagen würde das man mit 3.5 und dessen Erweiterungen besser dran ist. Bei den meisten Änderungen ist es eher so dass sie wohl (wenn sie nicht schon in PRPG existieren würden) inhaltlich recht scharfe Kritik erhalten würden wenn man sie "selbst erfunden" und einfach losgelöst vom Kontext eines neuen Systems posten würde.
Am Ende kommt trotzdem ein ordentliches Spiel raus, und solang ich es gespielt hab hat es auch Spaß gemacht. 3.5 ist halt nur noch ein kleines bisschen besser angekommen, wurde auch deutlich länger gespielt und hat aus meiner Sicht auch an vielen geänderten Stellen die besseren Regelungen.
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